Jahresabschluss 2019

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und ein aufregendes neues Jahrzehnt.
Es ist ein bisschen irre. Das Jahr 2000 ist 20 Jahre her. Ich weiß noch, wenn die Erzählungen meiner Eltern ein „Puh, das ist sicher schon 20 Jahre her!“ enthielten, das war für mich als Kind so unfassbar weit weg. Und nun erinnere ich mich selber so genau an die Zeit vor 20 Jahren.
Ich hoffe, euer letztes Jahr im letzten Jahrzehnt war genauso schön wie meins. Ich startete ins neue Jahr im Mutterschutz und durfte dann im Februar meine zuckersüße und kerngesunde Tochter im Arm halten. Und seitdem ist sie meine Priorität. Unfassbar, was diese Liebe so macht. Ehemals heißgeliebte Dinge werden plötzlich aussortiert und weggegeben, damit die Kleine mehr Platz hat. Durchgeschlafen habe ich in diesem Jahr keine Nacht. Für die Gelegenheiten, in denen ich ohne meine Tochter unterwegs war, brauche ich nicht mal eine volle Hand (und ich brauchte jeweils nicht mal eine volle Stunde) und selbst in der Zeit war sie permanent in meinem Kopf.
Was in diesem Jahr weniger in meinem Kopf war, waren Bücher. Ich habe sie manchmal vermisst, das gebe ich zu. Es hat mich manchmal frustriert, dass ich erst lesen konnte, wenn es eigentlich schon Nacht war und ich dann entweder keine Lust hatte oder tatsächlich nach wenigen Seiten Augenschmerzen bekam. Selbst, als das Baby anfangs noch so viel schlief, konnte ich kaum lesen, da sie nur auf mir schlief, aber bei jedem Umblättern wachgeworden ist. Aber so richtig schlimm fand ich es auch wieder nicht. In dieses Jahr passte Lesen halt nicht so gut rein.
Kommen wir nun aber zu den harten Fakten.

Meine Lesestatistik sieht so aus:

Bücher gelesen: 10! Das macht ein Buch in circa 36 Tagen, also knapp 1 Buch in fünf Wochen.
Ich habe dieses Jahr 2.228 Seiten gelesen. Das macht 6,1 Seiten pro Tag.
Im Vergleich zu 2018 war das ein echter Rückschritt. Da waren es 5.354 Seiten (bei insgesamt 16 Büchern). Das machte ein Buch in circa 23 Tagen und 14,7 Seiten am Tag.

Neu erworbene Bücher: 23 (2018: 49)
          gekauft: 1
          geschenkt: 12
          Rezensionsexemplare: 10

Aussortierte Bücher: 25 (Da alle ungelesene Bücher waren, ergibt es insgesamt einen SuB-Abbau.)

Geld ausgegeben für Bücher: 2,50 € (2017: 241,37 €).
Ich habe durchschnittlich pro Monat 11 Cent pro erhaltenes Buch ausgegeben.

Anzahl der gelesenen Autoren: 10
          Deutsche Autoren: 6
          Amerikanische Autoren: 1
          Englische Autoren: 1
          Kanadische Autoren: 1
          Österreichische Autoren: 1
Meistgelesene Autoren:
          In diesem Jahr habe ich keinen Autoren doppelt gelesen.

Arten der Bücher:
          Gebundene Bücher: 3
          Taschenbücher: 5
          Broschierte Bücher: 2

Genres:

Jugendbücher/-fantasy: 2
Kinderbücher: 1
Belletristik: 3
          Krimi/Thriller: 2
          Roman: 1
Kurzgeschichten-Sammlung: 1
Rätselbuch: 1
Sonstiges: 2

Dickste Bücher:
3. Björn Beermann – Mitra – Magische Verwandlungen: 294 Seiten
2. Courtney Summers – Sadie: 359 Seiten
1. Jason Segel & Kirsten Miller – Nightmares! Die Stadt der Schlafwandler: 379 Seiten

Dünnste Bücher:
3. Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen: 108 Seiten
2. Nicole Schäufler – Schwanger im Herbst: 103 Seiten
1. Hanna Schott – Fritzi war dabei: 87 Seiten

Tops:
3. Ferndinand von Schirach – Der Fall Collini
2. Tim Dedopulos – Jack the Ripper – Crime Mysteries
und der Spitzenreiter: Sarah Kuttner – Kurt

Flops:
3. Jason Segel & Kirsten Miller – Nightmares! Die Stadt der Schlafwandler
2. Dietmar Bittrich – Lasst uns roh und garstig sein
und der Top-Flop: Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen

Durchschnittsbewertung aller gelesenen Bücher: 3,1 Sterne

Zum genauen Vergleich sind hier noch mal die Jahresstatistik 2010, Jahresstatistik 2011, Jahresstatistik 2012, Jahresstatistik 2013, Jahresstatistik 2014, Jahresstatistik 2015, Jahresstatistik 2016, Jahresstatistik 2017 und Jahresstatistik 2018.

Ende 2018 konnte ich absolut nicht abschätzen, wie mein Lesejahr 2019 aussehen wird. Aber so ähnlich, wie es jetzt war, habe ich es mir vorgestellt. Wenig lesen, aber eben nicht nichts.
Nun bin ich wieder gespannt auf das Jahr 2020. Das Baby wird in die Kita kommen und ich werde wieder arbeiten. Habe ich da dann wieder mehr Zeit für mich oder doch weniger?
Wir werden es sehen.
Macht alle das Beste aus dem neuen Jahr!

Dezember-Liste

Die ersten richtig kalten Tage und Weihnachten sind geschafft, heute folgt noch Silvester.
Ich werde es seit langem mal wieder bei meinen Eltern verbringen (auch als kleinen Ausgleich dafür, dass wir die letzten drei Weihnachten nicht zusammenverbracht haben).
Dank Weihnachten gab es einige tolle Buchzugänge – und mit drei Büchern ist der Dezember lesetechnisch auch der stärkste Monat des Jahres. Darf man ja keinem erzählen…
Also: Kommt gut rüber und schmeißt keine Böller in Briefkästen!

Gelesen:
Tim Dedopulos – Crime Mysteries – Jack the Ripper
Dietmar Bittrich – Lasst uns roh und garstig sein
Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen

Gekauft:

Geschenkt:
Kerstin Gier – Wolkenschloss
Cecelia Ahern – Postscript – Was ich dir noch sagen möchte
Stefanie Hasse – Secret Game
Jason Ward – Edgar Allan Poes Rätseluniversum
Tim Dedopulos – Sherlock Holmes‘ Rätseluniversum
Ildikó von Kürthy – Es wird Zeit

Rezensionsexemplare:
Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen

Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen

Das Kind war geplant, das Buch ist passiert

Jan Dosenwerfer stammt aus Preußen und wohnt heute in Wien. Er ist im Brotberuf Bäcker und im Nebenerwerb Humorist. Seit 2016 ist er Vater eines Sohnes und schreibt auf, was der so macht und von sich gibt. Und das ist größtenteils sehr lustig.

1.4.2016
Babys stehen gerne möglichst früh auf, damit sie rechtzeitig mit ihrem Tagwerk (Herumliegen) beginnen können.

31.8.2018
Sohn (zeigt traurig auf den Ball am Boden): „Ball nicht aus Kuchen…“

17.9.2019
Der Sohn (nachdem er eine Ribisel gegessen hat): „Oh, sauer! Aber das macht nix, es ist nur schlimm.“ (Klappentext)

Wie ich an der einen oder anderen Stelle schon erwähnt habe: Ich bin Anfang diesen Jahres Mutter geworden. Umso mehr man sich in Social Media mit dem Thema (Klein-)Kinder beschäftigt, umso mehr unfassbar komische Geschichten liest man. Witzige Antworten, unglaubliche Taten, niedlich-naive Fragen – Kinder können so viel Lustiges bieten.
Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich für ein Rezensionsexemplar von „Der Ball ist nicht aus Kuchen“ angefragt wurde. Ich hatte meine Lachmuskeln schon mal aufgewärmt.

Für dieses kurze Büchlein habe ich ungefähr 30 Minuten gebraucht. Gelacht habe ich leider nicht eine Sekunde.
Es ist so schade. Als junge Mutter zähle ich sicher zur angepeilten Zielgruppe und ich fand es richtig schlecht. Es gibt wahnsinnig viel, was Jan Dosenwerfer meiner Meinung nach falsch gemacht hat.

Es gibt keinerlei Einleitung. Wer bist du? Was kannst du? Warum sollte ich mich für dich und dein Kind interessieren? Auf nichts davon bekommt der Leser eine Antwort.
Es fehlt auch vollkommen an der Emotionalität. Als fünften Eintrag findet man plötzlich:

5.3.2016
36 Stunden hat’s gedauert, aber jetzt ist er da, der Bastian!

Nun gibt es also nicht nur einen Mann, zu dem ich keine Verbindung habe, sondern auch ein Kind.
Die Einträge klingen meist, als wären sie schlicht aus Twitter-Einträgen von Jan Dosenwerfer zusammengezimmert:

6.12.2016
Wenn man schaut, ob das Baby eh noch atmet und es einem leicht gemacht wird, weil es schnarcht…

Schreibfehler sind in diesen „Tweets“ inklusive. Viele Schreibfehler. Zusätzlich gehört „bissi“ anstelle von „bisschen“ und „<3“ für mich in kein Buch, das sich mitteilen will und keinen fiktiven Chat abdruckt. Und vor allem ist es unfassbar uncool, wenn „ein“ durch die Ziffer ersetzt wird („Gut, kaufst sie ihm halt auch wenn’s 1 Dreck ist […]“ (fehlendes Komma geht nicht auf m1 Kappe).

Ab und zu sollen die Tweets durch eine Zeichnung des Geschriebenen aufgelockert werden. Ungünstig nur, wenn der Eintrag nichts aussagt („Immer wieder gut, wenn Kinder sich verstecken…“), man für das dazugehörige Bild aber erst umblättern muss.

Das wären ja alles noch kleine Schönheitsfehler, wenn ich gelacht hätte. Aber wie schon gesagt: Das habe ich nicht. Das konnte ich nicht. Testweise habe ich meinem Freund (sprich: dem Vater meines Babys) einige Einträge vorgelesen. Er guckte mich nur latent erschüttert an.

Die restlichen Einträge sind repetitiv, nicht lustig, nicht niedlich, nicht interessant („Der Sohn hustet immer mit gerollter und leicht rausgestreckter Zunge.“), gewollt cool („Jetzt steht er neben dem Bett und ist heftig am Snacken. Wie hart kann man sich gönnen?“), aufeinanderfolgende Einträge beginnen identisch, ohne Sinn („Sohn: Wo ist das Messer?“) und vollkommen irrelevant:

13.1.2019
Ich: Was willst du zum Abendessen?
Sohn: Dinosuppe mit Schokolade!
(Er meint damit Grießkoch mit Kakaopulver.)

Ich verstehe es ja… Meine Tochter kann noch nicht reden, sie hat also nur Mimik und Gestik und ich lache manchmal so sehr, weil sie so lustige und niedliche Dinge macht. Und manchmal muss ich es einfach in ein Erinnerungsbuch schreiben. Aber meistens muss man erstens dabei gewesen sein und zweitens braucht man die (emotionale) Verbindung zum Kind, um die Dinge so unfassbar süß und lustig zu finden. Das war ich bei Bastian nicht. Das habe ich zu Bastian nicht.
Für die Dosenwerfers sind die Einträge in ein paar Jahren bestimmt Gold wert. Für den Leser ist dies ein vollkommen unnötiges Buch, das keinerlei Mehrwert bringt.

Jan Dosenwerfer – Der Ball ist nicht aus Kuchen – Die ersten 3 Jahre mit Kind
Holzbaum Verlag, 01. November 2019
ISBN 3902980842
108 Seiten
Taschenbuch; 10,00 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Dietmar Bittrich – Lasst uns roh und garstig sein

… und uns recht von Herzen amüsier’n!
Fliehende Karpfen, brennende Gänse, zähe Verwandte, entblößte Weihnachtsmänner, verweigerte Geschenke, einstürzende Christbäume, plötzliche Trennungen, gemeuchelte Kirchgänger, Teufel, Engel und Blitzeis… (Klappentext)

Vor ziemlich genau sieben Jahren habe ich dieses Buch geschenkt bekommen. Mit seinen 24 kurzen Geschichten war es prädestiniert, um im Jahr darauf als literarischer Adventskalender zu fungieren. Doch da hatte ich es vergessen. Und Jahr um Jahr verzögerte es sich, dass ich das Buch aus dem Schrank zog. Doch dieses Jahr war es endlich soweit. Ich wollte täglich ein Kapitel lesen und habe am 01. Dezember begonnen. Doch wie es dann so ist – mal las ich ein paar Tage vor, mal ein paar nach. Und so wurde ich vor dem 24. Dezember mit dem Buch fertig.

Ich will es kurz machen, es ist kurz vor Weihnachten, alle sind im Stress: Das Buch ist leider sehr, sehr schlecht.
Die Geschichten sind durchweg langweilig, bauschen uninteressante Geschehnisse auf, sind weder lustig noch besonders roh oder garstig und vor allem: Die ein oder andere Geschichte könnte genau so auch an Ostern oder im Hochsommer spielen, es würde rein gar nichts ändern.
Genau genommen machte mir nur eine Geschichte Spaß. Sie war thrillerartig, doch aufgrund der kurzen Seitenanzahl war sofort klar, wer der Mörder war und ich ahnte sogar das richtige Motiv. Spannung kam so leider nicht auf.
Grob geschätzt schüttelte ich nach 20 Geschichten jeweils genervt den Kopf, weil entweder die Geschichte oder die Sprache unmöglich waren. Bei der ein oder anderen Story gab es leider auch eine fatale Kombination beider Dinge.

Wenn man es sachlich betrachtet, gab es schon eine große Bandbreite an verschiedenen Geschichten, auch wenn (scheinbar) persönliche Erfahrungen als buchbarer Weihnachtsmann mehrfach vorkommen.
Paare, die sich trennen, weil sie zusammen bei Ikea einkaufen gehen, Karpfen, die nicht als Weihnachtsessen enden wollen, langweilige Weihnachten, an denen das Spannendste die geplatzte Suppenschüssel war, Menschen, die vom Deppenapostroph genervt sind, fatalistische Weihnachtsfeierei, unmögliche (Schwieger)Familien – man trifft auf einiges.
Das einzig Gute am Buch: Die Storys waren allesamt kurz. Kurzgeschichten halt.

So schön die Idee also ist, es ist Verschwendung, sich vom 1. bis zum 24. Dezember durch die Geschichten zu langweilen, auch wenn die Idee eines literarischen Adventskalenders ganz schön ist.

Dietmar Bittrich (Hg.) – Lasst uns roh und garstig sein – Die schönsten Weihnachtskatastrophen
Rowohlt Taschenbuch Verlag, 01. November 2012
ISBN 3499630184
235 Seiten
Taschenbuch; 4,99 Euro

Crime Mysteries – Jack the Ripper

Willkommen in den finstern Gassen des viktorianischen Londons, in denen Jack the Ripper noch immer sein Unwesen treibt!

Wir schreiben das Jahr 1889, und die Öffentlichkeit glaubt, die entsetzlichen Gräueltaten von Jack the Ripper hätten ein Ende gefunden. Doch man hat sie getäuscht! Seine mörderische Schreckensherrschaft geht weiter! Zusammen mit Detective Inspector George Absalom von Scotland Yard und seinen Männern müssen sie Jack the Rippers Geheimnis lüften, bevor noch weitere Leichen auftauchen.

Im Buch finden sie zehn zu lösende Fälle, unterteilt in jeweils drei Abschnitte mit einer Frage am Ende. Sie müssen alle Fragen beantworten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Können Sie die wahre Identität von Jack the Ripper rechtzeitig aufdecken?

WARNUNG
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven! (Klappentext)

Als ich in meinen E-Mails eine Anfrage für ein Rezensionsexemplar eines „Crime Mysteries“-Buchs fand, war ich sofort Feuer und Flamme. Nicht nur, dass ich Jack the Ripper als Figur äußerst interessant finde, man soll in dem Buch auch noch selber miträtseln können.
Ich habe mich sehr über die Infos zu dem Buch, das mir noch vollkommen neu war, gefreut und noch mehr, dass ich es tatsächlich erhalten habe.

Inspector Absalom gehört zu einer Special Unit, die gegründet wurde, um die (neuen) Morde des Rippers zu untersuchen. Er betritt also zehn Tatorte, einer grausamer als der andere, beschaut schlimm verstümmelte Leichen und befragt Zeugen. Der Leser ist immer an seiner Seite.

Dieses Buch ist für mich auf mehreren Ebenen einzigartig.
Mit Jack the Ripper gibt es einen roten Faden, eine übergeordnete Geschichte, doch eine klassische Story gibt es nicht. Mit jedem neuen Kapitel wird der Inspector zu einer neuen Frauenleiche gerufen und das Kapitel wird sich ausschließlich damit befassen.
Man erfährt nichts Persönliches über Absalom, den Arzt Coombs, der ihn immer begleitet oder den Constable Barrow. Es ist aber auch vollkommen egal, alles, worauf man sich als Leser konzentriert ist der Tatort, denn jedes Detail könnte wichtig sein, um den Fall aufzuklären.

Die fehlenden Beschreibungen der einzelnen Personen werden allemal durch die vielen Bilder im Buch wettgemacht. Auch die Frauen, lebend wie tot, die Zeugen und Tatorte werden aufgezeigt. Jedes Bild schaute ich genau an. Sie vermittelten noch mehr den Eindruck von persönlichen Aufzeichnungen über die Ripper-Morde.

Ich hatte viel Spaß daran, am Ende eines Kapitels zu Rätseln, wie Absalom zu dieser oder jener Einschätzung kam. Warum glaubte er, dass die Frau weniger als zwölf Stunden tot ist? Warum glaubt er nicht, dass der Täter durch das Fenster floh. Warum ist er sich sicher, dass der Zeuge lügt? Immer wieder waren die wie beiläufig gestreuten Details wichtig.

Die einzelnen Fälle waren – obwohl so ähnlich – immer wieder neu und anders. Und grausam. Sehr grausam. Das Buch ist keinesfalls splatterhaft geschrieben. Wie die Leiche aussieht, ist neutral und sachlich geschrieben. Aber eben auch sehr bildhaft. Wer nichts von geöffneten Bauchdecken, herausgeschittenen Augen oder in Haut geritzte Symbole lesen will oder kann, wäre nicht ganz so gut mit dem Buch beraten. Die Warnung im Klappentext steht dort tatsächlich nicht umsonst.

Ich hatte so unfassbar viel Spaß mit dem Buch. Auch wenn es um Morde eines wahren Serienmörder geht, um Grausamkeiten, die vor 130 Jahren viele Menschen in Angst und Schrecken versetzten, ich schlug das Buch immer wieder begeistert auf. Vor allem die Bilder und die Rätsel schafften eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Rätsel sind auch mein einziger, ganz kleiner Kritikpunkt. Es war im Prinzip egal, ob man bei den Rätseln richtig lag (wie ich häufig) oder einem nicht klar wurde, wie Absalom zu seiner Vermutung kam (was mir auch ab und zu passierte). Im Prinzip muss man sich nicht mal alle Auflösungen am Ende des Buches durchlesen. Nur bei wenigen Fällen fand sich dort ein richtiger Abschluss.

Aber insgesamt bin ich sehr begeistert und habe das Buch auch schon weiterempfohlen. Und das mache ich hier auch noch einmal in aller Deutlichkeit: Wenn euch noch ein Weihnachtsgeschenk für einen Thriller-Fan (gern mit Rätselambitionen) fehlt: Zieht „Crime Mysteries – Jack the Thriller“ unbedingt in Betracht! Ihr werdet es nicht bereuen!

Tim Dedopulos – Crime Mysteries – Jack the Ripper
Originaltitel: Solve-it-Yourself Mysteries – The Ripper Case Files (August 2019)
Ullmann Medien GmbH, 23. September 2019
ISBN 3741523658
224 Seiten
Broschiert; 9,99 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Weitere Bücher aus der Reihe:
Crime Mysteries – Sherlock Holmes

November-Liste

Im November hatte ich Geburtstag und zwei Bücher waren unter meinen Geschenken. Nur Zeit und Energie fürs Lesen hat mir niemand geschenkt.
Was ich aber geschafft habe: 25 Bücher aussortieren. Die Kinderbücher haben nun das unterste Regalbrett bezogen (will auch heißen: Es werden nicht mehr meine Bücher begeistert aus dem Regal gezerrt) und dafür brauchte ich Platz.

Gelesen:

Gekauft:

Geschenkt:
Sebastian Fitzek – Das Geschenk
Anne Frank – Das Tagebuch der Anne Frank

Rezensionsexemplare:

Aussortiert:
Arthur Isarin – Blasse Helden
John Verdon – Schließe deine Augen
Poppy J. Anderson – Geheimzutat Liebe – Taste of Love
Paul Cleave – Der siebte Tod
Paul Cleave – Die Stunde des Todes
Alyson Noël – Evermore – Die Unsterblichen
Pontus Ljunghill – Der Mann im Park
Sarah Lark – Der Klang des Muschelhorns
Bernard Minier – Kindertotenlied
Jana Voosen – Mit freundlichen Küssen
Paula Wall – Die Frauen der Familie Belle
Hanna Dietz – Männerkrankheiten
Ella Kingsley – Dancing Queen
Eva Rice – Die verlorene Kunst, Liebschaften zu pflegen
Marie Matisek – Sonnensegeln
Mario Giordano – Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
Nick Tomlinson – Der erste Liebesbrief
François Saintonge – Dolfi und Marilyn
Fanny Schönau – Liebesglück und Beerenkipferl
Jörg Steinleitner – Räuberdatschi
Susan Mallery – Küsse haben keine Kalorien
Miranda Dickinson – Fünfzig Dinge, die du tun sollst, wenn ich tot bin
Amanda Kyle Williams – Cut
Sarah Harvey – Der Apfel fällt nicht weit vom Mann
Amy Liptrot – Nachtlichter

Oktober-Liste

Bei Serien bin ich ja gern etwas hinterher und starte mit ihnen, wenn sie schon ewig laufen. Im Oktober habe ich also – nachdem ich ab und zu mal eine Folge gesehen hatte – mit Modern Family gestartet. Da ich nun abends damit vollkommen ausgelastet bin (immerhin gibt es mittlerweile elf Staffeln), blieb mal wieder die Lesezeit auf der Strecke…

Gelesen:

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Crime Mysteries – Jack the Ripper
Crime Mysteries – Sherlock Holmes

September-Liste

Im September kämpften wir mit ersten Zähnen und ersten Schupfnasen – und zwischen all dem konnte ich immerhin zwei Bücher lesen…

Gelesen:
Björn Beermann – Mitra – Magische Verwandlungen
Hanna Schott – Fritzi war dabei

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Jessica Koch – Dem Horizont so nah

August-Liste

Im August wurde mein Kind schon ein halbes Jahr und es entwickelte sich immer mehr. Es war so wunderschön, diese Entwicklungen täglich zu beobachten und zu begleiten. Doch daneben blieb keine Energie fürs Lesen…

Gelesen:

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Hanna Schott – Fritzi war dabei

Juli-Liste

Juli 2019 – ich gebe zu, ich bin spät dran. Und ehrlich gesagt ist im Großen nichts passiert, sondern eher im Kleinen. Meine Tochter hat sich zum Beispiel zum ersten Mal vom Rücken auf den Bauch gedreht und beim Schlafen fing sie plötlzich an, immer ihre Füße auf mich zu legen. Und es gab noch so viel mehr Dinge, die die Mutter eines fünf Monate alten Kindes bewegen, aber auf einem Buchblog wohl eher wenige Leute interessiert.
In diesem Sinne folgt hier die Buchliste, die zeigt, wie wenig Bücher gerade eine Rolle spielen…

Gelesen:
Nicole Schäufler – Schwanger im Herbst

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Nicole Schäufler – Schwanger im Herbst
Björn Beermann – Mitra – Magische Verwandlungen
Colleen Oakes – The Black Coats

Vorherige ältere Einträge