Ich lese jetzt „Fear Street – Im Visier“ von R. L. Stine

Auf meinem SuB schlummern noch so einige Fear-Street-Bücher. Ich lese sie ja immer recht gern. Aber sind wir ehrlich: Mein Plan war es, jeden Monat fünf Bücher zu lesen. Der Februar ist bald vorbei. Ich brauchte etwas Kurzes.

Dieses Mal geht es um Tina, die sich magisch zu Chris hingezogen fühlt. Problem: Er stalkt sie im Verborgenen.

Erster Satz:
„‚Vermisst du mich?'“

Jackson Pearce – Drei Wünsche hast du frei

»Können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?«
»Was beschleunigen?«
»Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen.«

Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so ver¬sehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört … (Klappentext)

Vor sieben Monaten war Viola noch glücklich, nun ist sie unsichtbar. Also nicht wirklich und nicht ganz, aber sie fühlt sich nicht mehr zugehörig. Alles, was sie will, ist, sich endlich wieder vollkommen zu fühlen. Dieser Wunsch ist so intensiv, dass sie damit einen Dschinn heraufbeschwört. Er hasst jede Sekunde, die er auf der menschlichen Welt und nicht in Caliban verbringen muss. Also soll Viola sich schnell etwas wünschen und dann kann er zurück nach Hause. Doch Viola weiß zwar genau, was sie möchte, sie weiß aber auch, dass es sich für sie nicht richtig anfühlt, es sich auf diese einfache Weise zu ermöglichen.

Hexen, Geister, Vampire – von ihnen allen liest man immer mal. Doch die Dschinns werden vernachlässigt. Umso erfreuter war ich, dass ich eines dieser besonderen Wesen nun kennenlernte.

Das Buch ist abwechselnd aus Violas und Dschinns Perspektive geschrieben und man lernt sie beide dadurch unfassbar gut kennen. Auch wenn das Buch mit nicht ganz 300 Seiten recht knapp ist, haben die beiden eine große Tiefe bekommen. Viola ist noch jung und doch kann man sich gut in sie und ihren Kummer hineinversetzen. Und vielleicht blitzen beim Leser selber alte Wunden kurz durch. Die Momente, in denen man sich sicher war, dass es eben nicht wieder gut wird. Doch Viola ist mehr als das verletzte Mädchen, das sich ausgeschlossen fühlt. Sie ist kreativ, witzig und liebevoll. Sie ist jemand, den man gern zur Freundin hätte.
Anders Dschinn. Er ist ungnädig, kaltherzig, genervt. Zumindest anfänglich. Doch durch ihn lernt man die Welt der Dschinns gut kennen. Versteht, wie sie ticken und warum sie es tun. Und es dauert natürlich nicht lang und Dschinn erweicht. Und damit auch mein Herz für ihn.

Die ersten paar Kapitel fingen noch recht unspektakulär an. Ja, ein Dschinn tauchte auf, doch er war unsympathisch und Viola wälzte sich ein bisschen sehr in ihrem Selbstmitleid.
Doch es dauerte nicht lang, da gewann das Buch an Tiefe und wurde spannend.
Plötzlich waren da all die Gedanken über das Zerbrochensein und die Zugehörigkeit. Über das Ausgrenzen – und über das selbst Ausgrenzen. Über Freundschaft und Liebe. Und neben all den Dingen, über die ich da so nachdenken konnte, wurde eine Frage immer zentraler: Was würde ich mir wünschen?

Umso tiefer ich in Violas Welt und ihre sich aufbauende Freundschaft zu Dschinn eintauchte, umso mehr Angst bekam ich. Ich hatte Angst, dass sie sich etwas wünscht. Ich hatte Angst, dass sich etwas verändern würde. Angst, dass Dschinn verschwindet. Und mit dem ersten ausgesprochenen Wunsch konnte ich das Buch dann nicht mehr aus den Händen legen.

Ich war vor allem gespannt, wie das Buch und die Geschichte um das verlorene Mädchen und den Dschinn ausgeht, denn eines steht fest: Sind alle Wünsche ausgesprochen, muss er zurück nach Caliban und Viola wird ihn vergessen.
Einerseits konnte ich es kaum erwarten umzublättern und andererseits hatte ich vor dem Fortschreiten der Geschichte Angst.

Ich bin so froh, dass ich dieses Buch, das schon über sechs Jahre auf meinem SuB lag, zur Hand genommen habe. Die Geschichte war mal etwas anderes, trotz der jungen Charaktere philosophisch angehaucht, sie machte mich nervös und berührte mich. Vor allem fand ich die Geschichte wirklich nicht vorhersehbar.

Jackson Pearce – Drei Wünsche hast du frei
Originaltitel: As You Wish (August 2009)
Knaur, 01. Februar 2013
ISBN 3426507331
286 Seiten
Taschenbuch; 8,99 Euro

Ich lese jetzt „Drei Wünsche hast du frei“ von Jackson Pearce

Auf Instagram haben Anna und René eine Lesechallenge ins Leben gerufen. Jeden Monat sollen Bücher zu bestimmten, recht offen gehaltenen Themen gelesen werde. Im Februar ist das „Schatten & Wünsche“. Ich habe mich für den zweiten Teil entschieden und das ganze ziemlich wörtlich genommen. Darum lese ich nun „Drei Wünsche hast du frei“, das schon seit 6,5 Jahren auf meinem SuB liegt.

Viola ist ziemlich unglücklich, wie ihr Leben aktuell läuft, denn sie ist zu einem unsichtbaren Mädchen geworden. Es ist nicht so, dass ihre Mitschüler sie nicht mögen würden, doch sie gehört nirgends so recht dazu. Doch dann tritt ein Dschinn in ihr Leben und stellt alles auf den Kopf.

Erster Satz:

„Alles, was ich in der Shakespeare-Stunde heute gelernt habe, ist: Manchmal muss man sich in den falschen Menschen verlieben, um den richtigen Menschen zu finden.“

John Green – Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Problemen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedanken beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin – zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es, und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale. (Text der Titelklappe)

Dass John Green wirklich berührende Geschichten schreiben kann, weiß man spätestens seit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Das letzte Buch, das ich von ihm gelesen habe, war „Tage wie diese„, in dem er eine von drei Kurzgeschichten verfasste. Ich habe das Buch geliebt. Also startete ich sehr gespannt in die Leserunde mit meiner besten Freundin zu „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“.

Doch schon im ersten Kapitel bekam ich einen Eindruck davon, was mich wohl erwarten wird. Und es verhieß nichts Gutes.
Man steigt hinab in die Zwangsgedanken von Aza, die panische Angst vor Bakterien und Viren und den Konsequenzen etwaiger Infizierungen hat. Für mich war es psychisch wirklich anstrengend, das zu lesen. Ich konnte ihre Gedanken und Ängste nur schwer nachvollziehen. Doch ich bin auch sehr zwiegespalten, denn die Anstrengung, die ich als Leser empfinde, empfinden sicher auch die Betroffenen. Von daher ist es bestimmt gut dargestellt und gemacht – ich wurde an der Stelle jedoch überhaupt nicht abgeholt.

Doch abseits der Zwangsgedanken und Ängste gibt es noch andere zentrale Teile im Buch. Es geht darum, was der Tod von Elternteilen mit den Kindern macht, es geht um Freundschaft vollkommen gegensätzlicher Personen, es geht um moralische Fragen und es geht um das Verschwinden von Russell Pickett.
Und an den Stellen kann man hier und da auf jeden Fall etwas mitnehmen. Gerade die Freundschaft zwischen Aza und Daisy fand ich speziell und interessant. Vor allem, weil sich Daisy, mit der ich anfangs so meine Schwierigkeiten hatte, zu einer wirklich tollen Figur entwickelt hat. Wohingegen mir Aza leider bis zum Ende unsympathisch blieb. Es ging sogar so weit, dass ich mir mehrfach wünschte, Aza würde im Laufe des Buches noch sterben. Das hatte ich so auch noch nie, glaube ich.

Viele Entwicklungen, gerade auch in Bezug auf Picketts Sohn Davis, den Aza noch aus Kindertagen kennt – gingen zu schnell und manche Entscheidungen schienen vom Himmel zu fallen. Hier hätten dem Buch einige Seiten mehr wirklich nicht geschadet. Vor allem, da in der Danksagung steht, dass John Green sechs Jahre an dem Buch geschrieben hat. Die sehe ich, ehrlich gesagt, nicht.

Was auch schade war: So ein bisschen schien das Verschwinden von Pickett aus den Augen verloren worden zu sein. Es war zwar immer wieder Thema, aber es ging nicht voran. Da wäre sicherlich mehr herauszuholen gewesen.

Sonst kann ich zu Übersetzungen nie was sagen, da ich keinen Vergleich habe, aber da meine beste Freundin auf Englisch gelesen hat, geht das dieses Mal. Wir haben so manche Stellen verglichen und wir beide finden: Die Übersetzung ist schwach. Sie wirkt nicht rund und kann tolle Sätze und Gedanken aus dem Original nicht einfangen und widergeben. Die paar Absätze, die ich auf Englisch gelesen habe, fand ich deutlich schöner und angenehmer zu lesen.

Alles in allem gab es wirklich einige Sachen, die man für sich mitnehmen kann und die gut gemacht waren. Gerade der Teil um Aza psychischen Probleme nimmt viel Raum ein und mag für viele Leser ansprechend und interessant sein und Einblick in eine Welt geben, die man so nicht kennt. Ich fand diese Teile einfach nur anstrengend.
Am allermeisten haben mir die Dinge gefallen, die mit den Haupthandlungen nichts zu tun hatten, wie die Star-Wars-Fan-Fiction von Daisy, all das Wissen zum Universum von Davis oder auch die Infos über eher unbekannte Tiere. Und das war von John Green so sicher nicht geplant.

John Green – Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Originaltitel: Turtles All the Way Down (Oktober 2017)
Carl Hanser Verlag, 10. November 2017
ISBN 3446259031
285 Seiten
Gebunden; 20,00 Euro (Als Taschenbuch erhältlich)

Ich lese jetzt „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ von John Green

Ich habe bisher drei Romane von John Green gelesen: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter„, „Will & Will“ und „Margos Spuren„. Alle diese Bücher gehören mir aber gar nicht, sondern ich hatte sie immer von meinem Freund geliehen.
Vor ein paar Jahren hat er „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ von seiner Schwester zum Geburtstag bekommen. Und nun bin ich die Erste, die dieses Buch lesen wird. Jedoch nicht allein, denn ich starte wieder eine Leserunde mit meiner besten Freundin.

Aza hat starke Ängste und Zwänge und kommt nur mit viel Anstrengung durch den Tag. Doch plötzlich verschwindet der Vater eines Jugendfreundes von ihr. Da Russell Pickett Milliardär ist, sind auf Hinweise zu seinem Verbleib 100.000 $ ausgeschrieben. Und plötzlich steckt Aza mit ihrer besten Freundin mitten in der Suche nach dem Mann.

Erster Satz:
„Als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich vielleicht Fiktion bin, verbrachte ich meine Tage an einer öffentlichen Bildungsanstalt namens White River High im Norden von Indianapolis, wo ich von fremden Kräften, die so übermächtig waren, dass ich sie nicht ansatzweise identifizieren konnte, dazu gezwungen wurde, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit Mittag zu essen, nämlich zwischen 12 Uhr 37 und 13 Uhr 14.“

Ich lese jetzt die Taran-Reihe von Lloyd Alexander

Vor vielen Jahren überraschte mich mein Vater mit einigen Fantasy-Büchern, die er in einem Mängelexemplar-Verkauf ergattert hatte. Irritiernderweise waren sie alle unterschiedliche Teile unterschiedlichster Reihen. Ein paar Bücher hatte ich recht schnell aussortiert. Ich hatte eh noch nie diese Art von Fantasy (quasi High-Fantasy) gelesen und dann hatte ich keine Lust, die Reihen zu vervollständigen. Zumindest nicht alle. Bei zwei Reihen habe ich das gemacht. Unter anderem Taran.

Irgendwann stellte ich fest, dass es bei der Disney-Meisterwerke-Reihe, also bei den Filmen, die man als die klassischen Disney-Zeichentrickfilm kennt, ein Film zu Taran gibt. Doch dieses Werk von 1985 ist eher unbekannt. Bevor ich den Film schaue, möchte ich nun aber die Reihe beginnen, die ich in einigen Wochen (Monaten?) dann als Gesamtes rezensieren werde.

Taran ist ein einfacher Hilfsschweinehirte im Lande Prydain. Als Hen Wen, das Schwein des Zauberers Dalben, bei dem er lebt, davonläuft, läuft der Junge ihm hinterher und damit mitten hinein in ein Abenteuer.

Erster Satz:
„Taran hätte lieber ein Schwert geschmiedet; doch Coll, der mit der praktischen Seite seiner Erziehung betraut war, bestand auf Hufeisen.“

Januar-Liste

Da hat das neue Jahr doch direkt mit einem harten Lockdown begonnen. Nicht sehr überraschend, aber rückblickend hätte ich nie gedacht, dass wir in 2021 immer noch so stark damit zu tun haben.
Für uns als Familie hieß es halt weiterhin Homeoffice mit Kind. Nicht immer ganz einfach, aber wem erzähle ich das?

Lesetechnisch habe ich mir für dieses Jahr ja 60 Bücher vorgenommen. Das macht also im Durchschnitt fünf Bücher pro Monat. Ich habe sieben geschafft und habe mir damit etwas Luft in einem anderen Monat erlesen.
Außerdem habe ich 54 Bücher aussortiert. Da ich nur eins hinzubekommen habe, macht das einen SuB-Abbau von 60 Büchern. Das heißt für mich nun auch, dass ich nur noch knapp über 600 ungelesene Bücher habe. Ich war mal weit über 700 und bin deswegn schon etwas stolz. Schön wäre, wenn bald eine 5 vorn steht.

Und um diese Bücher ging es im Januar genau:

Gelesen:
Morton Rhue – Dschihad Online
Margit Ruile – Der Zwillingscode
Serena Valentino – Die Einsame im Meer
John Marrs – The Passengers
Serena Valentino – Das Geheimnis der Dunklen Fee
Serena Valentino – Das Geheimnis der Schwestern
John Marrs – The One

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplar:
Margit Ruile – Der Zwillingscode

Aussortiert:
David Werker – Morgens 15:30 in Deutschland
Kim Schneyder – Ich und Er und null Verkehr
Anna Davis – Besser als jeder Mann
Doris Knecht – Gruber geht
Julia Parsons – Zähl die dunklen Stunden nur
Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon
Holly-Jane Rahlens – Wie man richtig küsst
Tana French – Sterbenskalt
Candace Bushnell – Lipstick Jungle
Ken Follett – Die Säulen der Erde
Angelika Schwarzhuber – Liebesschmarrn und Erdbeerblues
Daniel Wolf – Das Salz der Erde
Ken Follett – Der dritte Zwilling
Maggie Groff – Frauen am Rande des Strandes
Marie Matisek – Nackt unter Krabben
Chelsea Cain – Furie
Kaplan / Schnurnberger – Bestenliste
Sarah Challis – Wüstenherz
Volker Klüpfel / Michael Kobr – Milchgeld
Anke Greifeneder – Flurfunk
Jörg Maurer – Oberwasser
Mathieu Gaborit – Der scharlachrote Turm (Im Reich des Feuervogels 1)
Mathieu Gaborit – Das lodernde Schwert (Im Reich des Feuervogels 2)
Mathieu Gaborit – Herrscher über Asche (Im Reich des Feuervogels 3)
Evelyn Holst – Ein Mann für gewisse Stunden
Loki Schmidt / Reiner Lehberger – Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt
Helmut Schmidt / Giovanni di Lorenzo – Verstehen Sie das, Herr Schmidt?
Heike Wanner – Weibersommer
John Updike – Ehepaare
Thomas Brussig – Helden wie wir
Joanne Fedler – Endlich wieder Weiberabend
Daniela Katzenberger – Katze küsst Kater
Stephen King & Peter Straub – Der Talisman
Marian Keyes – Auszeit für Engel
Marian Keyes – Erdbeermond
Marian Keyes – Wassermelone
Dinah Lee Küng – Ein Besuch von Monsieur Voltaire
André Salu – Ein Engel für zwei
André Salu – Ein Engel fällt aus allen Wolken
Ludovic Roubaudi – Der Hund von Balard
Janet Evanovich – Tiefer gelegt
Eileen Ramsay – Schmetterlingstage
Fiona Neill – Alles so weit im Griff
Eva Völler – Ich bin alt und brauche das Geld
Tobias Mann – Hilfe, die Googles kommen!
Sarah Dunant – Nachts sind alle Kater grau
Maria Beaumont – Veni, vidi, Gucci
Clare Allan – Poppy Shakespeare
Evelyn Holst/Sabine Reichel – Life is a Bitch – Das Leben ist eine Zicke
Karen Rose – Todesstoß
Ann Brashares – Eine für vier
Rona Jaffe – Das Beste von allem
Belinda Bauer – Der Beschützer
Elisa Albert – Das Buch Dahlia

John Marrs – The One

Nie wieder Single! Dank Match Your DNA ist dieser Traum endlich Wirklichkeit. Beziehungsprobleme und schlechte Dates gehören der Vergangenheit an. Ein simpler Gentest reicht aus, um den perfekten Partner zu finden. Millionen Menschen haben diesen Test bereits gemacht und sind mit ihrem Match glücklich geworden… Moment? Millionen glücklicher Paare? Nicht so ganz. Denn auch Seelenverwandte können Geheimnisse voreinander haben, manche davon sogar tödlich… (Klappentext)

Kurz nachdem mich John Marrs mit “The Passengers” absolut begeistern konnte, nahm ich “The One” von ihm zur Hand. Ich war absolut gespannt, denn im direkten Vergleich lieben mehr Leute dieses Buch.
Dazu kommt die aufregende Thematik, denn heute kennt mittlerweile sicher jeden jemanden, der online nach Dates oder der ganz großen Liebe gesucht hat. Ich persönlich kenne kaum Paare, die auf diesem Weg dauerhaft zusammengeblieben sind, aber das wäre dank Match Your DNA auch ganz anders gelaufen.

Das Buch ist aus der Perspektive von fünf verschiedenen Menschen mit ihren eigenen Geschichten geschrieben. Sie alle wechseln sich immer in derselben Reihenfolge ab und bringen den Leser jeweils ein kleines Stück voran.
Mandy, Christopher, Nick, Jade und Ellie haben alle recht unterschiedliche Beweggründe, nach ihrem perfekten Match zu suchen. So verschieden die Gründe sind, so verschieden und überraschend sind auch die Menschen, die laut ihrer DNA zu ihnen passen.

Allein aufgrund der begeisterten Stimmen, die ich bereits hörte und der Art von „The Passengers“ habe ich mit einem großen Knall zu Anfang gerechnet, doch irgendwie passierte lange nichts. In der ersten Hälfte des Buches plätscherte die Geschichte so dahin, man lernte die fünf Personen und ihre Matches kennen, begleitete sie auf ihrem Weg und konnte nur vereinzelt schon spüren, dass zum Teil mehr dahintersteckt.
Es gab Überraschungen und Wendungen, doch die meisten davon hatte ich lange im Voraus schon geahnt. So weit, so enttäuschend.

John Marrs schafft es aber auf leichte Art und Weise, dem Leser so viele verschiedene Themen zu vermitteln, die zum Lesen und Lieben dazugehören können, ohne ins Unauthentische abzudriften. Jede Geschichte war eigen und besonders, doch leider nicht immer spannend.
Zwei der Perspektiven hätte ich sogar ganz gern immer mal übersprungen, weil sie mich wirklich nicht interessierten und die Wiederholungen zu oft und Entwicklungen zu wenig waren. Bei den anderen drei Personen ging es stellenweise deutlich aufregender zu.

Ab der Hälfte wurde es generell besser, vielleicht war das aber auch nur die Aussicht und Hoffnung auf ein Ende, das noch einmal so richtig einschlägt.
Generell war das Buch nicht schlecht zu lesen. Ich habe die Idee und die Thematik geliebt. Auch die Varianz und Vielfalt in den Storys war grundsätzlich super. Ich wurde nur leider trotzdem nicht erreicht. Denn die Sache ist ja die: Hier geht es um Liebe und zwar die große. Dabei wird aber nicht auf Emotionen gesetzt, sondern auf Spannung. Und wenn man die Emotionen nicht bekommt und die Wendungen zum Teil voraussieht, bleibt nicht so viel übrig.

Das, was übrig geblieben ist, hat mir dann aber schon Spaß gemacht. Allein aufgrund der kurzen Kapitel und der ganzen Cliffhanger wurde das Buch nie zäh und Langeweile kam auch nicht auf. Ich wurde einfach nur nicht so richtig abgeholt.
Mein DNA-Match ist dieses Buch nicht. Aber für eine Freundschaft könnte es reichen.

John Marrs – The One – Finde dein perfektes Match
Originaltitel: The One (Mai 2017)
Heyne Verlag, 21. Oktober 2019
ISBN 3453320611
496 Seiten
Broschiert; 15,99 Euro

Ich lese jetzt „The One“ von John Marrs

Ich habe schon so viele begeisterte Stimmen über „The One“ gehört und ich wollte es auch immer lesen, aber… Aber doch schnell noch ein Rezensionsexemplar. Aber doch erst noch eine Leserunde zu einem anderen Buch. Aber doch erst noch das neu gekaufte Buch. Aber doch lieber die Disney-Villains. Irgendwas war immer.
Doch nachdem ich von „The Passengers“ von John Marrs jetzt so begeistert war, lese ich doch endlich „The One“. Ich bin gepannt.

Auf einer neuen Dating-Plattform werden die Matches mittels Gentest gefunden. Die Menschen passen perfekt zusammen. Doch manchmal hat das Match dunkle Geheimnisse…

Erster Satz:
„Gebannt starrte Mandy auf den Bildschirm.“

Serena Valentino – Das Geheimnis der Schwestern

Wie wurden all die Schufte und Schurkinnen aus den berühmten Märchen so unmenschlich, rachsüchtig und grauenerregend?

Ob das Biest, Ursula, Schneewittchens Stiefmutter oder Maleficent – keine dieser Figuren war von Anfang an grausam und zerstörerisch. Erst die drei Hexenschwestern Lucinda, Ruby und Martha haben Monster und Teufelinnen aus ihnen gemacht.

Aber nun drohen die diabolischen Geheimnisse der verdrehten Schwestern und ihre Freude am Leid anderer aufgedeckt zu werden. (Klappentext)

Die verdrehten Schwestern sind immer noch im Traumreich gefangen und ihre Schwester Circe ist ganz ohne sie. Doch allein ist sie deswegen noch lange nicht. Sie hat ihre Cousine Schneewittchen und verschiedene Freunde, Menschen wie Feen, um sich geschart. Zusammen versuchen die Guten das Chaos, das nach dem Sieg über Ursula und Maleficent entstanden ist, zu beseitigen. Doch lange bleibt die Ruhe nicht bestehen und das Chaos bricht erneut über Schloss Morningstar herein.

Der sechste Teil der Disney-Villains-Reihe spielt nur wenige Tage nach Teil vier und fünf. Es geht nahtlos weiter, doch dieses Mal ist kein neues Märchen Hauptbestandteil des Buches, sondern die verdrehten Schwestern sind es. Die Hexendrillinge waren der rote Faden, der alle Bücher verband. In allen Schicksalen hatten sie ihre Hände im Spiel. Doch ihre Vergangenheit blieb bisher verborgen. Das ändert sich nun.

Wenn Lucinda, Ruby und Martha eines nicht sind, dann Sympathieträger. Sie sind gemein, verwirrt und voller Hass. Sie lieben nur eines und das ist ihre kleine Schwester Circe. Doch selbst diese Liebe besteht nur aus Extremen. Umso interessanter ist es, die Geschichte der Schwestern besser kennenzulernen. Auch wenn in den Vorgänger-Büchern schon so manches Geheimnis ans Tageslicht kamen, war es interessant mit Circe und Schneewittchen in den alten Schriften zu wühlen, um die Schwestern so richtig kennenzulernen und vielleicht auch zu verstehen.

Es ist faszinierend, was für ein komplexes Konstrukt Serena Valentino geschaffen hat. Worte und Taten aus jedem der fünf Vorgänger werden plötzlich wieder bedeutsam. Doch vor allem Teil 4 um Maleficent und Teil 5 um Gothel werden hier immer wieder näher beleuchtet.
Insgesamt lernt man die ganze Märchenwelt auch noch einmal etwas genauer kennen, ist in Schlössern, im Traumland, dem Feenreich und dem Hexenhaus.

Über allem schwebt immer die große Frage: Wann ist man gut und wann schlecht? Und wie schmal ist manchmal der Grat, mit dem man die Seiten wechselt. Was bedarf es alles, damit aus freundlichen Wesen eine zerstörerische Macht hervorbricht?
Nicht zuletzt wartet das Buch auch noch mit einigen Überraschungen auf, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich habe sogar extra nochmal Vorgänger aus dem Regal gezogen, um manche Passagen nun in neuem Licht lesen zu können.

Vor dem Lesestart war ich nicht überzeugt von der Idee des Buches. Es soll doch um Disney-Villains gehen und die Schwester sind nun einmal ursprünglich kein Bestandteil dieser Welt. Doch das Buch schlägt einen Bogen und verbindet alles wirklich geschickt und spannend. Und deswegen ist es nun eines meiner liebsten dieser Reihe.

Serena Valentino – Das Geheimnis der Schwestern
Originaltitel: The Odd Sisters (Juli 2019)
Carlsen, 30. Juli 2020
ISBN 3551280444
278 Seiten
Gebunden; 12,00 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Die Schönste im ganzen Land – Originaltitel: Fairest of All
2. Das Biest in ihm – Originaltitel: The Beast Within
3. Die Einsame im Meer – Originaltitel: Poor Unfortunate Soul
4. Das Geheimnis der Dunklen Fee – Originaltitel: Mistress of All Evil
5. Das verzauberte Haar – Originaltitel: Mother Knows Best
6. Das Geheimnis der Schwestern – Originaltitel: The Odd Sisters
7. Cruella, die Teufelin – Originaltitel: Evil Thing
8. ??? – Originaltitel: Cold Hearted

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