Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit [Hörbuch]

In einem einzigen Augenblick
mit klopfendem Herzen gefunden
sind die Blauen und die Grünen
in ewigem Fluche gebunden

June glaubt nicht an die alten Legenden des sagenumwobenen Cornwall, als sie beschließt, ihr Abschlussjahr bei ihrem Onkel in England zu verbringen. Allerdings stößt sie vor Ort nicht nur auf ein prächtiges Herrenhaus voller Geheimnisse, sondern auch auf die ungleichen Brüder Blake und Preston, die eine magische Anziehung auf sie ausüben. Doch die beiden scheinen ihr etwas zu verschweigen – und während Junes verbotene Gefühle für die Zwillinge immer stärker werden, ziehen rätselhafte Ereignisse sie unaufhaltsam in ihren Bann. Bis ein einziger Augenblick alles verändert und June merkt, dass eine uralte Gabe in ihr erwacht … (Klappentext)

Das letzte Buch in 2022 war „December Dreams“, der Adventskalender aus Kurzgeschichten. Auch wenn ich nicht überzeugt von dem Buch war, gefielen mir immerhin ein paar Geschichten. Und das Silvester-Special von Rose Snow fand ich sogar so interessant, dass ich die dazugehörige Reihe auf meine Wunschliste schrieb. Nun habe ich Teil 1 gehört.

In einem Punkt bin ich sehr zwiegespalten: Einerseits hat die Kurzgeschichte den wichtigsten Fakt rund um die Zwillinge schon gespoilert, andererseits brachte mich genau dieser Fakt ja dazu, dass ich die Trilogie beginnen möchte. Schwierig.
Ich begann aber trotzdem erstmal unvoreingenommen.

June lebt eigentlich in Frankfurt, verbringt ihr letztes Schuljahr jedoch bei ihrem Onkel in England, um dort im Anschluss studieren zu können. Sie war darauf gefasst, ihr beiden Cousins Blake und Preston dort nicht mehr anzutreffen, doch da sie das letzte Jahr wiederholen müssen, werden sie das Jahr nun gemeinsam mit June in der Schule und auf dem alten Anwesen verbringen. Sie werden dabei sein, wenn June Cornwall erkundet mit all den alten Sagen, besonderen Familienverhältnissen und geheimen Gaben.

Ich mochte June gern. Sie findet sich sehr schnell ein in die neue Umgebung, trifft neue Freunde und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Dazu die Deep Blue Twins, ihre Cousins mit den stechend blauen Augen, die June definitiv nicht kalt lassen. Ein bisschen seltsam fand ich zwar diese unfassbare Anziehung zwischen ihnen, aber das wurde recht fix geklärt und war dann ok.
Die Konstellation der drei – zusammen mit Junes neuen Freunden Lilly und Grayson – war cool und spannend zu beobachten.

Richtig gefesselt hat mich aber auch all das drumherum: Die mystische Atmosphäre, die zerklüfteten Küsten, die alten Legenden und Steinkreise in Cornwall. Und als wäre diese Art der Umgebung nicht schon interessant genug, streifte ich mit June so gern durch ihre neue Eliteschule und die Villa, in der sie nun wohnt. Dazu kam eine magische Komponente, die ich rasend spannend fand. Ich wollte immer mehr wissen, was hat es damit auf sich, warum passiert das alles, was übersehen wir? Die Entwicklungen kamen passend und in einem guten Tempo, verschärfen sich dabei aber zusehends.

Dieses Buch war ein sehr guter erster Teil, klasse Einführung in die Figuren, der Grundstein für weitere Entwicklungen wurde gelegt und spannende Fragen wurden aufgeworfen.
Es ist das beste Hörbuch, das ich bisher gehört habe. Ich hatte so viel Spaß.

Rose Snow – Ein Augenblick für immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit
Ravensburger Verlag, 4. Januar 2021
ISBN 3473585947
416 Seiten / 10 Stunden 30 Minuten

Taylor Jenkins Reid – Die sieben Männer der Evelyn Hugo

Die Filmikone Evelyn Hugo ist endlich bereit, auszupacken und die Wahrheit über ihre skandalösen sieben Ehen zu erzählen. Sie fragt zu aller Erstaunen die Lokaljournalistin Monique Grant als Ghostwriterin an. Könnte das endlich Moniques Durchbruch werden? Evelyn beginnt, ihr von ihrem schillernden Leben zu erzählen: von ihrem Aufstieg in der Männerwelt Hollywoods, den goldenen Fünfzigerjahren der Filmbranche und ihrer geheimen großen Liebe, deren Scheitern der Preis für ihren Erfolg war. Monique lauscht gebannt. Erst gegen Ende der Geschichte wird ihr klar, dass sie dem Hollywoodstar schmerzlicher verbunden ist, als sie es je für möglich gehalten hätte… (Klappentext)

Im letzten Jahr war es ja quasi gar nicht möglich, um dieses Buch herumzukommen. Immer wieder schaute ich es mir an, doch der Klappentext sprach mich einfach nicht an. Hollywood, Glamour, vergangene Zeit… alles nicht meins. Aber irgendwann war ich mürbe und kaufte mir dieses Buch.

Evelyn Hugo ist neunundsiebzig Jahre alt und lebte ein wahres Hollywoodleben. Sie ist eine Ikone und eine Legende. Vor allem ihre sieben Ehen beherrschten die Klatschspalten jener Zeit. Nun möchte sie auspacken und die ganze Wahrheit erzählen, ihr Leben noch einmal komplett aufrollen. Die Journalistin Monique soll das Buch über Evelyn schreiben und erfährt deswegen nach und nach, was Evelyn bisher geheim gehalten hat.

Es beginnt mit Ernie Diaz, der Evelyn herausholte aus Hell’s Kitchen und direkt hineinbrachte in das schillernde Hollywood. Doch er blieb nicht der einzige Ehemann, sechs weitere sollten folgen und das wird ein wahres Auf und Ab der Gefühle mit extrem unterschiedlichen Erfahrungen und allerhand Geheimnissen.

Ich hatte eine bestimmte Erwartung über den Inhalt des Buches – sieben Ehen, dies das – und bekam doch so viel mehr, was ich nicht erwartet hatte. Die Ehen wurden bald das, was mich am wenigsten interessierte. Ich konnte vom Rest nicht genug bekommen.

Die Evelyn der Gegenwart fand ich unnahbar und unsympathisch, die vergangene war dafür umso spannender, interessanter und leidenschaftlicher. Ich habe sie durch all die Jahrzehnte begleitet und konnte nicht genug bekommen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Neben der Geschichte um Evelyns Liebe gab es noch die große Frage, warum sie ausgerechnet die unbekannte Journalistin Monique engagieren möchte, um dieses Highlight-Buch zu schreiben, für das so viele andere Journalisten alles geben würden. Ich rätselte zwischendurch in verschiedene Richtungen, war aber mit jeder Idee vollkommen auf dem Holzweg.

Ich hatte sehr, sehr große Erwartungen und die wurden nicht ganz erfüllt. Die Verbindung zu Monique fand ich letztlich nicht so gut gemacht und auch wenn ich zwischendurch sehr bewegt wurde, wurde ich emotional nicht vollkommen eingenommen.
Ich glaube, ich habe vorher zu viele Meinungen gehört, die Evelyn Hugo über alle anderen Bücher gehoben haben. So ist es bei mir einfach nicht. Aber ich habe es sehr, sehr gern gelesen, schnell gelesen und ich wurde von Evelyn in den Bann gezogen. Ich bin wirklich froh, dass es das erste gelesene Buch 2023 ist.

Taylor Jenkins Reid – Die sieben Männer der Evelyn Hugo
Originaltitel: The Seven Husbands of Evelyn Hugo (13. Juni 2017)
Ullstein Taschenbuch, 31. März 2022
ISBN 3548066739
462 Seiten
Taschenbuch; 10,99 Euro

Arthur Conan Doyle – Sherlock Holmes – Das gefleckte Band

Eine junge Frau besucht den Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Sie ist völlig verzweifelt und scheint unter Todesängsten zu leiden. Als sie dann dem Detektiv und seinem Freund Doktor Watson schildert, was sich auf dem Anwesen ihres Vaters zugetragen hat, ahnen die beiden, dass sie sofort eingreifen müssen, um Schlimmeres zu verhindern. Sherlock Holmes bittet die junge Frau noch am selben Tag, alles für seinen Besuch vorzubereiten. Doch kaum ist die junge Frau gegangen, stürmt ein gewaltiger Riese von Mann in die Wohnung des Detektivs. Er behauptet, der Vater der Frau zu sein. Der Mann scheint nicht ungefährlich zu sein: Wutentbrannt über das Schweigen Sherlock Holmes‘ verbiegt er mit bloßen Händen einen Schürhaken und droht den beiden Männern Vergeltung an, wenn sie sich in seine Angelegenheiten mischen sollten. Nur wenig später treffen Sherlock Holmes und Doktor Watson auf dem Anwesen der jungen Dame ein und beginnen mit ihrer Untersuchung… (Klappentext)

Mein Freund hat im Studium ein Seminar über Krimifilme. Als die Dozentin „Die Abenteuer des Sherlock Holmes – Das gefleckte Band“ empfahl, weil es alle Elemente eines Krimis beinhaltet, kaufte er sich es prompt. Ich las es jedoch nun zuerst, denn – und so ehrlich muss ich mit mir selbst sein – ich brauchte ein weiteres Buch auf der „Gelesen“-Seite und das hier war schön dünn. It is what it is.

Ich habe bisher weder Filme noch Serien über den Meisterdetektiv gesehen und auch buchtechnisch gab es bisher nur drei verschiedene Rätselbücher: „Sherlock Holmes Escape-Room-Universum„, „Sherlock Holmes’ Rätseluniversum“ und „Crime Mysteries – Sherlock Holmes„.
Vielleicht fühlte es sich deswegen direkt beim Start an, als würde ich nun Nummer vier lesen. Ich war sofort in der Rätselatmosphäre und erwartete fast nach jedem Umblättern die Frage: „Woher konnte Sherlock das wissen?“

Die Geschichte ist einfach und klar. Eine junge Frau kommt zum Detektiv, um einen Tod auf dem Anwesen ihres Vaters aufklären zu lassen. Vor allem, weil sie dort immer noch wohnt, möchte sie nun Gewissheit haben.
Mehr als den Fall gibt es links und rechts nicht. Alles, was Watson in diesem Buch beschreibt, hängt quasi ummittelbar mit dem Fall zusammen.
Ich mochte das. Sehr sogar. Es war kein herausragender, spezieller Fall, sondern schlicht ein unaufgeklärter Todesfall. Ich war aber total drin und versuchte, die einzelnen Spuren zusammenzufügen. An mir ist jedoch leider kein zweiter Sherlock Holmes verloren gegangen. Ich kam nicht drauf. Aber: Unlösbar war der Fall gar nicht. Wenn man gut kombiniert, konnte man definitiv drauf kommen.

Dieses Buch stammt aus einem Kinderbuchverlag und das merkt man an verschiedenen Stellen: Die Sprache ist modern und einfach, es gibt viele ganzseitige Illustrationen und an verschiedenen Stellen sind Wörtern mit Sternchen markiert, damit man sie hinten im Lexikon nachlesen kann.

Die Story war einfach, kurz, gradlinig, aber ich fand es extrem gut. Sherlock fand ich sympathisch und Watson ganz niedlich. Der Fall war gut gemacht und das Miträtseln machte mir extrem viel Spaß.
Ich war begeistert, gebe aber keine fünf Sterne, weil mir erstens dafür dann doch Emotionen fehlten, mich zweitens die Sternchen beim Lesen zum Teil störten und weil es drittens einfach kein Fünf-Sterne-Buch ist. Das Buch wird nichts, was ich mein Leben lang im Herzen trage, aber für die eine Stunde, die das Lesen brauchte, hatte ich eine sehr gute Zeit.

Arthur Conan Doyle – Sherlock Holmes – Das gefleckte Band
Originaltitel: The Adventure of the Speckled Band (Februar 1892)
Kinderbuchverlag Wolff, 15. Februar 2010
ISBN 3938766352
67 Seiten
Gebunden; 4,99 Euro

Modesto García – Wer ist der Mörder?

Schaffst du es, Verbrechen aufzuklären, indem du den Tatort untersuchst?

Mit diesem interaktiven Krimi-Rätselbuch wirst du zum Kommissar, der Mordfälle aufklären muss, indem er den Tatort inspiziert. Dabei gilt es, einzelne Indizien und Puzzleteile zusammenzusetzen, denn hier wird nicht die ganze Geschichte erzählt – du musst diese erst enträtseln.

Warum liegt eine zerbrochene Flasche auf dem Boden? Wer hat am Tatort Spuren hinterlassen? Was hat das Opfer in seiner letzten Textnachricht gesagt? Durch Beobachten und Schlussfolgern lassen sich die Geschehnisse Schritt für Schritt nachvollziehen und der Kreis der Verdächtigen einschränken, bis der Schuldige gefunden ist.

Von einem verdächtigen Selbstmord bis zur Familienfehde um eine Millionenerbschaft, einem Verbrechen aus Leidenschaft, versteckten Identitäten und tödlichen Geheimnissen gilt es 12 verschiedene Fälle mit Verstand und Beobachtungsgabe zu lösen. (Klappentext)

In den letzten beiden Jahren habe ich eine große Liebe zu Escape-Büchern und Büchern um rätselhafte Morde und Verbechen entwickelt. Darum habe ich mich sehr gefreut, als ich „Wer ist der Mörder?“ als Rezensionsexemplar erhalten habe. Ich konnte es kaum erwarten, loszurätseln.

Jeder der zwölf Fälle beginnt gleich: Man bekommt ein Bild zum Überblick der Situation, auf den nächsten Seiten werden dann einzelne Teile des Bildes näher gezeigt.
Und es klingt so einfach: Ein bisschen gucken, ein bisschen kombinieren, Fall gelöst. Doch schon der erste Fall ließ mich verzweifelt zurück. Ich konnte einzelne Dinge erkennen und verstehen, doch das Gesamtbild, und damit die Lösung, bekam ich nicht zusammen. Ich gab auf. Nach den Detailseiten gibt es eine schöne, detaillierte und bebilderte Anleitung, wie man den Fall hätte lösen können, anschließend noch einmal ein kurzer Text zur Rekonstruktion des Tathergangs. Und als ich das alles gelesen hatte, war es so logisch und klar – einfach quasi. Ich hatte Details übersehen. Ich nahm mir fest vor, mich beim nächsten Fall noch besser hineinzudenken und zu schauen. Fall 1 war ja immerhin eigentlich easy und ich war der festen Überzeugung, ich hätte verstanden, wie ich die Sache angehen muss. Doch dann stand ich wieder da und hatte keine Ahnung…

Das war einer der Punkte, den ich am Buch besonders gern mochte. Nicht nur die Fälle und Tatorte sind vollkommen unterschiedlich – immerhin ist man in Wohnungen, Büros, am Flughafen, auf Kreuzfahrtschiffen und noch vieles andere -, sondern auch das Herangehen. Jedes Mal gab es wieder etwas Neues, was mich vor eine Herausforderung gestellt hat. Jedes Mal half mir meine Erfahrung aus den Lösungen der vorherigen Fällen nur bedingt.

Toll ist auch, dass das Buch so viel mehr erlaubt, aber auch verlangt als bloßes Schauen. Man hat an verschiedenen Stellen QR-Codes, um zum Beispiel Telefonate zu hören oder um an Unterlagen heranzukommen. Man muss Texte übersetzen, Infos googeln, Websites aufrufen, um Ecken decken. Das Buch ist wirklich super vielfältig.

Auch wenn ich bei keinem der Fälle auf die komplett richtige Lösung kam, hatte ich super viel Spaß. Es war Wahnsinn, wie ich mich jedes Mal erst vollkommen aufgeschmissen fühlte und dann doch nach und nach Verbindungen und Möglichkeiten sah.
Was ich aber jedes Mal bei dieser Art Buch empfehlen kann: Man sollte es mindestens zu zweit lesen und am besten so, dass einer die komplette Lösung kennt. Dann kann man wenigstens immer noch einmal einen Impuls von außen erhalten. Wenn man allein ist, bleibt immer nur die Möglichkeit, die Auflösung direkt zu lesen.

Zwei kleine Mankos habe ich aber doch.
In einem Fall waren Unterlagen und Bilder zum Teil so doof abgeschnitten, dass ein ganz relevanter Teil der Lösungsfindung fehlte. War zum Glück nur einmal so.
Und zum anderen hatte ich bei manchen Fällen das Gefühl, dass man zwar ganz viel finden und kombinieren konnte, aber eigentlich brauchte man nur einen einzigen der ganzen Hinweise, um den Mörder korrekt zu identifieren. Der Rest war dann nur Ausschmückung der Story.

Insgesamt fand ich das Buch aber wirklich, wirklich toll. Wenn man Spaß an solchen Rätselbüchern hat, ist man hier auf jeden Fall richtig.

Modesto García – Wer ist der Mörder?
Originaltitel: Crímenes ilustrados (September 2021)
wbg Theiss, 18. Oktober 2022
ISBN 3969051681
222 Seiten
Gebunden; 24,99 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Wer ist der Mörder? – Originaltitel: Crímenes ilustrados
2. ??? – Originaltitel: Crímenes ilustrados – ¿quién es el asesino?

Kostenloses Rezensionsexemplar

Matt Haig – Die Mitternachtsbibliothek

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gefüllt mit all den Leben, die du hättest führen können.
Alles, was du jemals bereut hast, könntest du ungeschehen machen.
Genau dort findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort zwischen Raum und Zeit, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, hat sie plötzlich die Möglichkeit, all das zu ändern, was sie aus der Bahn geworfen hat. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist? (Klappentext)

Ich war so gespannt auf dieses Buch, dass ich es direkt nach Erscheinen gekauft habe. Und dann lag es leider doch viel zu lange auf dem SuB. Endlich habe ich es in kürzester Zeit gelesen.

Als Nora stirbt, landet sie in der Mitternachtsbibliothek und ein Blick ins Buch des Bereuens eröffnet ihr eine Welt voller Möglichkeiten. Sie darf sich entscheiden, alles, was sie bereut, ungeschehen zu machen. Sie darf jeweils eines der unendlichen Bücher ihres Lebens lesen, in dem sie sich anders entschieden hat. Bei etwas oder jemandem geblieben ist, Dinge anders gemacht und durchgezogen hat. Und eines ist klar: Da findet sich doch ganz sicher das Leben, das sie endlich glücklich macht…

Ich liebe diese Idee. Denn trotz der Moralkeule, die ziemlich schnell mitschwingt, fand ich das Buch sehr heilsam. Ich bin mir sicher, dass bei vielen ein „Was wäre wenn“ ab und zu ins Gedankenkarussel einsteigt und ein paar Runden dreht. Dem widmet sich Matt Haig in „Die Mitternachtsbibliothek“ und bringt auch den Leser dazu, sich zu fragen, ob es wirklich heute alles so viel besser wäre, hätte man sich anders entschieden.

Mit Nora bin ich nicht so richtig warm geworden, aber das musste ich auch gar nicht. Mich interessierte weniger ihr Innenleben als vielmehr die verschiedenen Varianten ihres Lebens. Schade fand ich dabei nur, dass es von Anfang an klar war, welche einschneidenden Entscheidungen sie rückgängig machen wird. Ich hätte Lust gehabt, noch ein paar mehr „kreative“ Leben zu lesen, in denen ganz kleine Änderungen spannende Ergebnisse gebracht hätten. Für die Moral des Buches waren aber natürlich die großen Entscheidungen wichtig. Die Dinge, die auch die Leser bereuen würden.

Ja, ich fand das Buch wirklich toll, leicht zu lesen und einfach schön. Ich wäre nur gern noch ein wenig mehr überrascht worden. Die großen Wendepunkte Noras Lebens waren sehr schnell klar und die Moral war auch extrem schnell deutlich. Aber ansonsten wird es ziemlich sicher zu meinen liebsten Büchern 2022 gehören.

Matt Haig – Die Mitternachtsbibliothek
Originaltitel: The Midnight Library (September 2020)
Droemer, 1. Februar 2021
ISBN 3426282569
318 Seiten
Gebunden; 20,00 Euro

Alice Oseman – Heartstopper – Volume 1

Mitten ins Herz gestolpert

Dass Charlie schwul ist, weiß die ganze Schule. Dagegen ist Nick, der Star der Rugbymannschaft, so straight wie eine Goalline. Glaubt Charlie. Aber dann entwickelt sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Jungen. Charlie weiß sofort, dass er in Nick verknallt ist. Nick braucht ein bisschen länger, bis ihm klar wird, dass er Jungen genauso heiß findet wie Mädchen – besonders Charlie. (Klappentext)

Schon länger sehe ich auf Instagram begeisterte Rezensionen zu der englischsprachigen Ausgabe von Heartstopper. Als mir dann die deutsche Neuerscheinung als Rezensionsexemplar angeboten wurde, war ich neugierig.

Die Geschichte von Charlie und Nick entfaltet sich zwar auf 285 Seiten, liest sich dadurch, dass es eine Graphic Novel ist, aber sehr schnell.
Die Zeichnungen fand ich sehr schön, deutlich und passend. Doch sie waren fast nichts im Vergleich zur Story, in die ich mich sehr verliebt habe!

Charlie und Nick waren Nebencharaktere in „Solitaire“ von Alice Oseman und begeisterten die Leser sehr. Also entschied sie sich, ihre Geschichte zu Papier zu bringen – sowohl den Text als auch die Bilder.

Charlie lebt offen schwul, Nick war bisher nur in Frauen verliebt. Doch aus einer guten Freundschaft zwischen den beiden entwickelt sich langsam mehr und es war wahnsinnig schön, das zu beobachten. Ich konnte mich so gut hineinversetzen in die ersten überraschenden Berührungen, die Aufregung, ob man den anderen auf der Party trifft, das erste Händchenhalten. Es war zuckersüß und vollkommen aus dem Leben gegriffen. Dabei wird aber auch nichts überstürzt.

Doch auch andere Themen wie Mobbing gegen Schwule, Vorurteile oder sexuelle Übergriffe und Bedrängnis werden behandelt. Das Buch kratzt also nicht nur an der zuckersüßen Oberfläche.

Charlie und Nick waren dabei einfach auch zwei tolle Charaktere, bei denen es doppelt Spaß machte, ihre Story zu verfolgen. Lieb, klug, lustig – und einfach super geeignet zum Mitfiebern.
Man trifft aber natürlich auch auf den einen oder andern – hauptsächlich männlichen – Charakter. Manche waren auf Anhieb unsympathisch, manche cool. Eine durchwachsene Mischung, die das Lesen spannend macht.

Auf Englisch gibt es schon 4 Teile, der zweite auf Deutsch soll im Herbst 2022 erscheinen und ich freue mich schon wirklich darauf!

Alice Oseman – Heartstopper – Volume 1
Originaltitel: Heartstopper – Volume One (Februar 2019)
‎Loewe, 12. Januar 2022
ISBN 3743209365
286 Seiten
Gebunden; 15,00 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war?

Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland auf, und dies ist seine wirklich wahre Geschichte…

Der elfjährige Nikolas begibt sich auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu suchen. Und er gerät mitten hinein in eine magische Welt, bevölkert mit Wichteln, Elfen, Trollen – und natürlich Rentieren. (Klappentext)

Das Buch „Ein Junge namens Weihnacht“ ist 2016 erstmals auf Deutsch veröffentlicht worden. Diesen Winter kam die Verfilmung in die Kinos, weswegen es eine Neuauflage als „Buch zum Film“ gibt, die ich als Rezensionsexemplar erhalten habe. Und ich konnte es kaum erwarten, das Buch zu lesen, denn auch wenn ich dieses Jahr nur ein weiteres Buch von ihm gelesen habe, ist Matt Haig für mich die Entdeckung des Jahres. Nächstes Jahr folgen definitiv weitere Bücher von ihm.

Nikolas lebt einsam und abgeschieden – und vor allem sehr arm – mit seinem Vater in einer Hütte irgendwo in Finnland. Doch großer Reichtum steht bevor. Dafür muss der Vater nur dem König beweisen, dass es Wichtel wirklich gibt. Also zieht er mit ein paar Männern los, um den Ort Wichtelgrund zu suchen, und kommt nicht mehr zurück. Nachdem Nikolas Monate mit seiner fiesen Tante zuhause ausgehalten hat, macht er sich auf die Reise, um seinen Vater zu finden. Dabei begleitet ihn nicht nur die zahme Maus Miika, sondern er begegnet allerlei wundersamen Wesen und erlebt viele Gefahren, um dort anzukommen, wo er sein soll.

Ich dachte, das Buch wäre ein Kinderbuch, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Klar, es gibt diese einfache, humorvolle, lockere Sprache, einen Jungen als Hauptfigur, Elfen, Wichtel und Trolle und vor allem die tollen Illustrationen von Chris Mould, aber es gibt auch vieles, was ich kleinen Kindern nicht vorlesen würde. Nikolas Mutter ist tragisch ums Leben gekommen, sein Vater verlässt ihn, seine Tante ist grausam, Köpfe explodieren, mit Glück kommen Menschen ins Gefängnis, mit Pech sterben sie, Kinder werden entführt… Mit lockeren Worten werden harte Tatsachen ausgesprochen.
Für mich war das ok und machte auch den Reiz und die Spannung aus. Aber das sollte man vielleicht wissen, wenn man das seinem Vierjährigen als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen will.

Nikolas ist eine Figur, die ich gern begleitet habe. Er ist lieb und klug und im angenehmen Rahmen bemitleidenswert. Nur leider stößt er im Laufe der Geschichte auf wahnsinnig viele Menschen – und Elfen, Trolle, Tiere und Wichtel -, die ihm nichts Gutes wollen. Nie ist er sicher und deswegen gibt es allerhand Wendungen und Überraschungen.

Die Idee dahinter fand ich vor allem aber super. So viele Eigenheiten des Weihnachtsmanns wurden logisch erklärt und ich mochte, wie Haig das alles Eingewoben hat. Ab und zu blitzte der Gedanke: „Ach so war das…“ bei mir auf, bis ich mich wieder daran erinnerte, dass alles Fiktion ist.

Ich mochte das Buch, die Idee und zumindest Nicolas sehr. Nur diese ständige Bosheit hat mich irgendwie irritiert und nahm manchmal etwas von dem Wunder und Zauber des Buchs.

Matt Haig – Ein Junge namens Weihnacht
Originaltitel: A Boy Called Christmas (November 2015)
‎dtv, 17. September 2021 (Deutsche Erstausgabe: 14. Oktober 2016)
ISBN 3423086734
268 Seiten
Taschenbuch; 11,00 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Horst Evers – Früher war mehr Weihnachten

Horst Evers erzählt die schönsten Weihnachtsgeschichten: Er berichtet von traumatischen Erlebnissen mit dem Weihnachtsmann und testet Geschenkideen, von Ich-selbst-ganz-nackig-mit-Schleife bis zur Smartphone-Stirnhalterung. Was nach drei «alkoholfreien Glühwein mit Schuss» auf der Eisbahn passiert, ist so lehrreich wie das, was uns der Romantik-Autodidakt für unsere Liebsten ans Herz legt. Und es bleibt Zeit für etwas Völkerkunde: Warum haben Eskimos dreißig Wörter für Schnee, aber keins für Schadenfreude? So komisch war Weihnachten noch nie – oder, wie Horst Evers es formuliert: «Trotzdem fand ich’s als Erfahrung natürlich super.» (Klappentext)

Dieses Büchlein hätte normalerweise nie meine Aufmerksamkeit erregt. Ich habe zwar sogar seit vielen Jahren ein anderes von Horst Evers auf dem SuB liegen – „Wäre ich du, würde ich mich lieben“ – und ich sehe natürlich hier und da auch seine anderen Bücher, aber weiter kam ich noch nicht. Doch als ich letztens mit meinem Vater im Buchladen war, sah er sich „Früher war mehr Weihnachten“ lange an, entschied sich dann aber dagegen. 8 Euro für die paar Seiten sind aber auch ein Preis, den man zahlen wollen muss. Als ich das Buch ein paar Tage später zufällig als Mängelexemplar sah, habe ich es direkt für meinen Vater mitgenommen, vorab aber fix noch selber gelesen.

Ich habe mir die 13 Weihnachtsgeschichten über ein paar Tage aufgeteilt und sie nicht alle am Stück gelesen. Sie sind recht verschieden, teilen sich aber eines: den Humor. Ich musste wirklich viel lachen dank der trockenen, sarkastischen Art, in der Evers pointiert erzählt. Die Geschichten sind zwischen vier und acht Seiten und damit super geeignet für mal ganz kurz zwischendurch.

Die Geschichten, die sich titelgebend natürlich alle um Weihnachten drehen, mal allgemeine Gedanken zum Fest, mal konkrete Erlebnisse beschreiben, sind alle vorher schon in den verschiedenen Büchern von Evers erschienen. Dies ist also nur eine thematische Sammlung.

Für mich, die die Lust an Weihnachten schon vor vielen Jahren verloren hat, waren die kurzen, lustigen, weihnachtlichen Storys richtig klasse.

Horst Evers – Früher war mehr Weihnachten
Rowohlt, 20. Oktober 2017
ISBN 3499291584
79 Seiten
Gebunden; 8,00 Euro

Thorsten Steffens – Klugscheißer Supreme

Klugscheißer Timo Seidel hat nach vier Jahren sein Lehramtsstudium beendet. Doch nun steht ihm die schwerste aller Prüfungen bevor: das von allen Seiten gefürchtete Referendariat.
Schmerzlich stellt Timo fest, dass er sich trotz Berufserfahrung wieder einmal den Respekt des Kollegiums, der Schulleitung und vor allem der Schülerschaft hart erkämpfen muss. Da sind für einen Klugscheißer wie Timo natürlich Pleiten, Pech und Pannen vorprogrammiert… (Klappentext)

Dieser Bucherscheinung fieberte ich schon einige Monate entgegen – und gleichzeitig nicht. Denn nun liegt er hier, der letzte Teil der Trilogie um Timo und ich bin absolut nicht bereit, ihn gehen zu lassen.

Nachdem Timo in „Klugscheißer Royale“ über Umwege Lehrer an einer Abendschule wird, entscheidet er sich im zweiten Teil, „Klugscheißer Deluxe“ dazu, doch noch ein Lehramtsstudium zu beginnen. Im dritten Teil hat er das nun beendet und es beginnt der letzte Teil auf dem Weg zum voll ausgebildeten Lehrer: das Referendariat.

Es hat mir wieder unfassbar viel Spaß gemacht, den (ehemaligen?) Klugscheißer auf seinem Weg zu begleiten. Ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, denn dazu eignet es sich einfach auf ganzer Linie.
Ich konnte es kaum erwarten, immer mehr von Timos Erlebnissen zu erfahren. Weitere Schüler und Kollegen in der neuen Schule kennenzulernen, zu sehen, wie er sich den Problemen stellt, Erfahrungen sammelt, Stunden gestaltet und eigene Prüfungen übersteht.
Neben seiner Arbeit an der Schule muss er aber auch noch ein Seminar zum Referendariat besuchen. Und auch das bringt ihn mit allerhand seltsamen Personen zusammen.
Dazu kommt natürlich auch noch sein Privatleben, das auch nicht immer ganz reibungslos läuft.

Ich habe – und das ist super selten bei mir – so oft gelacht, gegrinst oder belustigt aufgeschnaubt. Das lag vor allem an Timos Art, die Thorsten Steffens einfach so gut widergeben kann. Timo ist nämlich weitläufig sprachbegabt. Er verbessert nicht nur andere bei falscher Grammatik, er geht selber auch zum einen gekonnt mit der Sprache um, nutzt Neologismen und treffende Beschreibungen, ist zum anderen aber auch sehr sarkastisch und hat einen trockenen Humor. Seine Art trifft total mein Humorzentrum.

Doch nicht nur Timo ist eine tolle Figur, sondern auch alle Personen sind spannend zu verfolgen. Die Bandbreite ist sehr groß: von sehr lieben besten Freunden über sehr spezielle Kollegen bis hin zu schwierigen Schülern und fiesen Bekannten. Alles gibt es und doch wirkt nichts drüber oder unnatürlich.

Ich bin ein großer Fan der Reihe. Und ich bin traurig. Ich möchte wirklich mehr von Timo lesen. Ich möchte mit weiteren Storys aus seinem (Lehrer-)Alltag belustigt und auch, und das kommt definitiv nicht zu kurz, berührt werden. Ich wurde mitgenommen, überrascht, erheitert.
Aber vielleicht muss man aufhören, wenn es am schönsten ist.

Wenn ihr euch auch überzeugen wollt, findet ihr noch ein paar mehr Infos, unter anderem eine Leseprobe, auf der dazugehörigen Website des Autors: Klugscheißer Supreme.

Thorsten Steffens – Klugscheißer Supreme
Piper, 30. September 2021
ISBN 3492504590
271 Seiten
Taschenbuch; 15,00 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Klugscheißer Royale
2. Klugscheißer Deluxe
3. Klugscheißer Supreme

Stefanie Hasse – Matching Night – Liebst du den Verräter?

Eine verschwundene Studentin
Zwei undurchschaubare Lügner
Und mehr als ein dunkles Geheimnis

Cara sollte überglücklich sein: Sie hat die Matching Night überstanden und gehört nun zur exklusiven Studentenverbindung der Ravens. Doch sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann, denn zwei Lügner haben sich in ihr Herz geschlichen. Der eine hat sie mit seinen Berührungen und Küssen verrückt gemacht und dabei die ganze Zeit nach seinen eigenen Regeln gespielt. Dem anderen hat sie vertraut – bis sie sein furchtbares Geheimnis entdeckte. Ein Geheimnis, das nicht nur das noble St. Joseph’s College erschüttern, sondern auch Caras Leben zerstören könnte. Um das zu verhindern, ist Cara jedoch ausgerechnet auf die Hilfe der beiden Lügner angewiesen.. (Klappentext)

Nachdem ich Band 1 – „Matching Night – Küsst du den Feind“ – zugeklappt habe, musste ich direkt zum Finale der Dilogie greifen. Ich gebe aber zu, ich hatte vorab ein bisschen Probleme mit dem Marketing. Zwei Bücher, die am selben Tag erscheinen? Warum dann nicht einfach alles in eins packen? Es fühlte sich ein wenig nach Abzocke an.
Aber im Nachhinein hat es sehr gut gepasst. Die beiden Teile hängen zwar nahtlos miteinander zusammen und es war schon quasi „weiterlesen“, aber der Fokus der Geschichte ist ein ganz anderer.

Im ersten Teil musste Cara die Anwärterphase bei den Ravens überstehen, wobei sie einen Wettkampf mit einem Anwärter der Lions meistern musste. Dieses Mal geht es einzig und allein darum, herauszufinden, was mit der verschwundenen Studentin passiert ist. Beverly war in Teil 1 schon ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, doch erst in diesem Teil wird alles erzählt.
Wir erfahren, wer in Caras Umfeld wie mit der verschwundenen Amerikanerin zusammenhängt und wie eng Beverlys Geschichte mit Caras verwoben ist.

Mein größter Kritikpunkt im Reihenauftakt war Cara selbst. Ich fand sie nervig und anstrengend, doch sie hat sich deutlich entwickelt. Sie ist immer noch sie, doch in diesem Band kann ich ihr Verhalten deutlich besser nachvollziehen. Auch alle anderen Figuren, sowohl Caras beste Freundin Hannah als auch ihr bester Freund Tyler, ihr Match Josh und alle anderen Anwärter sind nicht auf der Stelle stehengeblieben. Sie alle haben sich auf die ein oder andere Weise glaubhaft verändert und weiterentwickelt.

Die Geschichte an sich fand ich etwas unspannender als die in Teil 1, wo wirklich viel passiert ist und ganz verschiedene Teile zur Story gehörten. In Teil 2 ist die Ausschmückung des Drumherum etwas schlichter.
Ich war aber insgesamt nie genervt oder enttäuscht. Ich hätte nur gern ein kleines bisschen mehr Überraschung und Spannung gehabt.

Doch alles in allem habe ich das Buch wirklich genossen. Schreibstil, Idee, Figuren – ich hatte wirklich, wirklich viel Spaß. Die Liebe kommt bei all dem auch nicht zu kurz und ich konnte wirklich mal wieder mitfiebern und das Knistern zwischen den Figuren nachempfinden.
Ich hatte in letzter Zeit selten so viel Spaß mit Büchern wie mit den beiden Matching-Night-Teilen. Kann man wirklich sehr, sehr gut lesen. Das Finale bekommt von mir etwas mehr Punkte als Teil 1, ich fand lediglich das Thema etwas schwächer.

Stefanie Hasse – Matching Night – Liebst du den Verräter?

Ravensburger, 04. Januar 2021
ISBN 3473402036
342 Seiten
Gebunden; 16,99 Euro

Reihenfolge der Bücher:

1. Matching Night – Küsst du den Feind?
2. Matching Night – Liebst du den Verräter?

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