Jake Williams – Darwins große Reise – Die Entdeckung der Natur

Dieses grandios illustrierte Buch stellt Charles Darwins bahnbrechende Reise auf der Beagle vor, seine größten Abenteuer und seine wichtigsten Entdeckungen.

Wir begleiten den Forscher Darwin von England zu den Kapverden, nach Brasilien und Galapagos, bis Tahiti und Australien. Wir treffen Schnabeltiere, Vögel, Eidechsen, riesige Faultiere und vieles mehr und lernen dabei, die Natur mit eigenen Augen zu entdecken. (Klappentext)

Ebenso wie den Heldenatlas aus dem Midas-Verlag durfte ich auch dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Ich habe mich zuvor nie mit Kindersachbüchern auseinandergesetzt, aber als die Anfrage dazu kam, empfand ich es als wunderschöne Möglichkeit, Kindern Wissen nahezubringen.

Da saß ich plötzlich mit diesem Buch über Charles Darwin und musste feststellen – ich weiß eigentlich gar nichts über ihn. Wenn ich an Darwin denke, denke ich an „Survival of the Fittest“ und ein wenig Evolutionstheorie. Aber wie er seine Erkenntnisse genau gewann und vor allem wann und wo, darüber habe ich mich nie informiert. Umso schöner, dass ich es nun mit diesem Buch nachholen konnte.

Auf 96 Seiten wird alles Relevante prägnant und für Kinder erfassbar zusammengefasst. Es gibt einen kleinen Einblick in Darwins Kindheit, Interessen und seinen Werdegang, bis seine Forschungsreise auf der H. M. S. Beagle begann. Bevor man – beziehungsweise Darwin – bei den Tieren ankommt, gibt es eine Einführung zum Schiff, bekommt Bilder und Details und kann sich so richtig vorstellen, wie er in den Jahren auf dem Schiff gelebt hat. Renovierungen, Ausrüstung, Aufbau der Räumlichkeiten – alles wird kurz aufbereitet.

Und dann geht es auch schon los. Die große Reise wird in acht Kapiteln nachgezeichnet beleuchtet so die großen Stationen. Und zwischen den hübschen Landkarten-Bildern liegt das Herzstück des Buches. Einzelne Tiere und Orte werden herausgesucht und näher vorgestellt. Die Bilder stehen jeweils im Zentrum, doch in den kurzen Texten findet alles Relevante Raum. Und man ahnt es – auch als Erwachsener kann man hier allerhand lernen. Von den kleinen Glühwürmchen bis zu den großen Tintenfischen gibt es so viel Spannendes zu entdecken. Zwischendrin werden die Tiere ergänzt um Infos zu ihren Lebensräumen, Neuigkeiten von Darwins Reise oder allgemeine Fakten zu Tieren.

Die Texte und die Gestaltung des Buches stammen von dem mehrfach prämierten englischen Illustrator, Designer und Animationsprofi Jake Williams. 2017 erhielt er für seine digitalen Zeichnungen, die mit ihren Details und ihrer Farbigkeit überzeugen können, den Preis „Designer of the Year“ vom renommierten Business Design Center London.

Die Bilder haben mich alle für sich auch wirklich begeistert. Sie sind in einem einfachen, comichaften Stil und stehen damit in einem tollen Kontrast zu all den Infos, die das Buch enthält. Oft habe ich noch einmal nach vorn und nach hinten geblättert, weil ich die Aufmachung so gern mag.

96 Seiten mit geballtem Wissen über Charles Darwin und vor allem über spannende Tiere. Das gefällt sicher Kindern – und den Eltern dazu. Toll zum Vorlesen, gemeinsam Entdecken und Staunen. Ich bin ganz verblüfft von diesem Buch.

Jake Williams – Darwins große Reise – Die Entdeckung der Natur
Originaltitel: Darwin’s Voyage of Discovery (Oktober 2019)
Midas Verlag, September 2019
ISBN 978-03876-151-8
96 Seiten
Gebunden; 19,90 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Lieblingsautoren #1: Sebastian Fitzek


Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: Mitten in meiner prächtigsten Mängelexemplar-Jagd-Phase stand ich in einem kleinen Thalia und wühlte mich durch eine Kiste. Da sah ich das Buch „Der Seelenbrecher“ und zog es heraus. Irgendwas klingelte bei dem Titel. Ganz weit hinten.
Eigentlich hatte ich bisher noch keine Psychothriller gelesen – und eigentlich war ich auch erst ganz neu im Vielleser-Business. Ich hatte schon immer gern gelesen, aber nie so richtig viel. Als Jugendliche lieh ich immer mal Bücher in der Bibliothek aus, aber umso älter ich wurde, umso weniger las ich. Und dann lernte ich in meiner Ausbildung eine Freundin kennen, die immerzu und ständig las und so voller Leidenschaft darüber redete, dass ich auch so richtig Lust auf Bücher bekam.
Dann kaufte ich sie exzessiv, aber bei den aktuellen Autoren kannte ich mich nicht aus. Doch als ich da so vor der Mängelexemplar-Kiste stand, klingelte es nicht nur beim Titel, sondern auch beim Autorennamen. Also nahm ich das Buch kurzerhand mit. Und warum auch immer: Anders als andere Bücher aus dieser Zeit fristete es sein Dasein nicht auf meinem SuB, sondern wurde bald gelesen.
Auch dazu sind meine Erinnerungen frisch wie bei kaum einem anderen Buch. Meine Eltern waren gerade zu Besuch und am nächsten Morgen musste ich eine Klausur in der Berufsschule schreiben, für die ich noch nicht gelernt habe. Aber es wurde 24 Uhr, 1 Uhr, 2 Uhr und ich las und las und las. Ich konnte erst aufhören, als das Buch vorbei war. Und so gern ich bisher gelesen habe, so einen Rausch kannte ich noch nicht. Ich hatte ernsthaft Herzklopfen vor lauter Aufregung beim Lesen. Ein paar schwarze Buchstaben auf weißem Grund trieben meinen Puls so in die Höhe.
Das war der Start für meine große Fitzek-Liebe. Seitdem kaufe ich alle seine Thriller beziehungsweise bekomme sie meistens kurz nach ihrem Erscheinen zum Geburtstag geschenkt.

Nicht alle Bücher mochte ich bisher gleich. „Noah“ und „Der Augenjäger“ fand ich sogar relativ schwach. Trotzdem lasen sich auch diese Bücher immer schnell und gut und ich blieb nach dem Zuklappen glücklich zurück. Doch an meinen ersten Fitzek kam keines mehr heran. Jedes seiner Bücher muss sich mit dem „Seelenbrecher“ vergleichen lassen und bisher gewann er jedes Mal.
Aber seine Bücher sind es für mich. Es. Das Ultimum (im Thrillerbereich). Herzbücher auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Herzklopfbücher. Selbst wenn ich keine Lust auf Lesen habe, denke, dass ich auch keine Zeit habe – wenn ich tief in einer Leseflaute stecke – jeden Fitzek lese ich immer noch in kürzester Zeit.

Ja, ich verschlinge seine Bücher. Ja, ich gehe auf seine Lesungen. Ja, ich mag ihn. Ja, Sebastian Fitzek gehört in die Riege meiner Lieblingsautoren.

Einen kleinen Zusatz muss ich aber machen: Seine Kinderbücher sind noch nicht so wirklich in meinen Fokus gerückt, obwohl ich nicht ausschließe, dass ich sie später meiner Tochter kaufen werde. Nur sein „Lebensratgeber“ „Fische, die auf Bäume klettern“ reizt mich so gar nicht.

Meine bisherigen Fitzek-Rezensionen findet ihr hier:
– Die ersten Bücher las ich vor dem Blogstart, weswegen ich nicht alle von ihm rezensiert habe –
Fitzek, Sebastian – Der Augensammler
Fitzek, Sebastian – Der Augenjäger
Fitzek, Sebsatian/Tsokos, Michael – Abgeschnitten
Fitzek, Sebastian – Der Nachtwandler
Fitzek, Sebastian – Noah
Fitzek, Sebastian – Passagier 23
Fitzek, Sebastian – Das Joshua-Profil
Fitzek, Sebastian – AchtNacht
Fitzek, Sebastian – Das Paket

Ich lese jetzt „KRYONIUM“ von Matthias A. K. Zimmermann

Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen, keine Rezensionsexemplare mehr anzunehmen, aber als die Infos zu KRYONIUM reinkamen, konnte ich nicht widerstehen. Das Buch klang zu spannend.

Der Erzähler ist an einem unbekannten Ort und ohne Erinnerungen. Er weiß nur, er will fliehen aus diesem rätselhaften, verworrenen Schloss. Dazu muss er jedoch einige Risiken eingehen.

Erster Satz:
„Es war der heimliche Gedanke an eine Flucht, über den ich immerwährend nachdachte; die Flucht von diesem mir unbekannten Ort.“

Miralda Colombo & Ilaria Faccioli – Heldenatlas

101 unglaubliche Abenteuer von außergewöhnlichen Frauen und Männern, die mit ihren Ideen, ihrem Mut, ihrem Genie und ihrer Kreativität unvergessliche Zeichen in der Weltgeschichte hinterlassen haben. In diesem Buch findest du Künstler, Genies, Schriftsteller, Gelehrte, Mutige und Visionäre. Manche kennst du sicher schon, denn sie sind weltberühmt. Nach ihnen wurden Straßen und Plätze benannt. Von anderen hast du vielleicht in der Schule gehört, wieder andere kennst du wahrscheinlich noch nicht, weil sie nicht so berühmt sind. Aber auch sie haben ihren Beitrag für die Welt geleistet, in der wir leben. (Klappentext)

Seit einer Weile zieht es mich in Bücherläden eher in die Kinderecke. Daher habe ich mich wahnsinnig gefreut, als die Anfrage für Rezensionsexemplare zu Kindersachbüchern kam. Eines davon möchte ich euch hier vorstellen.

Von Konfuzius bis Mark Zuckerberg, von Hatschepsut bis Malala Yousafzai – es werden so viele unterschiedliche Helden und Heldinnen vorgestellt, die in ihrem Leben und für unsere Welt so viel geleistet haben.

Es gibt sechs übergeordnete Kategorien, deren Einleitung jeweils eine Weltkarte zeigt, auf denen die einzelnen Helden und Heldinnen verortet werden können.
Die Einträge unterscheiden sich dann in ganzseitig und halbseitig, wobei die ganzseitigen zusätzlich mit einem Zeitstrahl daherkommen.
Doch egal, ob eine Person auf einer Seite oder einer halben vorgestellt wird: Es ist alles so schön gestaltet, dass es allein schon Spaß macht, durch das Buch zu blättern.
Noch bevor ich überhaupt den ersten Satz gelesen hatte, waren meine Augen ganz groß. Allein mit seinem großen Format wirkt das Buch wie ein Atlas. Als ich es aufschlug, war ich begeistert von den Bildern, denn obwohl der Comicstil einfach und nahezu flächig ist, kann man (fast) jeden auf Anhieb erkennen. Zumindest die Personen, die man kennt.

Neben der schönen Optik mit der liebevollen Gestaltung und der Haptik durch das feste, wertig wirkende Papier überzeugt mich das Buch vor allem mit der Auswahl der Helden und Heldinnen. Ich würde mir selber eine wirklich gute Allgemeinbildung zuschreiben, aber viele Namen waren mir gänzlich unbekannt.
Natürlich, die großen Namen sind dabei: Coco Chanel, Galileo Galilei, William Shakespeare, Eva Perón, Jeanne d’Arc oder Leonardo da Vinci sind nur einige davon. Aber wer kennt Miriam Makeba, Hypatia, José Mujica, Junko Tabei oder Muhammad Yunus? Dabei haben sie alle so spannende und großartige Dinge gemacht.

Allein dadurch entkräftet das sofort das einzige Argument, das man gegen das Buch bringen könnte: Die Infos sind ja alle schnell im Internet herausfindbar. Aber wer sucht nach Menschen, die er nicht kennt?
Die Personen stellen sich in den Texten alle selber vor, sprechen in der Ich-Form und geben einen Überblick über ihr Leben und ihre Leistungen.

Grundsätzlich ist das Buch für ältere Kinder gedacht, aber auch als Vorlesebuch kann ich mir das toll vorstellen. Die Texte sind kurz und anhand der Bilder können schon die Jüngsten erahnen, was die Person geleistet hat oder was sie ausmacht. Darüber hinaus könnte man auch toll mit den Kinder rätseln, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn Marco Polo nicht so viel gereist wäre, wenn die Gebrüder Lumière nicht das Kino erfunden hätten oder wenn Johannes Gutenberg nicht den Buchdruck erfunden hätte.

Ganz am Ende, da darf das Kind sich selber dem Atlas hinzufügen, sich malen und seine Geschichte aufschreiben. Was für eine wundervolle Idee!

Ich bin so begeistert von dem Buch. Ich liebe es!
Der Heldenatlas ist erst seit wenigen Tagen in meinem Besitz und ich habe ihn jetzt schon so vielen Menschen empfohlen. Freunden, Verwandten, Bekannten – mit Kindern oder ohne. Ich finde, es lohnt sich so sehr, dieses Buch zuhause zu haben, darin zu blättern und große Persönlichkeiten zu entdecken. Und auch wenn es für Kinder gedacht ist, selbst die Erwachsenen können da viel lernen! Oder wer sind gleich nochmal Claudette Colvin und Wangari Maathai? .

Miralda Colombo & Ilaria Faccioli – Heldenatlas
Originaltitel: Vite straordinarie (Oktober 2018)
Midas Verlag, 25. September 2019
ISBN 3038761508
95 Seiten
Gebunden; 25,00 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Elizabeth Acevedo – Poet X

Xiomara hat ihre Worte immer für sich behalten, so wie ihre strenggläubige Mutter es verlangt. In ihrem Viertel in New York übernehmen stattdessen Fäuste das Reden. Doch X hat Geheinisse: ihre Gefühle für Aman aus ihrer Klasse; ihr Notizbuch voller Gedichte, das sie unter dem Bett versteckt – und ein Slam-Poetry-Club, der all diese Geheimnisse ans Licht bringen wird. Denn auf der Bühne bricht Xiomara schließlich ihr Schweigen und verlangt, von allen gehört zu werden. (Klappentext)

Dieses Buch war ein absoluter Spontankauf im letzten Jahr. Es reizte mich schon so lange, also zog ich es jetzt spontan vom SuB, obwohl eigentlich andere Bücher dringender gelesen werden müssen.

Xiomara ist ihrer Meinung nach zu groß und zu kurvig für ihr Alter. Doch den obszönen Sprüchen der Jungs begegnet sie mit ihren Fäusten. Ihrer strenggläubigen Mutter hat sie jedoch deutlich weniger entgegenzusetzen. Sie soll sich um den Haushalt kümmern. Sie soll zum Kommunionsunterricht gehen. Sie soll still sein und sich zügeln. Xiomara sucht einen Ort, an dem sie ihre Gedanken lassen kann und findet ihn im Schreiben von Gedichten.

Die Wichtigkeit des Themas der Poesie erkennt man schon in der Form des Buches. Es gibt keine Prosa, sondern jedes Gespräch, jede Situation ist in Versform verfasst. Dabei gibt es keine Beschreibungen von Personen oder Räumlichkeiten, kein großes Abschweifen – X bleibt im Geschehen. Die Sätze sind kurz, abgehackt, passen sich der Form an.
Doch gerade diese Versform, die einen schon anspringt, wenn man das Buch das erste Mal aufklappt, hat eine falsche Erwartung in mir ausgelöst. Ich hoffte, relativ schnell Gedichte von Xiomara, von Poet X, zu lesen. Doch auch wenn die Form und die klaren, kurzen Sätze dafür sprechen: Gedichte bekommt man nicht ernsthaft zu lesen. Es reimt sich nichts, es gibt keine wiederkehrenden Muster, die man von hiesigen Poetry Slammern gewohnt ist.
Es ist einfach Xiomaras Leben. Verknappt.

Leider ist dieses Leben der Hauptbestandteil des Buches. Auch wenn Xio schreibt, um vor ihren Erlebnissen in der Schule und der Familie fliehen zu können – diese Erlebnisse nehmen fast die vollständige Geschichte ein.
Vor allem die Religiosität ihrer Mutter, die schon an Fanatismus grenzt, ist Dreh- und Angelpunkt des Buches. Alles muss sich an der Mutter messen lassen. Die aufkeimenden Gefühle für einen Mitschüler, der Wunsch dem Poetry-Slam-Club beizutreten und die Hoffnung, nicht an der Kommunion teilnehmen zu müssen. Immer wieder kommt es zurück auf die Mutter. Immer wieder stellt X ihre Wünsche und Begierden hintenan.
Ehrlicherweise wurde mir das schnell zu viel. Selbst wenn Xio eher meine Meinung zum Thema Religion vertritt, fühlte ich mich beim Lesen häufig in auswegloser Verzweiflung. Eingeengt von der Mutter. Demnach gut gemacht von Elizabeth Acevedo. Aber es nervte mich auch und brachte mich zum Kopfschütteln.

Letztlich ist es das: Ein Buch, das im Namen und in der Form „Poesie“ schreit und das dann keine Gedichte zeigt. Man erfährt von all den Gedichten, die Xiomara schreibt und vorträgt, bekommt aber selber keins zu Gesicht. Dafür erfährt man viel über die Einschränkungen, die ein junges, dominikanisches Mädchen mit einer strenggläubigen Mutter erlebt.
An vielen Stellen hat mich das Buch deswegen frustriert.

Aber trotz allem, trotz zu viel Religion und zu wenig Poetry Slam mochte ich das Buch irgendwie. Ich mochte Xiomara, denn obwohl sie auch gern ihre Fäuste sprechen ließ, konnte ich ihre Beweggründe verstehen. Ich mochte, wie schnell sich das Buch lesen lies und dass die Versform etwas Besonderes mit der Sprache machte. Das Negative, mein Kopfschütteln und Genervtsein kann ich aber nicht außer Acht lassen. Daher gibt es .

Elizabeth Acevedo – Poet X
Originaltitel: The Poet X (März 2018)
Rowohlt Taschenbuch, 20. August 2019
ISBN 3499001861
351 Seiten
Broschiert; 15,00 Euro

Ich lese jetzt „Poet X“ von Elizabeth Acevedo

Dieses Buch war im letzten Herbst ein absoluter Spontankauf.
Noch nie davon gehört, keine Rezensionen dazu gelesen – und doch blieb es auf den ersten Blick im Kopf. So sehr, dass es nach ein paar Tagen hier einzog.

Xiomara kann nur auf der Bühne sagen, was sie denkt. Denn da, wo sie lebt, sprechen eher Fäuste. Doch sie will gehört werden.

Erster Satz:
„Der Sommer ist dafür gemacht, die Zeit auf Treppenstufen zu verbringen.“

R. L. Stine – Schattenwelt – Das Gruselmuseum

Kampf mit dem Zauberschwert
Endlich ist sie da, die alte Ritterrüstung aus England! Sie soll die Attraktion des Gruselmuseums in der Fear Street werden. Aber Mikes Begeisterung ist nicht von langer Dauer: Bildet er es sich nur ein, oder schimmert da tatsächlich ein geheimnisvolles Licht durch das Visier? Und wieso wird er das unbehagliche Gefühl nicht los, beobachtet zu werden? Ehe er sich versieht, steckt Mike mittendrin in einem Kampf gegen magische Kräfte. (Klappentext)

Als Kind habe ich super gern die Fear-Street-Bücher von R. L. Stine gelesen und deswegen lieh ich sie regelmäßig aus der Bibliothek. Vor ein paar Jahren hatte ich eine Phase, in der ich mir einige Bücher der Reihe kaufte. Als ich in einem Ein-Euro-Laden dieses Buch hier fand, nahm ich es direkt mit.
Was ich vorher nicht wusste, beim Lesen aber direkt feststellte: „Schattenwelt“ ist für ein (noch) jüngeres Publikum als „Fear Street“.

Mike ist zwölf Jahre alt und verbringt seine freie Zeit im Gruselmuseum seines Vaters, das praktischerweise das komplette untere Stockwerk ihres Hauses einnimmt. Bald soll die neue Ritterrüstung ankommen, die Onkel Basil aufgetrieben hat. Spuken soll sie und das würde das neue Museum in der Fear Street finanziell sicher gut dastehen lassen. Doch dass sie lebensgefährlich wird, damit hatte Mike nicht gerechnet.

Das Buch ist mit 125 Seiten sehr kurz. Ohne viel Schnickschnack dreht sich alles um den einzigen Erzählstrang rund um die Rüstung.
Es wird kurz beschrieben, welche Ausstellungsstücke das Museum für seine Besucher bereithält, aber ansonsten spielen Äußerlichkeiten keine Rollen – weder die der Personen noch des Hauses.

Die Story ist demnach sehr einfach und klar gehalten. Und trotz dieser Einfachheit schaffte R. L. Stine es kurzzeitig, dass es mich ganz leicht gruselt. Aber eben genau so leicht, dass es für Kinder wohlig kribbeln wird. Spannend bleibt es für sie allemal.

Für ein erwachsenes Publikum hielt sich die Spannung in Grenzen. Auch der Kampf gegen die magischen Kräfte war nun keine epische Schlacht. Trotzdem war beides eine nette Kombination, um das Buch mal kurz in einem Rutsch durchzulesen, so wie ich es getan habe.

Das war mein erstes Buch der Schattenwelt-Reihe – und wird wahrscheinlich auch mein letztes bleiben. Auch wenn ich es in einem Rutsch gelesen habe, hat es mir zu wenig gegeben. Ich bin der Zielgruppe einfach mehr als deutlich entwachsen. Es war eine nette Geschichte um einen netten Jungen, der einen nicht so netten, magischen Ritter bekämpfen muss.
Für Kinder ist das ein tolles Buch, da bin ich sicher. Da gibt es dann Abenteuer, Spannung und Magie zu entdecken. Für mich war das eine vollkommen okaye Lektüre für mal ganz fix zwischendurch.

R. L. Stine – Schattenwelt – Das Gruselmuseum

Originaltitel: Fright Knight
Loewe, 2002
ISBN 3785541821
125 Seiten
Gebunden
(Neu nicht mehr erhältlich)

Andere Bücher des Autoren:
Fear Street – Das Skalpell – Originaltitel: The Knife
Fear Street – Die Falle – Originaltitel: Wrong Number 2
Fear Street – Die Mutprobe – Originaltitel: The Thrill Club
Fear Street – Eingeschlossen – Originaltitel: Ski Weekend
Fear Street – Falsch verbunden – Originaltitel: Wrong Number

Ich lese jetzt „Schattenwelt – Das Gruselmuseum“ von R. L. Stine

Nachdem ich bei meinem Leseziel eher scherzhaft gesagt habe, dass ich am besten einfach ganz viele kurze Bücher lese, um 50 Bücher in diesem Jahr zu schaffen, habe ich mir tatsächlich direkt eines aus dem Stapel gegriffen.
Zum einen für das Erfolgsgefühl, ein nächstes Buch geschafft zu haben und zum anderen, weil mich die Bücher von R. L. Stine recht gut unterhalten.
Bisher habe ich aber immer nur aus der Fear-Street-Reihe gelesen. Von „Schattenwelt“ werde ich zum ersten Mal etwas lesen. Mal sehen, ob ich mit der spukenden Ritterrüstung Spaß haben werde.

Erster Satz:
„‚Wir brauchen mehr Blut!'“

Leseziel 2020

Seit über neun Jahren gibt es nun diesen Blog – und noch nicht einmal habe ich mir ein Leseziel gesetzt.
Die Anzahl der Bücher gab immer ganz schön wieder, wie aufregend es in meinem Leben zuging.
2010 habe ich zum Beispiel 49 Bücher gelesen. Ich war damals noch mitten in der Ausbildung, hatte in der „neuen“ Stadt Hamburg keinen großen Freundeskreis, führte eine Fernbeziehung und Fernsehen war schon damals nicht so meins. Also saß ich viel zuhause und habe gelesen. Mehr hatte ich quasi nicht zu tun.
2019 habe ich nur zehn Bücher gelesen. In diesem Jahr habe ich ein Kind bekommen und neben langwieriger körperlicher Heilung und einem Kind, das am liebsten auf mir gelebt hat, hatte ich abends kaum Lust, ein Buch aufzuschlagen. Ich habe mich lieber durch Serien berieseln lassen.

Auch wenn ich manches mal in meinen Jahresabschlüssen Hoffnungen geschrieben habe, vonwegen „Nächstes Jahr möchte ich mehr kaufen.“ oder „Weniger Kaufen im nächsten Jahr wäre schön!“, habe ich mir nie ein Leseziel gesetzt.
Doch gerade, nachdem ich im letzten Jahr so außergewöhnlich wenig gelesen habe, dachte ich: „Och, so jede Woche ein Buch wäre schon schön…“. Und dann ist dieses Jahr schon wieder sechs Wochen alt und ich habe erst ein Buch gelesen.
So wird das doch schon wieder nichts. Aber ich habe ja eine riesige SuB-Auswahl, vielleicht sollte ich einfach nur zu dünnen Büchern greifen. Dann könnte die 50 doch wackeln…
Spaß beiseite, nur diese Bücher werden es wohl nicht werden. Ich werde auch keine Challenge mit mir selber daraus machen. Aber die 50, die werde ich im Kopf behalten.

Januar-Liste

Der erste Monat im neuen Jahrzehnt. Na, war er bei euch besonders?
Hier war keine besondere Magie in der Luft, kein großer Neuanfang – den gab es ja schon im letzten Jahr und deswegen standen im Januar 2020 auch eher die Zeichen auf den ersten Geburtstag meiner Tochter im Februar. Damit neigt sich auch so ganz langsam meine Elternzeit dem Ende entgegen.
Aber trotzdem war der Monat toll. Das Fast-Kleinkind sagt nun gezielt „Mama“, hat zehn Zähne und läuft an Möbeln entlang. Unfassbar, dass es noch vor gar nicht allzu langer Zeit einfach still auf dem Rücken lag.

Zum Lesen kam ich kaum. Nur mein Gewinnbuch „Das Mucksmäuschen“ hat seinen Weg auf den Blog gefunden. Kinderbücher mit wenigen Zeilen auf wenigen Seiten zählt aber nicht ernsthaft als „gelesen“ und deswegen muss diese Spalte in der Monatsübersicht leider leer bleiben.

Dafür habe ich drei Bücher gekauft. Im letzten Jahr hatte ich mir vorgenommen, keine Bücher zu kaufen. Letztlich wurde es eines für 2,50 Euro aus der Kirche bei mir um die Ecke und eines, das ich von Payback-Geld bezahlt habe und deswegen als „geschenkt“ deklariert habe. Daher bin ich im Vergleich zum letzten Jahr kauftechnisch ja quasi ausgerastet. Das soll aber kein Vorbote für das Jahr werden. Viel eher soll sich mein SuB endlich mal verkleinern…

Gelesen:

Gekauft:
Ursula Poznanski & Arno Strobel – Fremd
Amie Kaufman – Gemina
John Marrs – The One

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:

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