Ich lese jetzt „Nightmares! – Die Stadt der Schlafwandler“ von Jason Segel und Kirsten Miller

Vor ziemlich genau drei Jahren las ich „Nightmares! – Die Schrecken der Nacht“ und damit den Vorgänger zu „Nightmares! Die Stadt der Schlafwandler“. Auch wenn es mir gut gefallen hat, blieb der zweite Teil im Regal stehen. Mein Freund, der mir damals die ersten beiden Teile zusammen schenkte, war verständlicherweise nicht erfreut und sogar etwas enttäuscht, dass ich sein Geschenk so stiefmütterlich behandelte.
Als ich nun ein neues Buch aus dem Regal ziehen wollte, wusste ich einfach, dass es eins seiner Geschenke sein soll.

Ich bin froh, dass ich mich für Charlie entschieden habe, der sich im ersten Teil seinen Albträumen und all den Monstern darin stellen musste und der sich nun mit Schlafwandlern aus der Nachbarstadt konfrontiert sieht.

Erster Satz:
„Es war schon fast halb elf Uhr abends, und das einzige Licht, das in der Innenstadt von Orville Falls noch brannte, kam aus den Fenstern der örtlichen Zeitungsredaktion.“

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J. K. Rowling – Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Das Originaldrehbuch

Der Naturforscher und Magizoologe Newt Scamander kehrt soeben von einer Reise zurück, die ihn auf der Suche nach seltenen und ungewöhnlichen magischen Geschöpfen einmal um die ganze Welt geführt hat. Eigentlich will er gar nicht lang in New York bleiben, doch als sein Koffer vertauscht wird und einige seiner Tierwesen daraus in die Stadt entkommen, droht allen Beteiligten Ärger und große Gefahr… (Inhalt der Titelklappe)

Ich war kein besonders großer Fan des Films. Ich mochte die Atmosphäre und die Figuren, die Story fand ich jedoch recht langweilig. Sehr schnell hatte ich sie auch vergessen. Das war auch der Grund, warum ich als Vorbereitung auf den zweiten Teil das Drehbuch lesen wollte.

Newt Scamander kommt frisch in New York an, als ihm direkt ein paar Tiere aus seinem Koffer entschwinden. Auf seinem Weg, die Tiere wieder einzusammeln, trifft er Jacob Kowalski, der sich ihm kurzerhand anschließen muss. Doch in New York geht noch etwas ganz anderes vor sich. Eine gewaltige, schwarze Energie hat sich breitgemacht, zerstört Straßen und Häuser und ist damit kurz davor ist, die Magierwelt zu verraten. Die Zauberervereinigung Macusa kämpft um den Schutz dieser Welt, Mary Lou und ihre Kirche der Zweiten Salemer möchte sie wiederum zerstören. All diesen Begebenheiten sieht sich Newt nun gegenübergestellt.

Wenige weitere Nebenstränge gibt s noch und mir persönlich war es zu viel. Nicht alles war letztlich relevant oder fügte sich in die Hauptstory ein. Vieles war einfach Vorbereitung auf die weiteren Filme, die da kommen werden.

Die Spannung der Geschichte blieb für mich auch beim Nachlesen auf der Strecke. Ob Newt die paar entfleuchten Tiere einfangen kann, war jetzt nicht so der Catcher. Es war jedoch schön von den verschiedenen Tieren an sich zu lesen. Durch den Film hatte ich ja auch schon eine genauere Vorstellung der einzelnen Wesen.
Die Frage nach der dunklen Macht war für mich an der Stelle fast schon interessanter. Die war aber wiederum nicht so schön eingeführt und bot auch nicht so viel Vorstellungsmaterial wie die phantastischen Tierwesen.

Da das Buch „nur“ ein Drehbuch ist, ist es natürlich müßig, über die Figurenzeichnung, die aufgebaute Atmosphäre oder sprachliche Feinheiten zu berichten. Die sind nämlich nicht wirklich gegeben, aber darauf war das Buch auch nicht ausgelegt. Die Beschreibung der Szenen ist dafür so gut und ausführlich, dass man sich alles soweit vorstellen kann. Natürlich noch besser, wenn man den Film schon kennt.

Überhaupt ist es gar nicht so gewöhnungsbedürftig, wie man es vielleicht denken könnte, ein Drehbuch zu lesen. Ich persönlich hätte nur früher darauf achten sollen, dass vorn schon auf das Filmbegriffe-Glossar am Ende des Buches hingewiesen wird. Dann wäre ich auf manche Abkürzungen schneller gekommen.

Schade, mich konnte die Story weder als Film, noch als Buch so richtig fesseln. Im Film war wenigstens noch die Atmosphäre dabei, die mich wirklich begeistern konnte. Das ging den sachlichen Anweisungen und Beschreibungen im Drehbuch verloren. Newt finde ich leider auch nicht so süß und sympathisch wie andere. Insgesamt fand ich die Geschichte und das Buch ganz ok und durch die tollen Zeichnungen und die Thematik der Tiere ein ganz kleines bisschen besonders. Mehr aber auch nicht.

J. K. Rowling – Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Das Originaldrehbuch
Originaltitel: Fantastic Beasts and Where to Find Them: The Original Screenplay (November 2016)
Carlsen, 14. Januar 2017
ISBN 3551556946
301 Seiten
Gebunden; 19,99 Euro

November-Liste

Im November hatte ich Geburtstag. Mein Freund weigert sich eigentlich mittlerweile, mir Bücher zu schenken, denn „Die liest du ja eh nicht!“. Er hat leider Recht, ich lese in letzter Zeit immer weniger. Dabei habe ich so tolle und lesenswerte Bücher im Regal. Nichtsdestotrotz hat er es aber geschafft, dass mir andere in diesem Jahr genau die Bücher schenkten, die ich mir gewünscht habe. Mit dem Hörbuch zum vierten Teil der Känguru-Chroniken hat er immerhin eine Hintertür gefunden, um mir doch Buchcontent zu schenken.

Gelesen:
Moritz Matthies – Guten Morgen, Miss Happy
Thorsten Steffens – Klugscheißer Royale

Gekauft:

Geschenkt:
Sebastian Fitzek – Der Insasse
Colleen Hoover – Die tausend Teile meines Herzens
Colleen Hoover – Never Never
Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Apokryphen [Hörbuch]

Rezensionsexemplare:

Und sonst so im November?

Wie bereits erwähnt: Ich hatte Geburtstag. Wie immer habe ich tolle Geschenke bekommen und ich hatte ein paar schöne Tage mit der Familie um mich. Mehr

Ich lese jetzt „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ von J. K. Rowling

Als „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ vor zwei Jahren ins Kino kam, musste ich den Film unbedingt sehen. Am Ende des Tages war ich fast ein wenig enttäuscht. Ich fand die Story doch recht lahm und Spannung kam bei mir nicht auf. Trotzdem wollte ich das (Dreh-)Buch zum Film haben.

Dieses Buch stand dann lange im Regal, bis nun der zweite Teil ins Kino kam. Als Einstimmung wollte ich vorab das Drehbuch vom ersten Teil lesen, bevor ich ins Kino gehe. Dass ich es noch in den den Film schaffen werde, bezweifele ich zwar mittlerweile, aber das Buch wollte ich trotzdem lesen.

Newt Scamander kommen in New York leider ein paar seiner Tierwesen abhanden. Auf der Suche nach den magischen Wesen stellt er jedoch fest, dass in der Stadt noch ganz andere Gefahren lauern, die defintiv aus der Magierwelt kommen…

Erster Satz:
„Ein einsames, baufälliges französisches Schloss taucht aus der Dunkelheit auf.“

8 Jahre

Am 28. Juli 2018 wurde mein Blog acht Jahre alt. Erst im Oktober ist mir aufgefallen, dass ich den Tag vergessen habe. Jetzt im Dezember habe ich Zeit und Energie gefunden, ein Foto dafür zu machen.
Der Blog ist in diesem Jahr sehr in den Hintergrund gerückt, aufgrund der vielen Dinge, die in meinem Privatleben Aufmerksamkeit verlangt haben. Deswegen bin ich auch immer noch nicht viel weiter mit der Verkündung einer Neuerung auf dem Blog, die es im letzten Jahr gab.
Er liegt er mir aber immer noch sehr am Herzen und es wird weitergehen. Und hey, bis zum neunten Geburtstag ist es ja nur noch ein halbes Jahr.

Thorsten Steffens – Klugscheißer Royale

Timo Seidel ist 28 Jahre alt und führt ein Leben ohne jegliche Ambitionen. Anstatt wie seine Freunde Karriere zu machen, ist er in seinem Studentenjob hängengeblieben. Dementsprechend uninspiriert führt er seine Arbeit aus, so dass er fristlos entlassen wird. Zu allem Überfluss hat seine Freundin Cleo beschlossen, sich von ihm zu trennen. Nun steht er also da: Ohne Freundin, ohne Job, ohne Geld und ohne Perspektive. Aus heiterem Himmel bietet sich ihm jedoch eine außergewöhnliche Offerte: Er bekommt einen befristeten Arbeitsvertrag als Lehrer. Nun ist es also offiziell: Für die kommenden sechs Monate darf Timo staatlich beauftragter Klugscheißer sein. Im öffentlichen Dienst! Vom Staat angeheuert wie James Bond! Quasi 007 Klugscheißer Royale! Schnell muss er allerdings feststellen, dass der Lehrerberuf doch ein wenig schwieriger ist als ursprünglich gedacht… (Klappentext)

Als ich die Anfrage zu diesem Rezensionsexemplar erhielt, sprach mich der Klappentext sofort an, denn – ich will es nicht leugnen – ich erkannte einige Parallelen zu meinem Leben. Die Hörprobe des Buches überzeugte mich ebenso, indem sie mich prompt zum Lachen brachte. Ich musste einfach wissen, wie Timo Seidel sein neues Leben auf die Reihe bekommt.

Timo ist sarkastisch und intelligent. Eine Kombination, die nicht zwingend auf alle Menschen sympathisch wirkt, doch ich mochte ihn sofort. Er ist nicht wirklich eigen oder spinnerhaft. Er weiß halt Dinge besser. Und das vermittelt er dem Leser meist mit einer großen Portion trockenem Humor.
Mich veranlasste das häufig zum Grinsen und Schmunzeln, doch herzhaft lachen musste ich leider nie. Die Hörprobe hatte mich mehr mitreißen können, denn die Stimmspiele, das Pausenlassen, das Augendrehen, das man förmlich hören konnte – das geht beim Selberlesen leider alles etwas verloren.

Doch nicht nur Timo war mir mit seiner Art häufig sehr, sehr nah. Das ganze Buch schien nahbar und authentisch. Bücher müssen nicht immer authentisch sein, nicht real. Aber wenn sie es sind, dann dürfen sie nicht langweilig sein. „Klugscheißer Royale“ wird das allein durch Timos Charakter und seine Meinung und Einstellung zu den Digen, die in seinem Leben passieren, nicht. Nichtsdestotrotz könnte alles genau so passieren. Eine wohlige Normalität, die humorvoll dargestellt wird.

Häufig bemängele ich an Büchern, dass sie auf kein konkretes Ziel hinarbeiten und deswegen nicht spannend sind. Auch hier fehlt – mehr oder weniger – ein Konflikt, der aufgelöst werden soll. Doch durch die humorvolle Erzählweise und Timo an sich kam keine Langweile auf. Ganz im Gegenteil: Thorsten Steffens schaffte es ohne „Ziel“ etwas Spannendes zu schaffen.
Dabei gab es auch die ein oder andere Überraschung, die ich nicht erwartet habe. Aber auch an dieser Stelle bleibt sich der Autor treu, denn das Buch ist keinesfalls übertrieben wendungsreich. Selbst bei den Überraschungen bleibt es authentisch und immer im Bereich des Möglichen.

Die Nebenfiguren schließen sich dem Konzept an. Ein paar Arbeitskollegen lernt man kennen, eine Handvoll guter Freunde, Lehrerkollegen und einige Schüler. Steffens findet ein gutes Mittelmaß an Personen – nicht so wenig, dass man denkt, der Autor würde einem ein Erinnerungsvermögen absprechen und auch nicht so viele, dass man durcheinanderkommt. Eben genau so, wie man es im echten Leben bei Timo auch hätte erwarten können.
Die Figuren an sich sind alle auf dem Boden geblieben, in ihrer Art zum Teil aber auch austauschbar. Gut, dass der Autor nicht aus jedem Charakter einen Sonderling machen wollte. Tiefe Einblicke in die Leben der anderen bekommt man aber nur äußerst vereinzelt.

Zum Ende konnte mich das Buch auch noch richtig bewegen. Das hatte ich die Zeit über nicht geahnt und darum hat es mich umso mehr überrascht. Das führte mir noch einmal vor Augen, dass in diesem humorvollen Buch ernste Themen insgesamt nicht zu kurz kamen.

„Klugscheißer Royale“ besitzt mit Timo Seidel eine klasse Hauptfigur, die man so nicht allzu häufig an Büchern antrifft. Das Buch ist humorvoll, scheut sich aber auch nicht vor ernsten Themen. In dieser Kombination liest es sich wirklich schnell.
Die Kritik, die ich habe ist fast vernachlässigbar – und zudem sehr subjektiv. Es sind Dinge, die bei mir zutreffen, bei dem Nächsten aber schon ganz anders sein können: Das Buch ist durchaus spannend und ich wollte Timos Entwicklung verfolgen, ich war aber nicht so sehr in seinem Bann, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Außerdem hätte ich gern auch mal laut gelacht. Vielleicht war ich da von der kurzen Sequenz der Hörprobe schon zu verwöhnt und bin mit der reinen Schrift nicht mehr dazu veranlasst worden.
Mir hat das Buch insgesamt wirklich gut gefallen und ich habe auch schon meinen Freund dazu gedrängt, es als nächstes zu lesen. Das habe ich bisher noch nie gemacht.

Thorsten Steffens – Klugscheißer Royale
Piper, 1. August 2018
ISBN 3492501656
231 Seiten
Taschenbuch; 12,99 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Ich lese jetzt „Klugscheißer Royale“ von Thorsten Steffens

Regelmäßig kommen Anfragen zu Rezensionsexemplaren in mein Postfach.
Die meisten sage ich ab. Vor allem, wenn ich die Autoren nicht kenne, auch wenn sie bei einem großen Verlag sind. Da geht mir bestimmt die ein oder andere Perle verloren, aber ich lese in diesem Jahr so wenig, da ist mir die Gefahr eines Flops zu groß.

Doch dann kam die Anfrage von Thorsten Steffens und was ich so über das Buch las, interessierte mich. Auf seiner Homepage fand ich eine Hörprobe zu „Klugscheißer Royale“ und die überzeugte mich zusätzlich. Ich musste schon in den ersten paar Sekunden lachen und auch die nächsten Minuten hielten mein Heiterkeitsniveau. Also nahm ich die Anfrage ziemlich begeistert an.

Ich wollte von Timo Seidel lesen, der bisher ziemlich ambitionslos in einem Callcenter gearbeitet hat und dessen Leben sich nun radikal ändern wird, nachdem ihm erst gekündigt wird und ihn dann auch noch seine langjährige Freundin verlässt.

Erster Satz:
„‹Herzlich willkommen beim ProTrend-Kundenservice.›“

Moritz Matthies – Guten Morgen, Miss Happy

«Manchmal muss man einsehen, dass man seinem Hund einfach nicht das Wasser reichen kann.»

Die meisten Hundebesitzer glauben zu wissen, was ihr treuer Freund denkt. Walter, ein Familienvater Anfang 50, findet es heraus: Seine Hündin, Miss Happy, spricht mit ihm, jeden Morgen, unter vier Augen. Und sie hat nicht nur ihre ganz eigene Sicht auf die Welt, sondern auch immer gleich eine Meinung parat. Zu Diäten, Fake News, Hundehotels, Diktaturen, Selbstbaumöbeln, Versicherungsfragen oder der Rangordnung im Familienrudel… (Klappentext)

In 37 voneinander losgelösten Kapiteln unterhalten sich Walter und seine Hündin Miss Happy über allerlei Dinge, die Mensch und Hund so im Alltag beschäftigen können. Dabei bleiben sie immer in ihrem persönlichen Kosmos – Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft finden darin so gut wie keinen Platz.
Die Geschichten sind im Schnitt sechs Seiten lang.

Eigentlich ist so ein Buch prädestiniert dafür, schnell gelesen zu werden. Kurze Kapitel, wenige Seiten und ein bisschen philosophieren über hauptsächlich seichte Themen. Mein großes Problem dabei war, dass ich die einzelnen Geschichten meistens so schlecht fand, dass ich nach einer oder höchstens drei genug für heute hatte. Nicht selten beendete ich ein Kapitel mit einem genervten Kopfschütteln, weil das Gesagte vollkommen unnötig, im Sande verlaufend und hauptsächlich unlustig war. Viele Dinge, die Miss Happy versuchte anzustoßen, blieben im hypothetischen Rahmen. Dinge, die umgesetzt werden sollten, fanden nie wieder Beachtung, der Leser erfuhr nichts von den Konsequenzen. Was durchaus nicht schlimm gewesen wäre, wenn das Buch halt witzig gewesen wäre. Ich musste aber leider nicht lachen, nicht schmunzeln, nicht grinsen.

Die Themen hätten ja auch gar nicht kritisch sein müssen. Thematisch war das grundsätzlich voll ok. Alles Dinge, die so einen Hund schon mal beschäftigen können, der hauptsächlich TV-Dokumentationen schaut und seine Familie beobachtet.
Seltsamerweise passte da aber manches nicht zusammen. Einerseits war Miss Happy äußerst gebildet, kannte sich in Menschheits- und Hundegeschichte aus und wusste auch Dinge, über die es dann doch eher selten Dokumentationen gibt. Andererseits waren ihr manches Mal die einfachsten Worte nicht geläufig, ebenso wie Dinge, die in jeder zweiten Dokumentation erwähnt werden. Das frustrierte mich. Dabei tat es auch überhaupt nicht Not, dass die Hündin erst sechs Monate alt ist. Ein paar Monate mehr hätten ihr Wissen überzeugender wirken lassen – ihr Nichtwissen dafür dann aber auch noch unlogischer.

Meine größte Schwierigkeit mit dem Buch waren aber die Charaktere. Es gibt nur zwei – und die beiden fand ich äußerst unsympathisch. Walter ist ein vollkommener Pantoffelheld, der sich regelmäßig von seinem Junghund übers Ohr hauen lässt.
Miss Happy war häufig zickig, manipulativ, arrogant und besserwisserisch. Natürlich blickte auch mal ihr Herz und ihre Sorgen für ihre Familie durch, aber das dann doch immer eher als Pointe der Geschichte, in der sie vorab schnippisch Walter gegenüber war. Und das alles mit dem Hintergrund, dass sie dem Welpenalter gerade erst entwachsen ist.

Ich hatte mich so auf das Buch gefreut. Ich bin ein Hundemensch. Ich liebe Hunde und die schönste Zeit war die mit meinem eigenen. Ich wollte mich in die Gedanken dieser Hündin hineinziehen lassen.
Leider hat mir das Buch das immer und immer wieder verleidet: Mir fehlte der Humor, die Geschichten und Gedanken waren oft einfach nur alltäglicher Kram, der unwichtig war und dazu waren Walter und Miss Happy mir unsympathisch.
Schade, schade, schade.

Moritz Matthies – Guten Morgen, Miss Happy
Rowohlt Taschenbuch Verlag, 25. September 2018
ISBN 3499276046
253 Seiten
Gebunden; 12,00 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Ich lese jetzt „Guten Morgen, Miss Happy“ von Moritz Matthies

Bücher mit sprechenden Tieren habe ich bisher noch nicht allzu viele gelesen und meine Meinung dazu war bisher sehr gemischt. Ich fand sie echt schlecht (Franziska Wolffheim – Zweistein oder das Brummen der Welt), ziemlich ok (Katja Berlin – Cat Content – SMS von meinem Kater) oder sie sind mein Lieblingsbuch geworden (Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken).
Darum war ich sehr gespannt, als mich der Rowohlt Verlag fragte, ob ich das neue Buch von Moritz Matthies lesen möchte, in dem die Hauptfigur Walter herausfinden muss, dass seine sechs Monate alte Hündin sprechen kann. Die beiden unterhalten sich nun über die wichtigen und unwichtigen Dinge des Lebens.

Erster Satz:
„‹Was hältst du davon, wenn ich ein Buch schreibe?›“

Oktober-Liste

Ich bin müde. So, so müde. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich immer noch an die neue Arbeit gewöhne oder vielleicht doch an der fortschreitenden Schwangerschaft. Vielleicht an beiden Dingen.
Auf jeden Fall hab ich gerade nur sehr geringe Lust auf Lesen.

Gelesen:
Trish Cook – Midnight Sun

Gekauft:

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Thorsten Steffens – Klugscheißer Royale

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