William Wahl – Ernst beiseite! 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten

Wahl_Ernst beiseite

Tom-Tom ist kein Name!

Mit dem Namen scheint die Zukunft eines Kindes vorbestimmt: Kann eine Jacqueline Vorstandsvorsitzende werden und eine Walburga in einer Medienagentur arbeiten? Warum darf ein Kind im Schwabenland auf keinen Fall Astrid heißen? Wird Gretel gehänselt? Weswegen gelten Petras als hässlich? Und verwechseln Japaner Lionel tatsächlich stets mit Rainer? William Wahl nennt die schlimmsten Namenssünden und warnt dabei vor einigen Klassikern ebenso wie vor Modenamen. (Klappentext)

Ein paar Monate lag dieses Büchlein relativ unbeachtet bei mir im Schrank, denn ich habe nicht viel von einem „Anti-Lexikon“ erwartet.
Ich hätte es viel früher aufschlagen sollen, denn ich bin wirklich begeistert.
Für mein Empfinden wurde alles herausgeholt, was es aus so einer Art Buch herauszuholen gibt.

Zum einen werden gewöhnliche und ungewöhnliche Namen auf ihre Bedeutung hin untersucht, gespickt mit der ein oder anderen Untersuchung der Wirkung und dazu noch eine ganze Menge Humor. Natürlich gibt es dem einen oder anderen Witz, der sich zwar anbietet, aber nun nicht vor Niveau strotzt. Doch was will man machen, bei Namen wie Blasius, Enis, Onan oder Gül?!
Wahl1Einige Namen sind sogar stilecht mit einem Stempel gekennzeichnet. „Vorsicht Chantalismus!“ steht bei den Mädchennamen und „Vorsicht Kevinismus!“ steht bei den Jungennamen.

Zum anderen gibt es aber auch immer wieder Listen, die sich beispielsweise mit den durchgeknalltesten Promi-Kindernamen, den altmodischsten Vornamen oder den dämlichsten friesischen Vornamen beschäftigen.
Auf diesen Seiten trifft man auch immer wieder auf die Cover-Figur. Diese Art roter Faden gefällt mir gut.

Wahl3Für mich waren aber auch ein paar humoristische Perlen dabei, über die ich wirklich lachen musste.

Neben den einzelnen Namen boten sich hier besonders die Fußnoten und die immer mal eingestreuten Fotos bekannter Persönlichkeiten an.

 

 

Wahl2

Wahl4Hätte ich es nicht auf einer Tagung geschenkt bekommen, hätte ich es mir sicher nicht gekauft. Es ist immerhin kein Buch, das sich unbedingt zum Hintereinander-Weg-Lesen anbietet, doch ich habe es genau so gemacht und bin ganz gut damit gefahren.

Ich musste wirklich oft lachen und sehe den einen oder anderen Namen jetzt in einem anderen Licht.

Sollte mich irgendwann ein Mal die Namensfindung für ein Kind stark beschäftigen, werde ich bestimmt noch einmal einen Blick in das Buch werfen.

Da ich nicht finde, dass man etwas hätte besser machen können (kann man bestimmt, aber gefehlt hat mir eben nichts), vergebe ich 5 Sterne.

William Wahl – Ernst beiseite! 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten
rororo, Mai 2013
ISBN 3499630400
221 Seiten
Taschenbuch; 9,99 Euro

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. seitengeraschel
    Sep 14, 2013 @ 17:35:19

    NIE hätte ich gedacht, dass so ein Buch mal auf meine Wunschliste wandern würde. Nun bin ich drauf und dran, meiner schwangeren Schwester dieses Buch zu schenken (auch wenn meine ungeborene Nichte längst einen vernünftigen Namen hat!). 😉

    Antwort

    • buecherherz
      Sep 14, 2013 @ 19:35:09

      Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich so begeistert zurückbleibe. 🙂
      Ich wünsche euch allen eine wunderbare Zeit mit der Kleinen! (Wenn sie dann endlich da ist. 🙂 )

      Antwort

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