David Safier – Mieses Karma hoch 2

Safier_Mieses Karma hoch 2

Daisy trinkt, faulenzt und bestiehlt auch schon mal ihre WG-Genossen. Marc ist ein arroganter Hollywood-Star. Und beide haben keine Ahnung, was das Wort Liebe eigentlich bedeutet. Als sie gemeinsam bei einem Autounfall sterben, werden sie als Ameisen wiedergeboren. Im Jenseits erklärt ihnen Buddha, dass sie in ihrem Leben zu viel mieses Karma angehäuft haben. Aber Daisy und Marc möchten auf gar keinen Fall als Ameisensoldaten in den Krieg ziehen. Was also tun? Die Antwort lautet: Gutes Karma sammeln, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder nach oben geht! Doch das ist nicht so einfach, wenn man sich nicht ausstehen kann und sich gegenseitig die Schuld am eigenen Unfalltod gibt.
Und noch viel schwerer wird es, wenn man sich trotz allem ineinander verliebt… (Klappentext)

Es ist genau sechs Jahre her, dass ich „Mieses Karma“ gelesen habe. Ich hatte damals viel Spaß mit dem Buch und beäugte deswegen den Nachfolger eine Weile in den Buchhandlungen dieses Landes. Kindler war dann so lieb und hat mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen.

Daisy und Marc sterben und werden als Ameisen wiedergeboren. Nun versuchen sie gutes Karma zu sammeln, um als ein größeres Tier wiedergeboren zu werden. Dabei erleben sie zusammen allerhand tierische Abenteuer.
Mit dieser Story hebt sich dieses Buch nicht allzu sehr von „Mieses Karma“ ab, doch mich persönlich störte das nicht. Erstens kann ich mich nicht mehr en détail an den ersten Teil erinnern und zweitens gefällt mi das Konzept so gut, dass ich diese Story gern noch einmal gelesen habe.

Dank der verschiedenen Abenteuer und Wiedergeburten ist das ganze Buch eine riesige Wundertüte. Immer wieder wird man überrascht, trifft neue Tiere, neue Situationen, neue Gefahren. Die Spannung wird deswegen ebenfalls permanent oben gehalten. Will man doch wissen, wo Daisy und Marc reinkarnationsmäßig das nächste Mal landen werden und ob sie ihre Pläne umsetzen können.

Die beiden Hauptpersonen sind dabei durchaus nicht zwingend sympathisch. Beide sind mit ihren Mitmenschen nicht immer liebevoll umgegangen und sie ändern sich auch nicht zum kompletten Gegenteil, nur weil sie gestorben sind. Doch trotzdem baute ich schnell eine Bindung zu den beiden auf und folgte ihnen gern auf ihrem Weg.

Sprachlich war das Ganze auch wunderbar. Locker, humorvoll, ungezwungen. Durch die sehr kurzen Kapitel war man förmlich zum stetigen Weiterlesen eingeladen. Das Buch lässt sich schnell weglesen.

„Mieses Karma hoch 2“ zählt definitiv zum Genre „Humor“. Ich persönlich hatte zwar Spaß mit der Geschichte und den Figuren, musste aber nicht lachen. Auch nicht schmunzeln oder kichern, aber es fehlte mir auch nicht. Ich las es trotzdem sehr gern.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Leser, die sich noch sehr gut an „Mieses Karma“ erinnern, wenig Neues entdecken werden.

Und trotz des Spaßes zählt es nicht zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe. Dazu hätte ich dann doch ganz gern gelacht oder wäre anderweitig berührt worden.
So erhält „Mieses Karma hoch 2“ 4 Sterne von mir.

David Safier – Mieses Karma hoch 2
Kindler, 29. Oktober 2015
ISBN 3463406233
319 Seiten
Gebunden; 18,95 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Mieses Karma
2. Mieses Karma hoch 2

Safier_Mieses Karma Safier_Mieses Karma hoch 2

Kostenloses Rezensionsexemplar

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Florian Schiel – B.A.f.H. – Bastard Assistent from Hell

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Der deutsche Akademiker gilt als der humorloseste und trockenste der ganzen Welt. Zumindest für ein kleines technisches Institut scheint diese allgemeine Auffassung nicht zu stimmen, denn dort treibt der Bastard Assistant from Hell, kurz BAfH, sein Unwesen.
Mit viel Sarkasmus und bösartigem Witz macht er seinem Chef, seinen Kollegen und nicht zuletzt seinen Studenten das sonst so beschauliche akademische Alltagsleben zu einer privaten kleinen Hölle, in der nie etwas so funktioniert, wie es sollte, nie etwas einfach erledigt wird, wenn es auch kompliziert geht, und kein Tag vergeht, ohne dass eine mittlere Katastrophe über den LEERstuhl hereinbricht. Dazu kommt noch, dass er das ganze Institut unerbittlich im Griff hält, weil nur er allein das Superuser-Passwort aller Institutsrechner kennt… (Klappentext)

Dieses Buch habe ich von einer lieben Freundin zu meinem Studienanfang geliehen bekommen.
Nun, nach dem ersten Semester, habe ich es mir zu Gemüte geführt. Ich hatte auf eine kleine, feine, lustige Lektüre gehofft. Die Geschichten entstanden ursprünglich vor fast 20 Jahren als Internet-Kolumne.

Es dauerte nur eine Geschichte, da fand ich den Bastard-Assistenten Leisch schon so unsympathisch, dass ich mich zusammenreißen musste, überhaupt weiterzulesen. Hätte mir meine Freundin das Buch nicht so angepriesen (und hätte ich nicht ein Verpflichtungsgefühl ihr gegenüber empfunden, weil es ihr so gut gefällt), hätte ich es entweder gar nicht beendet oder definitiv länger gebraucht.
Außerdem starb die Hoffnung, dass es doch noch besser wird, bis zur letzten Geschichte nicht. Leider vergeblich.

Dabei ist das Buch inhaltlich gar nicht mal uninteressant. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Münchner Uni hat weder Lust auf Arbeit, noch auf die Studenten oder seine Kollegen. Darum versucht er alles, um sich das Leben erleichtern und den anderen im gleichen Atemzug zu erschweren. Und das funktioniert reibungslos.

Dabei fehlte mir der Humor. Ich empfand es nicht mal als schwarzen Humor, sondern einfach nur als niveaulose Bösartigkeiten. Leisch war einfach nur gemein, ohne die Ambition, sich selber Spaß zu bereiten. Er wollte einfach nur seine Ruhe und machte dazu allen anderen das Leben zur Hölle. Dazu nutzt er vorrangig das Telefon- und Computernetz. Ein bisschen technische Ahnung ist deswegen nicht verkehrt, um dem Geschehen folgen zu können.

Insgesamt gibt es aber keinen roten Faden. Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es gibt jedoch wiederkehrende Figuren – allen voran die Kollegen.
Sympathisch war mir davon leider auch keine einzige. Die Sekretärin war ähnlich bösartig wie Leisch und die anderen Kollegen – selbst der Chef – waren durchweg naiv oder dumm.

So gut meiner Freundin das Buch gefallen hat, sie wenig Spaß hatte ich damit.
Ich musste mich leider durchquälen. Ich musste nicht lachen, war von den Gemeinheiten abgestoßen und konnte für mich auch nichts daraus mitnehmen.
Ich bin froh, dass sich die 265 aufgrund der großen Schrift und einfachen Sprache immerhin schnell lesen ließen. Nur deswegen gibt es: 1,5 Sterne.

Florian Schiel – B.A.f.H. – Bastard Assistent from Hell
Schwarten Verlag, 1998
ISBN 3929303094
265 Seiten
Taschenbuch; nicht mehr neu erhältlich

Christoph Dörr – Muffensausen

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Wo die Liebe hinfällt… wurde sie vielleicht geschubst?

Nina und Philipp sind seit drei Jahren ein Paar, gerade frisch zusammengezogen und lieben sich sehr. An einem romantischen Abend macht Nina ihm spontan einen Antrag: »Willst du mich heiraten?« Bamm! Eigentlich ist es für ihn keine Frage, schließlich ist sie seine Traumfrau. Dennoch fühlt Philipp sich nicht überwältigt, sondern überrumpelt. Er verpatzt den Moment komplett: »Warum heiraten? Es läuft doch gerade so gut.« Als Nina daraufhin abhaut, merkt er schnell, dass er sie nur mit dem weltallerbesten Heiratsantrag zurückgewinnen kann. Gesagt, getan – doch damit beginnt ein Albtraum in Weiß… (Klappentext)

Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Männern. Also jetzt vielleicht nicht so generell, aber wenn sie deutsche Autoren sind und humorvoll schreiben. Da hat mich noch nicht einer enttäuscht.
Ich hoffte also darauf, dass Christoph Dörr den guten Lauf nicht zerstört.

Bücher über Hochzeit? Geschenkt. Nichts Neues.
Bücher über Beziehungsprobleme? Erst recht nicht.
Bücher über Schwierigkeiten bei den Hochzeitsvorbereitungen? Ja, gibt es sicherlich, aber definitiv seltener.

Philipp hat den Heiratsantrag seiner Nina, seines Sterns, komplett vermasselt. Es war kein spontanes Ja und somit eine falsche Antwort. Nina verschwindet erst einmal zu ihrer besten Freundin Simone. Ausgerechnet. Single-Simone hat es ja gerade nicht so mit Männern. Und mit Philipp schon gar nicht.
Philipp muss seine Freundin also überzeugen, dass er sie doch heiraten möchte. Und das am besten mit einem fantastischen Antrag. Es klappt, sie nimmt an und plötzlich sieht Nina nur noch Hussen, Heiratsfarben, Brautkleider und Planungsarbeit. Und Philipp steht mittendrin.

Die Geschichte des Buches ist damit ziemlich schnell zusammengefasst. Es wird ungefähr ein ganzes Jahr in diesen 400 Seiten abgedeckt. Ein Jahr voller Planungspleiten, -pech und -pannen, aber auch ganz viel Planungen, die super klappen – dank der heiratswütigen Organisation von Nina.
Nein, viel gibt die Story nicht her, aber das muss sie auch nicht.
Der Dreh- und Angelpunkt sind die Figuren und der Humor des Buches.

Und mit den Personen wurde ein wunderbares Potpourri mehr oder weniger schrulliger Charaktere geliefert. Nina und Philipp sind ein tolles Paar. Ein süßes Paar. Ein heiratswürdiges Paar. Sie: Narkoseärztin. Er: Sportmasseur und Teilzeit-Stand-up-Comedian. Vor allem letzteres verschafft den beiden auch einen sehr humorigen Alltag, denn Philipp ist lustiger Sprücheklopfer aus Leidenschaft.
Da reihen sich wunderbar der Nazi-Nachbar, die Esoterik-Mutter und der Macho-Freund ein.
Allesamt klischeebeladen bis zur Oberkante, klar. Aber das gehörte zu dem Buch, wie die weiße Spitze ans Hochzeitskleid.

Wer feinsinnigen Humor mag und es nicht so mit Wortwitzen hat, sollte „Muffensausen“ eher nicht lesen. Aber wenn man auf so etwas steht, wird man wirklich viel Spaß haben:

„Hiller ist ein einsamer alter Mensch. Ein Abstellgreis.“

„Wir sitzen im Grünen und Simone sieht rot. Das ist nix für Farbenblinde.“

Mir liefen zwar nicht stetig Lachtränen die Wangen runter, aber lachen musste ich oft. Oder kichern. Oder grinsen. Ich persönlich konnte viel anfangen mit dem Sprachhumor, der nicht selten auf Kosten der weiblichen Hochzeitsvorstellungen ging.

Und trotzdem gab es tatsächlich auch die leisen Töne. Das Menschliche und Zwischenmenschliche spielte eine große Rolle. Es wurde hinter Fassaden geblickt, die oft schon so sehr bröckelten, dass man dachte, man könnte bereits alles sehen, was dahinter ist. Aber das Buch schaffte es, immer noch eine Schicht hervorzuholen.

Eine kleine Besonderheit stellt das Cover dar. Der Sandbereich ist nämlich wirklich körnig. Ich habe beim Lesen die ganze Zeit drübergestrichen.

Also: Nein, Christoph Dörr hat den guten Lauf der deutschen Humor-Autoren nicht zerstört.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Ich konnte lachen, mochte die Personen und fand auch das Thema Hochzeit ansprechend.
Natürlich war die Story etwas schlicht – trotz einiger Überraschungen – und die Figuren sehr klischeehaft, aber ich hatte trotzdem Spaß. 4 Sterne

Christoph Dörr – Muffensausen
Blanvalet Verlag, 15. September 2014
ISBN 376450501X
400 Seiten
Broschiert; 12,99 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Johannes Hayers & Felix Achterwinter – Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!

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Diese Tricks finden Sie garantiert in keinem anderen Buch
Johannes Hayers und Felix Achterwinter haben die besten Erziehungstricks von ganz normalen Eltern gesammelt. Obwohl: Ist Angelika normal, wenn sie bei sich selbst einbricht, um ihrem Sohn das Abschließen der Haustür einzutrichtern? Ist Maria normal, wenn sie ihre Tochter dazu bringt, den Sicherheitsgurt anzulegen, indem sie droht: «Schnall doch an, sonst stirbt ein Einhorn!»?
Ob normal oder nicht, ob legal oder nicht, diese listigen und lustigen Erziehungstricks haben tatsächlich funktioniert. Denn Kinder lieben nicht nur Einhörner, sie lieben auch Bären. Warum sollte man ihnen also nicht hin und wieder einen aufbinden? (Klappentext)

Auch wenn ich noch keine Kinder habe, interessierte mich dieses Buch sofort, als ich es das erste Mal sah. Zum Glück konnte ich es kostenlos auf der Tagung bekommen.

Die 100 Tricks sind unterteilt in fünf große Abschnitte: „Gesund und munter“, „Saubär hingekriegt“, „Erwachsen werden, wozu?“, „Zusammen leben und lernen“ und „Reden ist Gold, Ruhe auch.“.
Die einzelnen Erziehungstricks sind höchstens 2,5 Seiten lang und sind für Kinder verschiedenster Alter ausgedacht worden. Von Kindergarten- über Grundschalter bis zur Pubertät ist alles dabei.
Und auch thematisch ist die volle Bandbreite an Problemen enthalten: Lügen, Betrügen, Diebstahl, Abenteuerlust, Computerfixiertheit, Lautstärke, Dreck, Undiszipliniertheit, Faulheit und einiges mehr.

Die Tricks haben alle den gleichen Aufbau, der unterschiedlich dargestellt wird.
Es beginnt mit der Ausgangssituation. Diese wird entweder durch einen normalen Text, Comics oder auch mal Dialoge aufgezeigt. Dann folgt der Trick, der auch abwechslungsreich gezeigt wird: Bilder, Zeitungsausschnitte, Texte.

Auch wenn ich die Tricks naturgemäß nirgends anwenden kann (nicht mal jüngere Geschwister habe ich), machte es mir trotzdem Spaß sie zu lesen.
Zum einen waren die Eltern wirklich einfallsreich, zum anderen haben die beiden Autoren alles mit viel Humor und Wortwitz aufgeschrieben. Auch mit ihrer Meinung zu verschiedenen Tricks haben sie nicht hinterm Berg gehalten.

Ich hatte nur ein paar Probleme mit dem kontinuierlichen Lesen, denn Spannung wird natürlich nicht erzeugt. Ich habe immer ein paar Tricks gelesen und das Buch dann wieder beiseite gepackt, denn ich habe ja ein bisschen „ins Leere“ gelesen. Mein Ziel war nicht „Erkenntnisgewinn“, sondern „Spaß“. Der war zwar da, aber auch nicht in so einem hohen Maße, dass ich unbedingt am Ball bleiben wollte.

Insgesamt gefällt mir die Aufmachung und der Inhalt gut. Manches Mal war ich nur von der sehr detaillierten Beschreibung der Ausgangsituation genervt. Das hätte öfter ruhig knapper ausfallen können. Schallend gelacht habe ich auch nicht, aber öfter mal geschmunzelt.
Trotzdem bin ich so überzeugt von dem Buch, dass ich es sogar schon für eine Freundin mit einem zweijährigen Kind als Geschenk gekauft habe. 4 Sterne

Johannes Hayers & Felix Achterwinter – Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!
rororo, Dezember 2014
ISBN 3499628724
255 Seiten
Taschenbuch; 9,99 Euro

Nela Vogel – WAT SE FACK

Vogel_WATSEFACK

Leute in deinem Bus, die kein Deo kauften, kauften häufig auch nicht Shampoo, Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel. @Pokerbeats

Internet. Der Ort, an dem jedes Würstchen auch gleich noch seinen eigenen Senf mitbringt. @sechsdreinuller

Es macht übrigens viel wacher, den Kaffee über die Tastatur zu schütten, als ihn zu trinken. @s_ill_e

Die besten Tweets – 140-Zeichen-Kunstwerke zum Staunen, Lachen und Sich-selbst-Wiedererkennen. (Klappentext)

Im Ich-lese-jetzt-Artikel schrieb ich ja schon eine ganz kleine Ode an die wundervolle Twitter-Community und dass die Tweets mich immer wieder zum Lachen brachten und berührten. Manche Menschen fanden Worte zu Gedanken und Erlebnissen von mir, die ich nie beschreiben konnte.

Ich hatte gehofft, dass mich „WAT SE FACK“ genau so mitnehmen kann und das hat das Buch uneingeschränkt geschafft. Es wurden 27 wunderbare Twitterer ausgesucht, die zu den unterschiedlichsten Themen ihre Gedanken beisteuern konnten.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt. Es gibt beispielsweise „#IhrKenntDas“, „#Arbeit“, „#Kleintierhalter“, „#GesundLeben“ oder „#SchöneDigitaleWelt“.
Alle Tweets passten dann auch perfekt in das jeweilige Kapitel und sie waren nicht beliebig irgendwo zugeordnet. Innerhalb der einzelnen Kapitel standen dann auch die Tweets, die sich um dasselbe Thema drehen, beieinander.

Was mir außerdem extrem positiv aufgefallen ist: Alle Tweets unterscheiden sich sehr voneinander. Trotz der großen Menge an vorhandener 140-Zeichen-Nachrichten gibt es kaum gravierende Wiederholungen. Klar kommen bestimmte Dinge häufig vor, Katzen und Kaffee zum Beispiel, aber die Wortspiele waren alle individuell. Mir fiel nur eine Wiederholung auf und das war ein „‚Wie hast du geschlafen?‘ – ‚Liegend'“-Tweet. Aber selbst die beiden waren nicht 1:1 identisch.

Solche witzigen Bücher sind ja meistens sehr dünn und man hat sie in einer Stunde durchgelesen.
„WAT SE FACK“ hebt sich mit seinen 319 Seiten von der dünnen Masse ab. Durchschnittlich befinden sich sechs Tweets auf einer Seite.
Ich habe mehrere Tage immer mal wieder drin gelesen. Es liest sich also nicht so schnell weg wie befürchtet.

Natürlich kann man all die Tweets auch kostenlos im jeweiligen Account des Twitterers finden. Aber dort muss man zwischen Retweets und Antworten länger suchen, bis man die Perlen findet.
Hier sind sie geordnet und alle auf einen Blick.
Es muss jeder für sich wissen, ob es ihm die 9 Euro wert ist.

Ich persönlich hatte aber wirklich Spaß mit dem Buch. Ich konnte oft lachen, zustimmend nicken oder einfach mitfühlen.
Ich finde das Buch genial und deswegen bekommt es 5 Sterne.

Nela Vogel – WAT SE FACK
Piper Taschenbuch, 9. März 2015
ISBN 3492306632
319 Seiten
Taschenbuch; 8,99 Euro

Taddl und Ardy – What the Fact!

Taddl_Ardy_What the Fact

Wissen in cool!
Wusstest du, dass Walrosse einen Sonnenbrand kriegen können, der Erfinder von Zuckerwatte ein Zahnarzt war und Dumbledore schwul ist? Millionen Fans folgen Taddl und Ardy auf YouTube, wo sie eine verrückte Mischung aus lustigen, skurrilen und absurden Fakten präsentieren. In diesem Buch gibt es das Beste aus »What The Fact« und »Did you know?« – und einen bunten Blumenstrauß an völlig neuen, komplett sinnlosen Fakten. Wusstest du, dass dieses Buch dich kreativ, stark und unbesiegbar machen wird? (Klappentext)

Schon bevor ich angefangen habe zu lesen, hatte ich im Kopf die Rezension halb vorformuliert, denn ich ging mit vielen Vorurteilen an das Buch. Dass das alles altbekannte Fakten wären, dass man von den YouTubern Taddl und Ardy nichts weiter erfährt und es bestimmt nur eine weitere Form ist, ihren Fans Geld aus der Tasche zu ziehen, dass es lieblos hingezimmert wäre und bei den Fakten immer das „Warum ist das so?“ fehlt.
Ich habe mich tatsächlich zumindest teilweise getäuscht.

Taddl und Ardy laden auf ihren Kanälen Videos hoch, auf denen schon dieses unnütze Wissen präsentiert wird. In dem Buch finden sich aber auch weitere Fakten, die sie noch nicht für ihre Videos verwendet haben.

Die Fakten drehen sich um verschiedenste Bereiche: Geografie, Biologie, Anatomie, Technologie und vor allem ganz viel Sexualität. Gefühlt nahm der letzte Teil übermäßig viel Platz ein.
Auch wenn ich eine gute Menge der Fakten schon kannte, waren sie immer wieder faszinierend, interessant, lustig oder alles zusammen.
Bei manchen Informationen steht auch die Meinung von Taddl und Ardy dabei.
Trotzdem fehlte mir manches Mal das „Warum?“. Zu vereinzelten Fakten hätte ich gern mehr Hintergrundinformationen bekommen.

Die Faktenflut wurde regelmäßig durch zwei Dinge durchbrochen: Anekdoten der Jungs und Auflistungen zu einem bestimmten Thema, wie „Facebook-Fakten“, „Die verrücktesten Todesursachen“ und „Verrückte Informationen über Schlaf!“.

Die wichtigste Frage bei solcher Art von Büchern ist für mich immer: Wäre es mir das Geld wert gewesen?
Hätte ich das Buch nicht geschenkt bekommen, wäre es das ganz sicher nicht gewesen.
Unnützes Wissen findet man auf so vielen Kanälen mittlerweile. Es gibt Facebook-Seiten, die täglich unnützes Wissen veröffentlichen, die Jungs zeigen es in ihren Videos und es gibt da ja noch die Neon-Bücher, die es schon seit vielen Jahren zu dem Thema gibt.
Die dargestellten Fakten sind teilweise auch schon lange, lange bekannt: Klar, die beiden müssen sie ja auch irgendwoher bezogen haben und haben das nicht alles selber herausgefunden.

Wenn ich ein Fan der beiden wäre, wäre ich sicher auch ein wenig enttäuscht, dass es nur eine Handvoll Anekdoten und Fotos und zwei Seiten „Fakten über uns“ gibt.

Das Buch ist durchaus ok, die Fakten sind witzig und tatsächlich unnötig, aber man kann sie auch problemlos kostenlos von woanders beziehen.
Ich persönlich hätte für die 127 Seiten keine 9,- Euro ausgegeben, aber für geschenkt hatte ich ein, zwei Stündchen Spaß mit dem Buch. 4 Sterne

Taddl und Ardy – What the Fact!
Ullstein Taschenbuch, 6. März 2015
ISBN 3548375804
127 Seiten
Taschenbuch; 8,99 Euro

Dr. Josephine Chaos – Bis die Ärztin kommt

Chaos - Bis die Ärztin kommt

Sexy Schwestern! Scharfe Chefärzte! Verklemmte Patienten! Spektakuläre Geburten!

Es ist Montagmorgen 7 Uhr 45, als ich am Klinik-Pförtner vorbei zu den Aufzügen hetze, einen Kaffee in der linken und lauter wichtige Dingen wie Arztkittel, Milchpumpe, Kühltasche und Mittagessen in der rechten Hand. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, so, als wäre dies mein erster Arbeitstag. Dabei bin ich gefühlte hundert Jahre im Geschäft und war nur mal kurz in Mutterschutz. Beim Gedanken an Chaos-Kind Nummer vier spüre ich, wie mir die Muttermilch in die Brust schießt, als sich mit einem leisen Sirren die Aufzugtür öffnet und eine vertraute Stimme sagt: »WOW – echt tolle Möpse, Josephine!«
»Malucci, du altes Schlitzohr, solltest du nicht langsam damit aufhören, fremden Frauen auf die Brüste zu glotzen?«
»Weißt du, Bella, das ist der wahre Grund, warum ich Gynäkologe geworden bin: Damit ich damit niemals aufhören muss.« (Klappentext)

Da ist sie wieder! Meine allerliebste Frauenärztin is bäck!
Im letzten Jahr war dieses Buch eines der wenigen, das ich für das volle Geld gekauft habe, denn ich MUSSTE es haben.
Nachdem ich seit Jahren ihren Blog „Josephine im Chaos“ verfolge und vergöttere, kaufte ich mir selbstredend ihr erstes Buch – „Dann press doch selber, Frau Dokta!“ – und war auch von diesem begeistert.

Dieser zweite Teil schließt sich nun nahtlos an Frau Dr. Chaos Zeit auf der gynäkologischen Station im Klinikum am Rande der Stadt an. Dazwischen liegt nur der Mutterschutz von Josephine und dem Chaos-Baby.
Und kaum ist die Ärztin wieder an ihrem angestammten Arbeitsplatz, geht es heiß her und das vor allem zwischen den Kollegen.

Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. In jeder freien Sekunde nahm ich es zur Hand und ließ mich wieder zurückholen zu den kollegialen Irrungen und Wirrungen, gynäkologischen Mehr-oder-weniger-Notfällen und den Geburten.

Doch vor allem im Rückblick fehlten mir die letzten beiden Punkte sehr. Das erste Buch strotzte nur so vor Geburten und anderen gynäkologischen Fällen. In diesem Buch lag der Fokus ganz klar auf den zwischenmenschlichen Beziehungen. Und die Geschichten, die dann doch rein mit dem Beruf zu tun haben, kannte ich schon aus dem Blog.
Das war ein bisschen schade.

Auch ein bisschen schade war, dass das Buch voller Rechtschreibfehler war. Hätte ich für jeden Dass-das-Fehler einen Euro bekommen, hätte ich mir davon locker das Buch kaufen können. Zwei Mal.

Aber das waren schon die einzigen beiden Kritikpunkte.
Sonst war – wie auch in Buch eins und auf dem Blog – alles so fluffig geschrieben, dass allein das schon reicht, mich wohlig seufzen zu lassen, wenn ich das Buch zur Hand nahm.

Aber nicht nur das. Auch die komplette Chaos-Familie und die Kollegen (Ärzte, Pfleger, Hebammen) schloss ich wieder ruckzuck in mein Herz. Es ist im Zweifel natürlich von Vorteil, dass ich die ganzen Protagonisten schon seit Jahren „kenne“.
Dadurch, dass sich in diesem Buch auch viel mehr mit den Personen beschäftigt wurde, lernt man die einzelnen immer noch ein Stück besser kennen.
Außerdem konnten so auch ein paar „Roman-Kniffe“ eingebaut werden. Ein paar Geheimnisse gab es, Überraschungen und Wendungen, die bei dem „Geburten-Dokumentationsstil“ (in dem es auch viel Zwischenmenschliches gab, aber bedeutend weniger als hier) aus Teil 1 schwieriger einzubauen waren.

Gerade durch diese Überraschungen hatte ich in diesem Buch aber auch mehr das Gefühl etwas Fiktives zu lesen als je zuvor.
Ich gehe stark davon aus, dass auch manche Geburten aus frühen Blogzeiten ein bisschen ausgeschmückt und dramatischer gemacht wurden, als sie waren. Trotzdem glaube ich aber auch, dass davon alles so oder so ähnlich erlebt wurde. Da Buch 1 sich zum größten Teil aus den Bloggeschichten speiste, lässt sich das auch 1:1 darauf übertragen.
Bei „Bis die Ärztin kommt“ bin ich da nun unsicher. Es war ein bisschen zu viel Soap-Opera, um noch real zu sein.
Das stört den unbedarften Leser wahrscheinlich nicht, denn der geht wahrscheinlich auch eher mit dem Gedanken: „Buch!“ da ran. Mein Gedanke war eher: „Neue Erlebnisse von der Gynäkologin, die mit dem Pseudonym Dr. Josephine Chaos unterwegs ist!“.

Auch wenn das alles streckenweise etwas negativ klingt, ist es auf keinen Fall so gemeint. Dr. Josephine Chaos könnte meinetwegen auch Bücher über das Leben ihres Hundes schreiben und ICH. WÜRDE. SIE. LESEN. BIS. ZUM. ANSCHLAG. AUSRUFEZEICHEN.

Ich bin tatsächlich traurig, dass ich die Klinikwelt und die Chaos-Familie schon wieder verlassen musste und hoffe inständig, bald wieder von meiner Lieblingsärztin etwas lesen zu können. Irgendetwas.
Da ich aber doch ein paar Kritikpunkte hatte, vergebe ich 4 Sterne.

Dr. Josephine Chaos – Bis die Ärztin kommt – Liebe, Leidenschaft und andere Notfälle
FISCHER Taschenbuch, September 2014
ISBN 3596031060
351 Seiten
Taschenbuch; 9,99 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Dann press doch selber, Frau Dokta! – Aus dem Klinik-Alltag einer furchtlosen Frauenärztin
2. Bis die Ärztin kommt – Liebe, Leidenschaft und andere Notfälle
Chaos_Dann press doch selber Frau Dokta Chaos - Bis die Ärztin kommt

Iris Hechenberger (Hrsg.) – Wer spickt, wird erschossen

Hechenberger_Wer spickt wird erschossen

»Guten Morgen, ihr Analphabeten! Was glaubt ihr, wie das Diktat ausgefallen ist?«
Was Lehrer den ganzen Tag so von sich geben, lässt einen nur noch den Kopf schütteln – oder in schallendes Gelächter ausbrechen. Lehrer sind die wahren Comedians. Denn Sie haben Sprüche auf Lager, bei denen sogar gelangweilte Schüler und stressige Eltern lachen müssen.
Hier kommen die besten, lustigsten und blödsinnigsten Sprüche aus der Schule. (Klappentext)

Ach, ich stehe einfach auf so einen Kram. Diese kurzen Bücher mit SMS, peinlichen Geschichten oder eben Lehrersprüchen.
Ich schäme mich fast immer ein bisschen darüber auf einem Buch-Blog zu schreiben, denn so wirklich als Buch geht es ja doch nicht durch. Nur so halb.
Und trotzdem greife ich immer wieder darauf zurück und belästige informiere euch darüber.

Lehrersprüche sind von Haus aus ja ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können sie unglaublich witzig sein, andererseits ist da auch immer ein kurzes: „DARF der das? Zu einem Schutzbefohlenen?“

Schon als ich in dem „Ich lese jetzt“-Post dieses Buch ankündigte, kam die Frage: „Ist das wirklich witzig? Die besten Sprüche entstehen aus der Situation und können so gar nicht wiedergegeben werden.“
Und das stimmt. Oder lacht jetzt jemand, wenn ich erzähle, dass eine Russischlehrerin bei mir an der Schule zu einem Mitschüler sagte: „Du wirst immer dicker und ich werde immer schöner.“. Oder dass mein Bio-Lehrer zu einer Mitschülerin sagte. „Was ist das da auf deinem Kopf?“ und als sie sagte: „Ich habe mir die Haare gefärbt. Farbe: Espresso.“, schockiert antwortete: „Ach das soll so? Ich dachte, das wäre ein Unfall!“.

So ähnlich ist das in dem Buch. Es gibt einfache Zitate oder Mini-Dialoge, die zum Teil schon amüsant sind. Aber eben zum kleineren Teil.
Der Rest ist eher ok bis langweilig. Für mich waren da auch einfach zu viele altbekannte Sprüche drin, wie: „Du guckst wie ein Auto, nur nicht so schnell.“, „Bist du so blöd oder tust du nur so?“, „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.“ Oder „Niveau ist keine Handcreme.“. Alles schon hundert Mal gehört.

Da die Sprüche nur so halbwegs eine Seite füllen können, gibt es verschiedene Schriftarten und Bildchen, die in die Schule passen (Lineal, Stift, Schultasche, ABC, Formeln,…).
Unterteilt ist das ganz in sechs Schulstunden und kleine und große Pause. Die Sprüche passten mal mehr, mal weniger in ihr Kapitel.

Man muss das definitiv nicht gelesen haben. Kann man aber. Ich habe nicht allzu viel gelacht, sondern nur ab und zu mal geschmunzelt. Den vollen Preis von 8,99 Euro wäre es mir nicht wert gewesen. Da ich es als Mängelexemplar für 2,50 Euro mitgenommen habe, war es ok. 2,5 Sterne

Iris Hechenberger (Hrsg.) – Wer spickt, wird erschossen
Knaur Taschenbuch, Mai 2013
ISBN 3426786052
246 Seiten
Taschenbuch; 8,99 Euro

Joab Nist – Wellensittich entflogen. Farbe egal – Kuriose Zettelwirtschaft

Nist_Wellensittich entflogen

Nichts ist lustiger als die Wirklichkeit
Sie hängen an Kreuzungen, an Haltestellen und in Hauseingängen: witzige, kreative und kryptische Zettel. Sie erzählen von der Liebe, von Döner-Köchen, verlorenen Kleinoden, den Problemen beim Zusammenleben und dreibeinigen Katzen. Eine höchst unterhaltsame Zettelwirtschaft. (Klappentext)

In dem Blog „NOTES OF BERLIN“ sammelte Joab Nist Fotos skurriler Zettel, die er (und die anderen Einsender) in Berlin so fanden. Mit der Zeit lohnte es sich anscheinend ein Buch daraus zu machen und tatsächlich lässt sich dieses Büchlein ganz amüsant lesen (bzw. angucken).

Wellensittich entflogenDie Zettel beschäftigen sich mit allen Facetten des Lebens: abgestorbene Natur, laute Nachbarn, Liebe, Wohnungssuche, Diebstahl, Einbruch, Jobsuche und liegengelassene Exkremente.
Ein bisschen Abwechslung kommt dadurch rein, dass mal die Geschichte hinter dem Zettel recherchiert wurde, Zettel zum selben Thema auf farbigem Untergrund zusammengefasst sind oder die Blog-Kommentare zum Foto abgedruckt sind.

Ich hatte Spaß mit dem Buch, auch wenn der nach 200 Seiten (und nur knapp mehr Fotos) schnell wieder vorbei war.
Den Originalpreis von 9,99 Euro finde ich dafür zu hoch, vor allem, wenn man bedenkt, dass abgedruckt wurde, was man kostenlos online findet.
Da ich dieses Buch in einer Mängelexemplar-Auslage für 2,50 Euro mitgenommen habe, bin ich jedoch zufrieden.

Es ist nichts Herausragendes, aber auf jeden Fall kurzweiliger Spaß. 4 Sterne

Joab Nist – Wellensittich entflogen. Farbe egal – Kuriose Zettelwirtschaft
Ullstein Taschenbuch, Juni 2012
ISBN 3548374336
200 Seiten
Taschenbuch; 9,99 Euro

Anna Koch/ Axel Lilienblum – Ich bin da, aber die Haustür nicht

Koch_Lilienblum_Ich bin da aber die Haustür nicht

Eine Handynachricht tippt sich schneller, als man denkt – und «zack» ist das, was gerade noch betrunkene Blubberblasen im Gehirn waren, versendet und damit harte Wirklichkeit. Von kryptischen Botschaften aus der Clubtoilette bis zu herzerweichenden Liebesschwüren versammeln sich hier erneut die unterhaltsamsten dieser nächtlichen Kommunikationsversuche. (Klappentext)

Ich bin da aber die Haustür nichtDieses war nun mein zweites Buch von zusammengetragenen SMS von SMSvonGesternNacht.de und das Konzept ist dasselbe geblieben. Die SMS sind sortiert nach der Uhrzeit der ersten versendeten SMS und wieder sind mehrere Wechsel auf einer Seite dargestellt.

Ich bin mir wieder sicher, dass sich bei der Auswahl Mühe gegeben wurde und die besten SMS es sicher ins Buch geschafft haben.
Richtig begeistert war ich aber aus verschiedenen Gründen nicht.
Ich lese kaum noch auf der Homepage SMSvonGesternNacht.de, aber ein paar SMS waren mir trotzdem bekannt. Und da liegt die erste Krux. Mir sind ein paar Nachrichten aufgefallen, bei denen Teile, wie zum Beispiel die Antwort fehlen. Und gerade bei zweien, an die ich mich ganz genau erinnern konnten, lag die Pointe für mich in der Antwort-SMS, die nun nicht da war.
Thematisch waren es mir persönlich auch zu viele Pre-Party-, Party- oder Post-Party-SMS. Zu oft ging es um Ausfälle Dank Alkoholkonsum oder eben der Kater danach.
Lachen konnte ich in diesem Buch auch viel weniger als bei dem ersten, das ich gelesen habe.
Am Ende finde ich für den wenigen Inhalt 9,99 Euro auch definitiv zu viel. Gerade dafür, dass die SMS auch alle online zu finden sind.

Zum Verschenken oder immer mal wieder drin rumlesen, ist es sicher geeignet, aber ich finde das Buch eher mittelmäßig: 3,5 Sterne.

Anna Koch/ Axel Lilienblum – Ich bin da, aber die Haustür nicht
rororo, Dezember 2013
ISBN 3499630516
283 Seiten
Taschenbuch; 9,99 Euro

Reihenfolge der Bücher:

1. Du hast mich auf dem Balkon vergessen
2. Ist meine Hose noch bei euch?
3. Ich guck mal, ob du in der Küche liegst
4. Ich bin da, aber die Haustür nicht

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