Ich lese jetzt „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott

Im Zuge der Filmveröffentlichung von „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ habe ich die Buchvorlage als Rezensionsexemplar erhalten.

Die kleine Fritzi lebt in Leipzig und merkt Veränderungen: Mitschüler von ihr sind nach den Ferien nicht mehr da. Und Kollegen und Kolleginnen von ihren Eltern auch nicht mehr. In Ungarn seien sie, munkelt man hinter vorgehaltener Hand. Doch es dauert nicht mehr lang, da gehen die Demonstrationen los – und Fritzi versucht zu verstehen, was plötzlich los ist.

Erster Satz:
„Ich mag den 1. September.“

Gewinnspiel: Buch „Fritzi war dabei“

[Gewinnspiel beendet]

Am 09. November können wir etwas ganz Besonderes feiern: Vor 30 Jahren ist die Mauer, die über 28 Jahre Deutschland in Ost und West teilte, gefallen.
Passend dazu wird ab dem 09. Oktober der Film „Fritzi – eine Wendewundergeschichte“ in die Kinos kommen. An diesem Tag jährt sich zeitlich die erste große Demo mit 70.000 Teilnehmern in Leipzig zum 30. Mal. Die feierliche Deutschlandpremiere des Films wird zwei Tage zuvor, am Montag, 7. Oktober 2019, in der geschichtsträchtigen Nikolaikirche in Leipzig stattfinden.

Der Film basiert auf dem Buch „Fritzi war dabei“, das auf 87 Seiten die letzten Tage vor dem Mauerfall aus der Sicht der kleinen Fritzi erzählt. Unterstützt wird das Ganze durch tolle Zeichnungen, die den Kindern dieses geschichtsträchtige Ereignis noch näher bringen.

Ralf Kukula und Matthias Bruhn bringen den Stoff nun mit wunderschönen Bildern ins Kino. Für die Adaption wurde der Buchstoff ein wenig ergänzt:

„Leipzig, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Doch zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert.“

Ein paar mehr Infos findet ihr noch auf der offiziellen Facebookseite: Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

Ich darf nun die literarische Vorlage an einen von euch verlosen.
Wenn du das Buch „Fritzi war dabei“ gewinnen möchtest, schreib einfach einen Kommentar. Falls du etwas mit dem Mauerfall oder der DDR verbindest, würde ich mich freuen, wenn du ein wenig davon erzählst.

Ich selber wurde beispielsweise im November 1988 in der DDR geboren und auch wenn ich demnach kaum in ihr lebte, verbrachte ich doch meine komplette Kindheit und Jugend mit Menschen, die die DDR aktiv erlebt haben. Meine Familie, Kindergärtner, Lehrer, Eltern von Freunden… sie alle haben es erlebt. Ich kenne kleine Geschichten von abgefangenen Westpaketen und weggenommenen West-Geschenken und große Geschichten von verhinderten Karrieren oder von Verboten, die Beerdigung der eigenen Oma in der DDR zu besuchen, weil man ausgereist ist. Ich weiß von der Bespitzelung durch Nachbarn, Freunde und Familie und von Menschen, die mit einem Lineal zur Wahl gingen, um fein säuberlich jeden einzelnen Kandidaten auf dem Wahlzettel durchzustreichen. Ich hörte von den Entbehrungen und der materiellen Eingeschränktheit („Geld hatten wir genug. Konntest ja nichts von kaufen…“). Doch erleben musste ich das alles zum Glück nicht. Ich kenne das alles nur aus Erzählungen. Und du?

Ausgelost wird Montag, den 7. Oktober 2019, 12 Uhr per Zufallsgenerator.
Der Gewinner oder die Gewinnerin wird per E-Mail und in diesem Beitrag benachrichtigt.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wenn ihr unter 18 Jahren seid, brauche ich die Einverständniserklärung eurer Eltern. Keine Barauszahlung, keine Gewähr. Rein zum Zweck des Gewinnversands wird eure Adresse an Dritte weitergegeben.

Gewonnen hat Marcel Wegner, der der vierte Gewinnspielteilnehmer war. Herzlichen Glückwunsch.

Björn Beermann – Mitra – Magische Verwandlungen

„Deine Welt ist verloren. Sie ist bereits tot. Kämpf nicht dagegen an.“ Die krächzende Stimme kam aus dem Riss. Mitra wurde von Panik ergriffen. Es schnürte ihr die Kehle zu.

Mitras magische Fähigkeiten erweitern sich und erstarken. Auch ihre Freundin Aggy entdeckt ganz neue Seiten an sich. Aber welche Seiten verbirgt Anton? Ist er der, der er zu sein vorgibt? Währenddessen spinnt das ursprüngliche Feuervolk seine Fäden im Hintergrund, um die anderen magischen Völker zu vernichten und die Macht an sich zu reißen. Gemeinsam stellt sich Mitra mit ihren Gefährten dem Feind entgegen. (Klappentext)

In meiner Rezension zum ersten Tel, Mitra – Magisches Erbe – hatte ich vier Kritikpunkte:
1. Ich wollte mehr mitfiebern, 2. Ich wollte mehr Spannung, 3. Ich wollte eine kleinere Schrift und kleinere Zeilenabstände und 4. Ich wollte längere Kapitel haben.
Zwei der vier Punkte wurden in dem zweiten Teil umgesetzt. Leider die falschen.

Ich hatte nun also ein deutlich besser formatiertes Buch vor mir, aber die Geschichte konnte mich deutlich weniger packen als beim ersten Teil.

Mitra ist sich sicher: Obwohl die große Schlacht mit ihren vielen Opfern auf der Hexenseite vorbei ist, ist der Feind noch nicht besiegt. Doch sie muss nicht nur ihre Familie, die Hexen-Wächterinnen und den Rat der Völker von der Gefahr überzeugen. Sie muss auch damit klarkommen, dass sie als Naturverbundene nun immer mehr Kräfte bekommt. Zusätzlich hat man als Bald-Siebzehnjährige noch ganz irdische Probleme – mit dem Freund, der besten Freundin und dem Vater. Irgendwie muss Mitra es schaffen, all diese Baustellen unter einen Hut zu bekommen.

Ich hatte dieses Mal leider so allerlei Probleme mit dem Buch und ich weiß gar nicht, welches das größte ist.
Zum einen fühlt sich die zweite Geschichte an wie ein großes Zwischenstück. Eine bloße Verbindung zwischen der (wirklich guten) Einführung in die Figuren, Welt und Geschichte des ersten Teils und des großen Finales, das im dritten Teil folgen wird.
Die Entwicklungen scheinen deswegen marginal zu sein. Es gibt auch keine zentrale Geschichte in diesem Teil. Alles geht ein wenig weiter, die Beziehungen der Figuren verändern sich minimal, aber alles in allem scheint am Ende des Buches alles zu sein, wie es am Anfang war.

Im ersten Teil fand ich Mitra noch unnahbar. Dieses Mal fand ich sie unsympathisch und nervig. Alles passierte in einer riesigen Dramatik-Blase. Jeden noch so nebensächlichen Satz überdramatisierte sie. Ihre Gedanken zu den Dingen waren immer drüber, ihr Tick, immerzu und ständig mit den Nägeln zu schnippsen, sogar fast unerträglich beim Lesen.
Die anderen Figuren fanden so sehr im Hintergrund statt, dass ich zu ihnen nicht mal eine Beziehung aufbauen konnte.

Mir fehlte also eine Geschichte und Spannung und die Hauptperson mochte ich nicht (mehr). Das ist schon unangenehm beim Lesen, aber leider stieß mir dieses Mal die Sprache auch noch negativ auf:
In einer wirklich schockierenden Situation sagt die sechzehnjährige Mitra: „Wir dürfen den Kopf nicht verlieren.“ (S. 84) und klingt damit ähnlich altbacken wir der Erzähler, wenn er sagt: „Fürwahr eine sehr schwierige Persönlichkeit.“ (S. 97). Doch es gab auch hölzerne Beschreibungen wie: „Für Minerva schien damit der Worte genug gesprochen zu sein […].“ (S. 108), „Das alles […] dauerte höchstens einen Augenschlag.“ (S. 137), „Mitra und Anton folgten ihr auf dem Fuße.“ (S. 287) oder „[…] versuchte Anton bei Mitra und Minerva für Verständnis zu werben.“

Es tut mir wirklich leid. Vor allem, nachdem ich den ersten Teil so gern mochte, wurde ich von dem Buch enttäuscht. Zwei Monate habe ich gebraucht, um dieses nicht einmal 300-Seiten-starke Buch zu lesen. Ich bin nicht mit ihm warmgeworden. Mitra war mir plötzlich sehr unsympathisch mit ihrer überdramatisierenden Art, es passierte nichts, was spannend war und überhaupt fühlte es sich an, als wäre kaum etwas passiert. Durch meine zusätzlichen Probleme mit dem Schreibstil gibt es .

Björn Beermann – Mitra – Magische Verwandlungen
Tredition, 26. Juni 2019
ISBN 3749701466
294 Seiten
Taschenbuch; 13,99 Euro

Kostenloses Rezensionsexemplar

Reihenfolge der Bücher:
1. Mitra – Magisches Erbe
2. Mitra – Magische Verwandlungen

Ich lese jetzt „Mitra – Magische Verwandlungen“ von Björn Beermann

Ok, dieser Beitrag ist geschummelt, denn ich habe diese Buch gestern beendet, wollte aber nicht auf den „Ich lese jetzt“-Artikel verzichten.
Morgen wird schon die Rezension online kommen und ich wünschte, diese Zeitspanne hätte ich wirklich zum Lesen gebraucht. Tatsächlich brauchte ich zwei Monate…

In diesem zweiten Teil der Trilogie um Mitra wird die Handlung des ersten Teils nahtlos weitergeführt. Mitras Kräfte werden stärker und ihre Freunde werden immer mehr in ihre magische Welt hineingezogen. Dabei müssen allerlei Gefahren gebannt werden.

Erster Satz:
„Magda und Morgana starrten auf den grauen Beton.“