Ich lese jetzt „Der Circle“ von Dave Eggers

Als ich im Herbst bei meinen Großeltern war, schaute ich in einen Bücherschrank in der Stadt und fand darin „Der Circle“. Auch noch gebunden! Zwar leider ohne Schutzumschlag, aber damit hatte ich kein Problem, wenn ich das Buch schon umsonst bekam. Es stand schon länger auf meiner „Müsstest du mal lesen“-Liste, aber die Priorität war nie so hoch, dass ich es mir so bald gekauft hätte.

Im fünften Semester hatte ich dann ein Seminar über Paranoia in den Medien, in dem es auch um Webcams und in diesem Zusammenhang um den Film „The Circle“ ging. Das Buch rutschte etwas höher auf meinem SuB.

In diesem Semester musste ich mir auch Gedanken um mein Bachelor-Thema machen und es stand schnell fest, dass ich einen Vergleich von Buch und Film machen will, so wie ich es schon bei der „Traumnovelle“ und „Eyes Wide Shut“ machte.
Ich hatte „Sieben Minuten nach Mitternacht“ als Favorit im Kopf. Doch eine Freundin schubste mich in eine andere Richtung. Ein Kinderbuch würde sich vielleicht ja nicht so wirklich eignen für meine Bachelorarbeit: „Vielleicht eher sowas wie ‚Der Circle'“, fragte sie. Und damit traf sie etwas bei mir und dabei hatte sie nicht mal Ahnung davon, dass ich das Buch bereits besitze. Ich wusste, dass das DAS Buch sein wird. Da kann ich auch mein Nebenfach „Digitale Medien“ einfließen lassen. Dabei war ich doch schon so traurig, dass ich in meinem Hauptfach und nicht Nebenfach schreiben muss.

Da konnte ich nun alles einfließen lassen.
„Der Circle“ habe ich aus Zufall und Lust aus einem Bücherschrank mitgenommen. Und nun wird es ein Teil meines Lebens. Ein Teil meiner großen Bachelorarbeitserfahrung. Es wird ein Leben lang auf Zeugnissen verewigt sein.

Doch bevor das alles passiert, muss ich es lesen.

Ich freue mich, mich auf all die Erfindungen und Ideen des riesigen Unternehmens „Circle“ einzulassen und zu sehen, wo es die neue Mitarbeiterin Mae da hintreiben wird.

Erster Satz:
„Wahnsinn, dachte Mae.“

Amelie rennt

©farbfilm home entertainment

Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht. (Kurzinhalt laut Presseheft)

Nachdem ich angefragt wurde, ob ich die kürzlich für den Deutschen Filmpreis nominierte Coming-of-Age -Geschichte vorab zur DVD- und BluRay-Veröffentlichung sehen möchte, sagte ich schnell ja. Ich sehe (und lese) selten solche Storys. Und wenn es nun sogar die Nominierung gibt, erwartete ich eine Perle.

Als ich den Klappentext las, erwartete ich ein wenig eine Art Heidi-Geschichte. So viele Elemente schienen übernommen zu sein. Doch so war der Film letztendlich nicht.

Regisseur Tobias Wiemann („Großstadtklein“) schuf einen Film, der sich für mich vordergründig erst einmal schön anschauen ließ. Die Berge mit all ihren Besonderheiten boten eine genauso tolle Kulisse wie das wuselige Berlin, in dem die Geschichte startete. Doch man konnte ihn nicht nur oberflächlich schön ansehen, sondern die Geschichte war auch noch tiefgründig. Es geht um so viel mehr, als das, was der Klappentext vermittelt. Trennung der Eltern, das Erwachsenwerden, sich selber erkennen, andere Gegenden erkunden, Freundschaften aufbauen. Das meiste davon machte Amelie in Südtirol in der Klinik, denn sie musste – ganz entgegen ihres Willens – ihre Stadt und ihre Freunde verlassen und sich dem stellen, das sie am liebsten ignorieren würde: ihrer Krankheit.

Asthma ist eines der zentralen Themen des Films – der Auslöser für alles im Prinzip. Ihm wird deswegen auch viel Raum im Film gegeben. Symptome, Einschränkungen, Therapiemaßnahmen, Tests. Der Film deckt vieles ab, informiert, zeigt die Probleme der Jugendlichen damit auf. Denn Asthma ist eine Angriffsfläche von Amelie. Meistens greift sie sich diesbezüglich jedoch selber an.

Genau dieses Verhalten legt Amelie häufig an den Tag. Angriff ist bei ihr die beste Verteidigung. Egal, ob sie sich gegen fiese Jungs, ihre Eltern oder die nervige Zimmernachbarin in der Klinik wehren will.
Dem Zuschauer – respektive mir – hat es diese Art nicht immer leicht gemacht. Amelie ist einfach keine grundsympathische Person. Beschrieben wird sie als stur. Ja, das ist sie. Ich fand sie aber auch ungerecht und gemein. Zu allen irgendwie. Zumindest anfangs.
Keine Frage, die junge Schauspielerin Mia Kasalo hat ihre Sache dabei wirklich gut und überzeugend gemacht. Aber ich mochte eben nicht, was dargestellt werden sollte.

Der 15-jährige Bart war da schon deutlich sympathischer. Glaube ich zumindest, denn ich muss gestehen, dass ich ihn einfach nicht verstanden habe. Nie. Ich konnte seinen Dialekt nicht verstehen. Wenn es hoch kommt, habe ich 20 Prozent seiner Redeanteile verstanden. Und da war dann vieles noch zusammengereimt.

Und dieser Faktor – der Faktor Mensch – hat mir den Filmspaß verleidet. Der Film war so hübsch anzusehen und die Geschichte doch auch einigermaßen tiefgründig. Aber dann fand ich die Hauptperson unsympathisch und den Gegenpart habe ich nicht verstanden. Schade.

Wenn ich schon einer der wichtigsten Personen nicht folgen konnte, so konnte ich es bei der Musik. Und da lauschte ich besonders. Tolle, idyllische Klänge, die perfekt zu den schönen Bergen passten.

Ich bin also zwiegespalten. Im wahrsten Sinne des Wortes: Geschichte schön, (Haupt)Figuren eher nicht.

Amelie rennt
Filmverleih: farbfilm home entertainment
Lauflänge: 93 Minuten
FSK 6
Ab dem 20. April 2018 auf DVD und Blu-Ray

Kostenloses Rezensionsexemplar

Gewinnspiel: DVD von „Amelie rennt“

[Gewinnspiel beendet]

©farbfilm home entertainment

Amelie rennt“ wurde vor kurzem für den Deutschen Filmpreis nominiert. Am 20. April erscheint die Coming-of-Age-Geschichte, die bereits den GILDE Filmpreis 2017 als „Bester Kinderfilm“ gewann und dreifach mit dem GOLDENEN SPATZ unter anderem als „Bester Kinofilm“ geehrt wurde, auf DVD und BluRay.
Zum DVD-Start darf ich ein Paket aus DVD und Filmplakat an einen von euch veröffentlichen.

Ihr habt den Film im Kino verpasst? Dann ist das eure Chance!
Falls ihr nicht wisst, worum es genau geht, dann:

Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht. (Kurzinhalt laut Presseheft)

Wenn ihr gewinnen wollt, schreibt mir doch gern in die Kommentare, welchen Jugend- oder Coming-of-Age-Film man eurer Meinung nach gesehen haben sollte.

Das Gewinnspiel endet zur Feier des Tages der Heimkino-Veröffentlichung, also am 20. April, 12 Uhr.
Der Gewinner wird durch einen Zufallsgenerator ausgelost (und hier auf dem Blog und per Mail informiert).

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wenn ihr unter 18 Jahren seid, brauche ich die Einverständniserklärung eurer Eltern. Keine Barauszahlung, keine Gewähr.

Gewonnen hat das erste Kommentar, das von der lieben Birgit kam. Herzlichen Glückwunsch!

März-Liste

Wie jedes Jahr im März standen für mich allerhand Prüfungsleistungen an. Aber dieses Mal waren sie irgendwie besonders, denn es waren die letzten, bevor ich nun meine Bachelorarbeit schreiben muss.
Trotzdem konnte ich ein wenig was lesen. Viel wichtiger war aber, dass ich Lust auf Aussortieren bekommen habe. Viele alte Dinge mussten weichen. Und in diesem Zusammenhang habe ich mir auch meine Bücher vorgenommen und konnte sehr viele (ungelesene) aussortieren, die jetzt in meiner Familie verteilt werden.

Gelesen:
Cara Delevingne – Mirror, Mirror
Enid Blyton – Fünf Freunde 5 – Das Buch zum Film
Anne Fretyag – Nicht weg und nicht da
Fjodor Dostojewski – Der Spieler

Gekauft:
Anne Freytag – Nicht weg und nicht da

Geschenkt:

Rezensionsexemplare:
Enid Blyton – Fünf Freunde

Aussortiert:
Feist, Raymond E. – Zeit des Aufbruchs (Die Kelewan-Saga 4)
Feist, Raymond E. – Die Schwarzen Roben (Die Kelewan-Saga 5 )
Feist, Raymond E. – Tag der Entscheidung (Die Kelewan-Saga 6)
Frisch, Max – Montauk
Salvatore, R. A. – Die Schatten von Shilmista. (Das Lied von Deneir 2)
Wolfe, Thomas – Oktoberfest
Wolff, Moses – Ozapft is! – Das Wiesn-Handbuch
Grube, Tina – Männer sind wie Schokolade
Nadelson, Reggie – Das andere Gesicht
McCormack, R.W.B. – Tief in Bayern
Fisher, Jude – Der Jahrmarkt der Magier (Zaubergold 01)
Fisher, Jude – Der Krieg der Drei (Zaubergold 03)
McLaughlin, Emma & Kraus, Nicola – Citizen Girl: Ein Mädchen für alles
McLaughlin, Emma & Kraus, Nicola – Die Tagebücher einer Nanny
McLaughlin, Emma & Kraus, Nicola – Liebe auf eigene Gefahr
Holden, Julia – Mein zauberhaftes Kleines Schwarzes
Buschheuer, Else – Venus
Royen, Heleen van – Göttin der Jagd
Rudolph, Kriss – Unsterblich kopiert
Rusch, Sheldon – Mordmelodie
Hauptmann, Gaby – Suche impotenten Mann fürs Leben
Hauptmann, Gaby – Rückflug zu verschenken
Clark, Mary Higgins – Schwesterlein, komm tanz mit mir
Clark, Mary Higgins – Sieh dich nicht um
Clark, Mary Higgins – Weil deine Augen ihn nicht sehen
Clark, Mary Jane – Spiel, bis der Vorhang fällt
Jackson, Lisa – Wehe dem, der Böses tut
Parsons, Julie – Mary, Mary
Fedler, Joanne – Endlich wieder Weiberabend
Walters, Minette – Die Schandmaske
Walters, Minette – Im Eishaus
Walters, Minette – Der Nachbar
Schröder, Ursula – Träum schön weiter
Levine, Laura – Blond wie der Tod
Peetz, Monika – Die Dienstagsfrauen
Peetz, Monika – Sieben Tage ohne
Close, Jennifer – Mädchen in Weiß
Cabot, Meg – Perfekte Männer gibt es nicht
Malvaldi, Marco – Die Schnelligkeit der Schnecke
Thewes, Michaela – Der Kater der Braut
Cazon, Christine – Mörderische Côte D’Azur
Scotch, Allison Winn – Heute und ein Leben lang
Michna, Tanya – Vergiss mich nicht
Collins, James – Zauberberg für Anfänger
Markoe, Merrill – Liebe auf Ex
Wulf, Kirsten – Aller Anfang ist Apulien
Morrell, David – Level 9
Todd, Charles – Flügel aus Feuer
Gregory, Jill & Tintori, Karen – Das Buch der Namen
O’Flanagan, Sheila – Ein Bräutigam zuviel
Scott, Lisa – Die Zwillingsschwester
Garwood, Julie – Melodie der Leidenschaft
Steel, Danielle – Neues Glück
Bielenstein, Daniel – Max und Isabelle
Cosper, Darcy – Hochsaison für Hochzeiten
Low, Shari – Herzfinsternis
Crusie, Jennifer – Die Gerüchteköchin
Crusie, Jennifer – Einfach bezaubernd!
French, Nicci – Der Feind in deiner Nähe
French, Nicci – Der Glaspavillon
French, Nicci – In seiner Hand
Graham, Lorna – Zwei Zimmer, Küche, Geist
Lethem, Jonathan – Du liebst mich, du liebst mich nicht
Morgantini, Nicola – Wenn Engel lieben
Keyes, Marian – Sushi für Anfänger
Lindqvist, John Ajvide – So ruhet in Frieden
Jones, Christina – Sternenzauber
Franz, Andreas – Jung, blond, tot
Harvey, Sarah – Die Hochzeit meiner besten Freundin/ Eine Braut zu viel
Harbison, Beth – Schuhtick
Mansell, Jill – Glücksgriff
O’Malley, Anna – Ich küsse keine Frösche mehr
Evanovich, Janet – Cheers, Baby!
Twining, James – Das geheime Siegel
Kinman, Ben – Todesfluch
Cormann, Marte – Die Männerfängerin
Higgins, Suzanne – Zurück ins Glück
Winston, Lolly – Sommertau und Wolkenbruch
Phillips, Susan Elizabeth – Komm und küss mich!
Crane, Caprice – Alles außer Nachbarn
Mountain, Fiona – So rot wie Blut
Holt, Debby – Der Club der Ex-Frauen
O’Connell, Jennifer – Die Glücksbäckerin
Long, Kate – Queen Mum
Sloan, Susan – Schuldlos schuldig
Hannah, Kristin – Wenn Engel schweigen
Phillips, Susan Elizabeth – Kopfüber in die Kissen
McDermid, Val – Das Moor des Vergessens
Ludlum, Robert – Die Ambler-Warnung
Kerr, Philip – Game Over
Hayes, Sam – Blutskinder
Cabot, Meg – Aber bitte mit Schokolade!
Cabot, Meg – Naschkatze
Evanovich, Janet – Jeder Kuss ein Treffer
McQueen, Holly – Mein glamouröses Doppelleben
Andersen, Susan – Wer nicht hören will, muss küssen

Und sonst so im März?

Mein Freund und ich wollten schon immer mal zu einem Poetry Slam. So richtig hat das immer noch nicht geklappt, aber immerhin waren wir jetzt bei der Lesung von einem Poetry Slammer. Und auch wenn es nun Geschichten waren, die Patrick Salmen aus seinem neuen Buch vortrug, war es wirklich lustig. Mehr