Tschick

Ab 9. März als DVD oder Blu-Ray im Handel erhältlich!

Zwei Jungs. Ein geklauter Lada. Der beste Sommer von allen.
Eines der meistgelesenen Bücher der letzten Jahre kongenial verfilmt von Erfolgsregisseur Fatih Akin.

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Gechäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende Provinz. (Rückentext der DVD)

Im April 2012 bekam ich auf der ersten Tagung, von der ich immer so viele Bücher bekomme, „Tschick“. Ich wollte es bald lesen. Alle waren ja so begeistert. Und nach dem spektakulären Tod von Wolfgang Herrndorf im August 2013 erfuhr das Buch noch einmal einen Schub. Lange lag es bei den Büchern, die ich demnächst lesen möchte, mein Interesse war weiterhin hoch. Doch bisher kam es dazu nie.
Umso erfreuter war ich, als ich vom Filmverleih Studiocanal die Möglichkeit bekam, die DVD vorab zu sehen.

Maik ist ein Außenseiter, seine Schwärmereien bleiben unerwidert. Da hilft es ihm auch nicht, dass der neue Schüler Tschick, von dem alle sofort Abstand halten wollen, sich ausgerechnet neben Maik setzen soll. Dass die beiden Schüler schon bald eine enge Freundschaft verbinden wird und sie gemeinsam tagelang irgendwo durch Brandenburg mit einem geklauten Lada fahren, war da noch nicht abzusehen…

Auf dem Weg in die Walachei © STUDIOCANAL

Der Film ist ein klassisches Roadmovie. Es nimmt sich nur kurz Zeit, alle Figuren vorzustellen, dann ist man direkt auf der Straße. Doch Maik und Tschick fahren nicht ziellos. Die beiden wollen zu Tschicks Großeltern in die Walachei. Und das große Russland kann man ja quasi nicht verpassen.
Wie bei vielen Filmen wird mit dem Ende begonnen, um dann aufzurollen, wie es dazu kommen kann. Und da das Ende äußerst dramatisch aussah, entstand ein Fünkchen Spannung.
Die ganz, ganz große Spannung kommt jedoch nicht auf. Die Frage, ob sie ihr Ziel erreichen, ist nebensächlich.
In diesem Film ist der Weg das Ziel. Das Abenteuer, das die beiden 14jährigen in dem geklauten Auto erleben. Man muss also Spaß an Roadmovies, Freundschaft und Abenteuern haben, um mit diesem Film anderthalb schöne Stunden zu verbringen.

Und dass der Weg nicht langweilig wird, dafür sorgten verschiedene Faktoren.

Tschick und Maik bringen den Zuschauer auf verschiedene Weise zum Lachen. Durch ihre Dialoge, ihre Art oder einfach das, was sie erleben. Es schwebt immer eine leichte Heiterkeit und Leichtigkeit über dem Lada, der durch die sommerliche Landschaft fährt.
Doch auch andere Figuren statten den Film mit Humor aus, ohne das Thema ins Lächerliche zu ziehen. Der Film driftet weder in Klamauk noch in Slapstick ab. Er ist vollkommen natürlich lustig.

„tschick“, 2015
Lago Film GmbH © STUDIOCANAL

Für diese Natürlichkeit sorgen auch die Schauspieler – vor allem die Kinderschauspieler bzw. Jungschauspieler. Zum Zeitpunkt des Drehs waren die beiden Hauptdarsteller Tristan Göbel (Maik) und Anand Batbileg (Tschick) im gleichen Alter wie ihre Figuren und konnten deswegen überzeugend die Gefühle und Probleme, die diese Zeit so mit sich bringt, verkörpern. Ihre Dialoge wirkten dabei weder hölzern noch aufgesetzt. Beide machten den Film echt.

Auch die Musik machte viel Spaß. Neben vereinzeltem Einsatz klassischer Stücke setzt der Soundtrack vorrangig auf moderne Stücke. Neben bekannten Bands wie K.I.Z., Beginner, Beatsteaks oder Seeed hört man auch viel von eher unbekannten Künstlern. Und das ist keinesfalls ein Nachteil für den Film. Nicht selten fing ich plötzlich an, im Beat mitzunicken.

Meine Erwartungen an „Tschick“ waren wahnsinnig groß. Wenn alle das Buch so lieben, muss die Geschichte mich doch auch mitreißen, dachte ich. Aber so ganz hat der Film das nicht geschafft.
Ich kann weder über die Musik, noch die Leistung der Darsteller, noch die Bilder meckern. Und auf ihrer Fahrt erleben die Jungs allerhand, aber nie so viel, dass es unglaubwürdig wäre.
Und trotzdem fehlte mir ein bisschen die Spannung, ein bisschen das unmittelbare Mitfühlen. Ich wäre gern ein bisschen mehr in den Film hineingezogen worden.
Und weil dieses Gefühl fehlt, gibt es ein wenig Abzug.

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch die Homepage zum Film besuchen „Tschick“ oder den Trailer anschauen:

Tschick
Erscheinungsjahr: 2016
Filmverleih: Studiocanal
Lauflänge: 89 Minuten
FSK 12

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  1. Trackback: Gewinnspiel: DVD und Plakat zu „Tschick“ | Buecherherz

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