Nicolas Barreau – Die Frau meines Lebens

Barreau_Die Frau meines Lebens

Amour fou – die schönste Sache der Welt
Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur vierundzwanzig Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden… (Klappentext)

Ich hörte so viel Gutes über die Bücher von Nicolas Barreau und wollte endlich auch mal eins lesen. Begonnen habe ich dann mit dem dünnsten auf meinem SuB, um zu sehen, wie mir der Schreibstil und die Art des Erzählens gefällt.
Das tat sie dann ziemlich gut. Das Buch ist flüssig und leichtfüßig geschrieben. Es klang nicht hölzern und nicht verschnörkelt. Es fand einen guten Mittelweg. Aber Mittelweg ist nicht wirklich aufregend.

Ebenso wie die Geschichte an sich. Dass eine Person Liebe sucht, ist nichts Neues. Dass ein Liebender sein bereits entdecktes Gegenstück sucht, ist ebenfalls bekannt. Dass der Liebende hierfür nur das Telefon nutzen muss, ist vielleicht in Ansätzen neu. Antoine hat die Telefonnummer von Isabelle nämlich schon bekommen, doch dann verwischt dank eines Vogels die letzte Zahl und er probiert Endziffern von 0 bis 9, um Isabelle wiederzufinden. Natürlich verläuft es nicht ganz so einfach und der Buchhändler benötigt detektivisches Geschick und Zufälle, um seiner Traumfrau wieder nahe kommen zu können.
Mich überzeugte die Geschichte nicht. Ich fand sie nicht wunderschön und seufzte nicht in einer Tour verliebt. Ich musste eher ab und zu mal lachen, aber das auch eher im geminderten Maße.

Mit Antoine begleitet man eine angenehme und (im positivsten aller Sinne) nette Person. Für mich blieb er jedoch farblos und ich konnte mich nie so ganz in ihn hineinversetzen. Ich fand auch den Gedanken, dass er Isabelle ein Mal im Café sieht und sie gleich für die Frau seines Lebens hält überspitzt, gefühlsduselig und kitschig. Somit empfand ich Antoine als dasselbe wie den Schreibstil und den Inhalt – mittelmäßig.

Ich las das Buch an einem Nachmittag am Strand und dafür war es gut. Es liest sich aufgrund der Länge, der einfachen Geschichte und der flüssigen Sprache schnell und leicht, bleibt jedoch nicht nachhaltig im Gedächtnis. Ich hoffte auf eine Liebesgeschichte, die mein Herz schmelzen lässt, aber das schaffte leider nur die Sonne und nicht das Geschehen im Buch. Das Buch ist für mich also durch und durch mittelmäßig: 3 Sterne.

Ganz am Ende wartete noch eine kleine Überraschung auf mich, als ich die Informationen für die Rezension zusammengesucht habe. Nicolas Barreau ist laut Wikipedia das Pseudonym der deutschen Autorin Daniela Thiele.

Nicolas Barreau – Die Frau meines Lebens
Piper Taschenbuch, 1. April 2009
ISBN 3492253563
143 Seiten
Taschenbuch; 8,99 Euro

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