Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag

Mein erstes Buch von Anna Gavalda bescherte mir eine kurze, aber wunderschöne Lesezeit. Es geht hierbei nicht mal um die Geschichte, denn die ist nicht wichtig. Die ist quasi auch nicht groß existent.
Das zeigt schon der Klappentext:

Eine überraschende Landpartie. Ein glücklicher, zärtlicher, geräuschvoller Tag in Gesellschaft von Brüdern und Schwestern, die ihrer Kindheit Adieu sagen. Mit Gekicher und Flüchen im Auto, einer Menge Neckereien, mit Hundeflöhen, gekühlten Flaschen Sancerre und guter Musik von Anfang bis Ende.

Das ist es.
Die Geschichte beginnt in dem Moment in dem Garance das Auto ihres Bruders Simon und seiner Frau Carine betritt.
Sie brechen auf zu einer Familienfeier und die beiden Frauen sind über diese Konstellation alles andere als froh.
Doch unterwegs sammelt sie noch die zweite Schwester Lola ein. Nur der Bruder Vincent fehlt nun noch, doch er muss arbeiten und kann nicht auf die Feier kommen.

Das Buch lebt nun also von den Dialogen und Geschehnissen, die lange nur im Auto stattfinden. Dann befindet sich die Reisegesellschaft natürlich noch auf der Feier und sie brechen noch zu einem Schloss auf.
Durch die Art, wie die Autorin Garance alles erzählen lässt, hätte ich das aber noch einige hundert Seiten mehr lesen können.
Die Art ist immer poinitiert, locker, fröhlich, frech. Einfach zum zurücklehnen und genießen.

Das Buch ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern besteht nur aus einem großen Teil. Es gibt jedoch sehr viele Absätze. Jeder an sich stellt fast eine kleine Anekdote dar.
Die Schrift ist zudem auch recht groß, was das schnelle Lesen neben dem Sprachstil ebenso begünstigt.

Das Einzige, was mich ab und zu wirklich gestört hat, war das Nennen von vielen französischen Liedern, Sängern, Schauspielern, berühmten Persönlichkeiten oder Orten. So habe ich viele lustige Vergleiche nicht verstanden, weil ich auch nicht jeden und alles im Internet suchen wollte.

Die Personen dieser Geschichte waren dafür umso greifbarer. Jede Persönlichkeit war für mich ausreichend herausgearbeitet, obwohl dazu nicht viel Zeit und Platz war.
Ich habe jeden der liebevollen und zuversichtlichen Geschwister ins Herz geschlossen und war wirklich traurig sie nach so kurzer Zeit schon wieder verlassen zu müssen.

Am Ende des Buches befindet sich noch die Entstehungsgeschichte dieser Geschichte. Eine süße kleine Nebeninfo.

Dieses Buch ist wirklich schön in den ein oder zwei gemütlichen Lesestunden, die einen zu interessanten Persönlichkeiten führen.
Es hat mich fröhlich und beschwingt zurückgelassen.

Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag
Originaltitel: L’Échappée belle (2001)
Fischer Taschenbuch Verlag, Januar 2012
ISBN 3596189861
149 Seiten
Taschenbuch; 7,99 Euro

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