Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz

Egal, ob man das Buch schon gelesen hat oder nicht, eine Weisheit daraus kennt wohl jeder: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Leider habe ich nun auch nach der Lektüre nicht wirklich mehr für mich mitgenommen.

Kurz gesagt geht es um einen kleinen Prinzen, der von seinem Heimatasteroiden auf die Erde reist und zwischendurch auf anderen kleinen Planeten verschiedene Arten von Menschen kennenlernt: einen König, einen Säufer, einen Geografen, einen Laternenanzünder, einen Geschäftsmann und einen Eitlen. Doch keinen vermag er so recht zu verstehen, da erwachsene Leute für ihn ungewöhnliche Verhaltensweisen haben.
Auf der Erde angekommen, reist er ein wenig herum und lernt dabei seinen Heimatplaneten mit den drei Vulkanen und der einen Blume zu schätzen. Schließlich trifft er einen Mann, der mit seinem Flugzeug in der Wüste abgestürzt ist und diesem erzählt der kleine Prinz seine Geschichte.

Ich fand das Ganze jedoch weder spannend, noch konnte ich daraus Lehren für mich ziehen. Natürlich habe ich verstanden, was an verschiedenen Arten von Menschen kritisiert wurde und was der kleine Prinz alles über das Lieben und Wertschätzen gelernt hat. Vielleicht bin ich aber schon zu alt für diese Lehren, denn ich empfand sie als selbstverständlich.
Für Kinder finde es das Buch dann aber tatsächlich zu unverständlich.

Was jedoch schön war, war die Sprache. Sie war stets bildlich und poetisch ohne unverständlich zu sein. Sie war wie ein Flügelschlag, wunderschön und dabei zart und zerbrechlich.
Dazu passend gab es immer liebevolle Zeichnungen des Verfassers.

Mit seinen 94 Seiten ist das Buch dabei überaus kurz und dabei noch in 27 Kapitel unterteilt. Man kann das Buch also schnell hintereinander weglesen.

Zu den Protagonisten kann man kaum etwas sagen. Der kleine Prinz begegnet zwar einigen Menschen, jedoch nur so kurz, dass man keinerlei Beziehung aufbaut. Außer vielleicht zu dem Ich-Erzähler. Der war sympathisch und versuchte durch die Erzählung wieder ein Stück seiner kindlichen Naivität und Unbefangenheit zurück zu erlangen.
Den Prinzen an sich fand ich in seiner Art eher anstrengend und besserwisserisch. Ich habe ihn leider nicht liebgewonnen.

Ich dachte immer, dieses Buch sei ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.
Nun stelle ich fest, ich hätte nicht wirklich etwas verpasst, hätte ich es gelassen.
Das Buch war aber nicht schlecht, für mich eben nur nichts Herausragendes. Ich vergebe durchschnittliche .

Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz 
Originaltitel: Le Petit Prince (1943)
Karl Rauch, 1950
ISBN 379200027X
94 Seiten
Taschenbuch; 5,90 Euro

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