Elke Ahlswede – Mum@Work

Katharina hat es geschafft: Ihr neuer Chef richtet ihr ein schickes Home Office ein. Doch der Traum von der Karriere im Kinderzimmer wird schon bald zum Albtraum, als Baby Max statt auf Dinkelkeksen auf wichtigen Dokumenten herumkaut und Tochter Mareike Diddl-Maus-Videoclips an Kathis Geschäftspartner mailt. Als Kathi dann auch noch zur Chefin der ersten Tele-Arbeiter-Gewerkschaft Europas gewählt wird und ihr die Call-Center-Kolleginnen die Mailbox vollheulen, sehnt sie sich nach einem echten Büro … (Klappentext)

Ein tolles Buch. Wirklich! Und es fängt schon grandios an.
Die Personen werden nämlich sofort mittels einer Liste voller lustigen Beschreibungen vorgestellt. Wenn derjenige dann im Buch auftauchte, wusste man gleich in welchem Verhältnis er zu Katharina steht. Ich habe oft zurückgeblättert und die Liste nochmal studiert, um alles ordentlich durchblicken zu können.

Langweilig wird es dann aber auch weiterhin nicht. Schon der Aufbau lässt dies gar nicht zu. Der Text ist nämlich ab und zu unterbrochen durch Textmessages und Zeitungsartikel.
Außerdem wird die Geschichte immer von Katharinas Gedanken kommentiert. Hier entstehen die meisten Lachanfälle.
Doch auch die Figuren an sich haben es mir nicht leicht gemacht ernst zu bleiben. Alle haben ihre lustigen Eigenheiten und somit ist es total interessant ihrem Leben zu folgen.

Da ich soooo viel Positives zu dem Buch zu sagen habe und nur ganz wenig Negatives, werde ich es heute mal anders machen als in den anderen Rezensionen.
Hier folgt meine kleine Positiv-Negativ-Liste 🙂

Negativ
– die Geschichte läuft voran, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen (also es wurde am Anfang kein wirkliches Problem aufgezeigt, was gelöst werden muss)
– ab und zu wird man einfach in Gespräche reingeworfen ohne zu Erfahren, wo man eigentlich gerade ist (ich hatte dann gern das Problem, dass ich mir ein Telefonat vorgestellt habe. Als dann herauskam, dass es doch ein Besuch war, war ich sehr verwirrt)

Positiv
– lustige, ironische Beschreibungen
– liebevoll ausgearbeitete Personen
– realistische Geschichte
– schönes Cover (finde ich)
– trotz dessen, dass es keinen Spannungsbogen gibt, ist man immer zum Weiterlesen motiviert (vor allem aufgrund der Lachgarantie)
– auch wenn man keine Kinder hat und schon gar nicht in einem Home-Office arbeitet, kann man sich mit der Story gut identifizieren (das kann ich aus Erfahrung sagen 😉 )
– verschiedene Schreibstile (Message, Zeitungsartikel…)
– Ausblick, wie es mit den verschiedenen Personen weitergeht

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch wirklich sehr gut gelungen ist und sich das Lesen auf jeden Fall lohnt.
Da ich nicht wusste, dass es einen Vorgänger gibt (Mama.com), hatte ich es einfach so gelesen. Der erste Teil wird auch nicht unbedingt für das Verständnis gebraucht, aber ich denke, dass es auch nicht von Nachteil ist, wenn man es zuerst gelesen hat.
Ich habe mir jetzt im Nachhinein Teil eins und teil drei zugelegt und freue mich schon total auf mehr von Familie Stein.

Mein Fazit Sterne, da mir der Spannungsbogen gefehlt hat. Also: EMPFEHLENSWERT!!!

Elke Ahlswede – Mum@Work
Bastei Lübbe, März 2008
ISBN 9783404158058
304 Seiten
Taschenbuch; 7,95 Euro

Reihenfolge der Bücher:
1. Mama.com
2. Mum@Work
3. Papa@Home

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: